Visum und Behördenkram

RE: Familienrecht - Eheschließung - Heiratsurkunde

 von Somprit , 18.11.2012 08:56

...wie ich schon vorstehend sagte

„... toll, dass es SO AUCH geklappt hat

...und heize ein stets sehr heiß & erregtes Thema, nämlich das erforderliche-nichterforderliche Ehefähigkeitszeugnis / EFZ erneut an...
Heize es deswegen nochmals an, weil ich eine recht vorwurfsvolle (!?) E-Mail erhielt, welche mit dem bezeichnenden Betreff:

„warum?

begann und sich fortsetze mit

Zitat
“... Hochzeit ohne EFZ moeglich, anstatt zu akzeptieren...

... So macht man sich "Freunde" Manfred! (Ralf will auch heiraten)...



...woraufhin ich dem Schreiber u..a. vorhielt:

„...Aber sage mir mal, wieso ein „Ralf" nun nicht heiraten kann?

Sollte es dem Mail-Schreiber völlig entgangen sein, dass, falls alles wirklich nach Recht & Gesetz - den damit verbundenen Dienst-/Ausführungsverordnungen - geht, man(n) auch einem „Ralf“ oder wie immer jemand heißen kann, die Eheschließung NICHT verweigern kann?

Ergo muss es sich doch offensichtlich um eine Grauzone handeln, in welcher man(n) auch nunmehr nur mit einer legalisierten Personenstandbescheinigung die Ehe hierzulande eingehen kann.

Und was bedeutet Grauzone ... nutzt man(n) den gesetzlich & verordnungsgemäß vorgegebenen Weg?
Nein, man(n) nutzt einen Weg, welcher durch das ausgetrickste Dickicht des behördlichen Dschungels führt, somit nicht dem Willen der/des Gesetzgebers entspricht...

Falls ich es falsch sehe, bin für jegliche Belehrung offen...
...denn man(n)/Frau sollte niemals vergessen, dass man(n) mit dem offiziell geforderten Ehefähigkeitszeugnis (EFZ) und der damit einhergehenden Konsularbescheinigung stets und absolut auf der sicheren Seite ist ... sich eine Irrfahrt von Standesamt zu Standesamt (Bezirksämtern) ersparen kann.

Diese EFZ kann durchaus etwas mehr Zeit – je nach Fall bis zu 3 Monaten - beanspruchen, ggf. auch höhere Gebühren (nicht immer, ... bei verschiedenen Fällen sind mir Kosten von knapp über 200 EUR bekannt geworden).

Sollte man(n) den inzwischen von @Tango dankenswerter Weise nachgewiesenen, durchaus begehbaren Fall einer Eheschließung ausschließlich aufgrund landesüblicher Gesichtspunkte beschreiten, so benötigt man(n) neben Glück auch Zeit.... nämlich Zeit einen Standesbeamten unter den 877 Bezirksämtern zu finden, welcher den einfachen Weg ins Glück frei gibt.... nämlich die Registrierung der Ehe ohne Rücksicht auf die Herkunft eines fremdländischen Partners

In solch einem Falle stützt sich der „faule“ Standesbeamte, der Mühe & Arbeit scheut, gar von Unwissen beschlagen sein könnte ... - wobei ich das Wort Dummheit bewusst vermeide - alleine auf die Formalitäten, welche bei Landeskindern untereinander erforderlich sind

Dass es sich ggf. bei einem der Verlobten = Ehewilligen um eine fremdländische Langnase = Farang, handelt, übersieht er geflissentlich...

Denn in den Dienstverordnungen/-Ausführungsvorschriften des thailändischen Standesbeamten ist für jedes Farang-Land ausgewiesen, welche „Heiratsunterlagen“ von den die Ehe anstrebenden fremdländischen Personen vorzulegen sind
Bei uns Deutschen ist es nun mal eine mit einem EFZ einhergehende Konsularbescheinigung!

D.h., im ungünstigsten Falle wird man(n) sich ggf. auf eine Rundreise zu den 877 Bezirksämtern machen müssen, wo man(n) auch ohne die offiziell vorgesehene Konsularbescheinigung eine Ehe alleine aufgrund einer legalisierten Personenstandsbescheinigung (wie von Tango geschildert) registriert bekommen kann/könnte....

Höhere Gebühren können entstehen, wenn die thailändische Verlobte ggf. bereits Ehen hinter sich hat, deren rechtsmäßige Auflösung nun mal von deutschen Oberlandesgerichten m. E. zu Recht geprüft wird..... schließlich wird SIE sich ja von der Wa(h)re Liebe beeinflussen lassen, .... nämlich im Hinterkopf bereits die spätere Witwenrente aus Deutschland Revue passieren lassen...

Ich hatte bei meinen hiesigen beiden Eheschließungen das Glück, dass solche „Überprüfungen“ nun mal nicht erforderlich waren, beide Eheschließungen mich komplett incl. aller Legalisierungen hier um die 200 EURO kosteten!

Heute haben wir zumindest hier im Norden (Chiang-Mai) das große Glück, dass wir bei der Provinzverwaltung eine Außenstelle des Auswärtigen Amtes in Bangkok haben, wo Legalisierungen in kürzester Zeit für 2 – 400 Baht vorgenommen werden können...also eine deutliche Einsparung (!) gegenüber Legalisierungen, welche die Deutsche Botschaft vornimmt...

Somprit
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