MooHo's Ueberlegungen

#1 von Allgeier , 22.07.2012 20:28

Vielleicht braucht man solche Gedanken noch des oeffteren zum auffrischen.


Was kaufen die Leute und wieviel bezahlen sie dafür und ganz wichtig was zahlen die Wiederverkäufer?
Wo gibt es Großhändler, kaufen die und wenn ja zu welchem Preis?
Welche Entfernung und Transportkosten zu den Käufern? Denke dran als Erzeuger bist du der erste in der Wertschöpfungskette und bekommst am wenigsten.

Dann machst du dich kundig wie man das Produkt erzeugt, welche Risiken (z.B. Krankheiten etc.) zu beachten sind.
Wenn du das weißt, dann kannst du ermitteln und berechnen was du brauchst und wie teuer das wird.
Gehe bei deiner Analyse nie vom Bestmöglichen Ertrag aus, den wirst du in den ersten Jahren nicht einbringen.
Rechne aus wieviel Ertrag du produzieren und verkaufen mußt um mit Null rauszukommen.
Wieviel ist das vom Bestmöglichen? Liegt das zu nah am bestmöglichen, laß es sein.
Bei den Kosten rechne die nicht künstlich runter, berücksichtige volle Produktion, maximale Energiekosten sowie Futter usw. und vergiß nicht Personal.
Du wirst es brauchen. Wenn du ausreichend Erfahrung hast kannst du versuchen an der Kostenschraube zu drehen.
Laß dich nicht von den Ertragsmöglichkeiten blenden, die dir die verkäufer nennen. Die wllen dir ihre produkte mit maximalen gewinn verkaufen, aber eine Garantie für Ertragsmenge gibt dir keiner.
Traue auch keinen Versprechungen über Abnahmenge und preis. Das wird sich ändern. Versuche immer mehrere verschiedene Abnehmerzu bekommen, andernfalls geräts du in eine erbämliche Abhängikeit.

Was machst du mit deinen Produktn, die du nicht verkaufen konntest? Kannst du die anderweitig verwerten? Z.B. Ölpressen und daraus Biodiesel für deine Antriebsmaschinen machen.

Noch etwas. Denke antizykisch Wenn momentan ein Produkt viel auf dem Markt bringt und alle auf den Zug aufspringen, laß die Finger davon. Bald wird dort der Preis wegen Überprodktion fallen. Gehe in die Bereiche die die fallen ließen. Dort gibt es gute Chancen für steigende Preise.

 
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RE: MooHo's Ueberlegungen

#2 von MooHo ( Gast ) , 22.07.2012 21:29

Und noch etwas:

Auch immer Rücklagen einrechnen. Je nach Art zwischen 5 - 15% des Geninnes sollten als Rücklagen weggelegt werden. Die braucht mit Sicherheit. Es geht immer was kaputt, meist dann, wenn es am wenigsten zu ertragen ist (Murphy's Gesetz) oder man muß irgendwann einmal umrüsten. Je mehr Eigenkapital dazu vorhanden ist, desto besser sieht es auf der Gewinnseite aus.

Und irgendwann einmal braucht man die Rücklagen auch um eine andere Geschäftsbasis zu finden, nichts hält ewig.

Und das man nun nicht glaubt, dies ist rein theoretisch. Im Lauf der Zeit wurde mir verschiedene Geschäfte vorgeschlagen oder mir die Idee zu einem Geschäft ans Herz gelegt. Jedesmal habe ich versucht so genau wie möglich die Chancen zu berechnen und daraus Erträge und Kosten. Bisher war das Verhältnis immer ungünstig und ich blieb bei meinem Leisten, bis das auch nichts mehr brachte.

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