RE: Drogen und aehnliches

#16 von Hotjob ( Gast ) , 12.08.2010 15:49

Zitat von Binturong




Da antwortet dir thai.fun sicherlich noch darauf.



Na das hoffe ich doch .

Hotjob

RE: Drogen und aehnliches

#17 von thai.fun ( Gast ) , 12.08.2010 17:50

Zitat von Hotjob
Von welcher "Problematik" redest Du eigentlich ??



Also die erste Problematik hab ich angesprochen, es war die Behandlung des Problems der Drogen-Delinquenz!
Die Problematik der Drogenhölle um den HB Zürich anfangs neunziger Jahre, die in der ganzen Welt entsetzen auslöste!
Die Problematik der Mannschaft, diese Problematik direkt vor Ort, und nicht hinterm Schreibtisch, mit den Einzelschicksalen und der Gesamtauflösung dieser entsetzlichen Ansammlung von Drogen-Elenden (an einem Tag bis zu 3000 Zu+Abgänger auf einem Platz) anzugehen! Die Auflösung die ja auch gelang und bis heute wiederum Weltweit als Musterbeispiel für Dezentralisierung von Drogen-Zentren in Städten angewendet wird!

Ich setzte einen persönlichen Erfahrungswert in einen Satz um, "Mit Ruhe Zeit und Konsequenz"!
Die Mannschaft, hatte so eine Richtlinie und die half dem Einzelnen "auch" in der Umsetzung des Problems vor Ort bei seiner Aufgabe. Und diese Regelung half vor allem, weil die Umsetzung dieser Regel, den Gaffern, die es in einem HB Gelände ja zu tausenden gibt, "auch" besser gefiel. Diese Humanität, half primär dem "Ordnungs-schaffendem" Mann und sekundär dem"Opfer".

Es ergaben sich tatsächlich eine Unzahl von Problematiken, vor allem Politischer und Gesetzlicher Natur, wie richtig erkannt wurde.....

Zitat von Binturong
Über „Beihilfe zu einer Straftat“ habt ihr dort wahrscheinlich sehr lange auch diskutiert. Die ganze Problematik wurde von der Politik nicht ernst genug genommen und wurde so auf die Bahnhofs- oder Polizei übertragen?


Ja genau! Doch nach fast 8 Jährigem Platzspitz und dann Letten-Hölle die unsere Mannschaft zu "Betreuen hatte, hat die Stadtregierung unter dem Neuen Präsident und in neuer Politischer Ausrichtung den Spiess endlich umgedreht. Und so hat heute der HB Zürich und Zürch im algemeinen keine Drogen-Zentern mehr, und die Bahn-Polizei löst heute in einem Monat soviel Problem wie wir sie damals in einer Stunde zu lösen hatten!

Zitat von Hotjob
Mir wurde einfach nicht klar was der Verfasser mir sagen wollte.

Und was Du schreibst,: Die ganze Problematik wurde von der Politik nicht ernst genug genommen und wurde so auf die Bahnhofs- oder Polizei übertragen?.:
So einfach kannst Du über so ein kompaktes Thema nicht urteilen !!
Glaub mir, ich weiss wovon ich hier spreche.

Und Thaifun, ich persöhnlich halte Dich für einen wahnsinnig guten Telefonseelsorger !! Hast Du schon erfahrung darin ??


.... die Seelsorge für Dich übernehme ich nicht.
Und da ich Dir glaube von was Du sprichst, obwohl du den Verfasser thai.fun nicht verstehst, bleibt mir nur zu sagen, dass dieses kompakte Thema wirklich nicht zu beurteilen ist....

thai.fun

RE: Drogen und aehnliches

#18 von Hotjob ( Gast ) , 12.08.2010 18:27

Lieber Thaifun,
das mit der Seelsorge was gewiss nicht böse gemeint.
Im übrigen denke ich, Du hast mich überhaupt nicht verstanden !!
Auch ich habe einen sehr persöhnlichen Erfahrungswert . Vielleicht schreibe ich mal in kurzform darüber.

Hotjob

Hotjob

RE: Drogen und aehnliches

#19 von Binturong , 12.08.2010 23:24

thai.fun

Zitat
.... die Seelsorge für Dich übernehme ich nicht.




Könnte ich allerdings übernehmen... .

Binturong  
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RE: Drogen und aehnliches

#20 von scubath , 13.08.2010 00:03

dann mach mal binturong, ich kuemmer mich dann wieder um dich und so ist der kreis geschlossen.

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RE: Drogen und aehnliches

#21 von Binturong , 13.08.2010 08:39

Zitat
wieder um dich



Das „wieder“ ist gut.

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RE: Drogen und aehnliches

#22 von Allgeier , 13.08.2010 08:44

Was glaubst du thai-fun. Die Drogensuechtigen sind weniger geworden oder sie haben sich nur auf anderen Plaetzen verteilt wo sie nicht mehr so im Blickfeld der Oeffentlichkeit stehen?

Sollten sie sich verlagert haben, ist das wohl auch keine Loesung sodern nur eine Verschiebung des Problemes.
Auf der einen Seite gibt die Politik vor etwas gegen das Drogenproblem zu tun und auf der anderen Seite ist die Drogenproduktion seit dem Einmarsch des Westens in Afgahnistan auf Rekordhoehe gestiegen.
Habe mal ein Video gesehen wo ein deutscher Offizier vor versammelter Mannschaft sagt, "Er will nicht das man sich mit den Mohnfeldern im Hintergrund photographieren laest."

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RE: Drogen und aehnliches

#23 von thai.fun ( Gast ) , 13.08.2010 16:52

Zitat von Allgeier
Was glaubst du thai-fun. Die Drogensuechtigen sind weniger geworden oder sie haben sich nur auf anderen Plaetzen verteilt wo sie nicht mehr so im Blickfeld der Oeffentlichkeit stehen?



Man spürt an den Fragen von Dir Allgeier das Du kein oberflächlicher Mensch bist. Danke.
Und deine Vermutung über die Verlagerung der ist absolut korrekt! Es war aber doch eine Dezentralisierung des Sichtbaren Elends zu besseren Lebensformen für die nach wie vor Abhängigen!

Daher beantworte ich Dir deine Frage gerne, obwohl ich denke (bin zu faul es zu suchen) das ich das Thema schon mal hier im Forum angestossen haben!

Also, es ist so viel über das Thema in der Schweiz und im Ausland geschrieben worden und es wird immer noch Politisch wie Rechtsstaatlich aufmerksam verfolgt.
Daher stelle ich einfach mal einen von mir fürs 4um ausgesuchten Bericht hier herein. Die können besser und verständlicher schreiben als ich. (Obwohl ich schon ein Buch darüber geschrieben habe )

Zuerst mal ziehe ich Stichwortartig einige Sätze aus dem Bericht (siehe Link unten) heraus damit die weniger interessierten wenigstens ohne Link klick auch etwas aufgeklärt werden.

Zwang an den Runden Tisch:
An die Stelle der Bekämpfung von Feindbildern seien pragmatische Lösungen getreten.

Neue Gesetze angestossen:
Stichworte der neuen Strategie waren Fixerräume, Heroinabgabe, Dezentralisierung der Drogenhilfe und die Vier-Säulen-Politik des Bundesrates. Sie anerkannte neu ausdrücklich die „Überlebenshilfe und Schadensverminderung“, womit der Rahmen für Massnahmen wie die Heroinabgabe gesetzt war.

Suchtproblem geblieben - besser im Griff:
Zürich ist nach übereinstimmender Aussage von Fachleuten bis heute der grösste Handelsplatz harter Drogen geblieben und hat weiterhin die grösste „verdeckte“ Szene. Die zahlreichen Hilfsstrukturen wurden denn auch kaum reduziert, und 350 Abhängige beziehen heute in Zürich das Heroin vom Staat.

Weitgehend verschwunden ist das Drogenelend:

Die Zahl der Drogenabhängigen ist zwar nicht kleiner geworden. Wie Anfang der 90-er Jahre geht man für die Schweiz von rund 30’000 Drogenabhängigen aus. Dank den neuen Ansätze seien aber heute mehr als doppelt so viele Süchtige (rund 20’000) integriert in Therapien oder Angebote wie Methadonabgabe oder Heroinprogramme.

swissinfo.ch

thai.fun

RE: Drogen und aehnliches

#24 von Somprit , 13.08.2010 17:19

... wenn ich hier euren Meinungsaustausch sehe, kann ich nur sagen: Es schüttelt mich... vor Naivität
...Sorry, @thai.fun-Max, denn ich vertrete eine genau gegensätzliche Meinung und belächle diese ganzen Pseudo-Programme der Politik ... selbst wenn (da) ich total Kontra liege!

Die Politiker und die mit ihnen in ein Horn stoßenden "Streetworker/Soziologen" beschönigen, verdrängen, übertünchen nur die echten Ursachen...
Ich war über Jahre nicht in der Junkie-Szene (fast nicht) aber im mittleren/höheren Dealer/Schmuggler-Bereich tätig, habe dort "gelernt" wo man(n) ansetzen müsste... aber wenn ich bedenke, dass wir einst gar einen Fahrer eines hiesigen Polizei-Generals dort oben in Haft hatten ...

Deswegen möchte/werde ich mich mit meiner robusten Meinung nicht weiter zu Worte melden...

Somprit  
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RE: Drogen und aehnliches

#25 von thai.fun ( Gast ) , 13.08.2010 17:35

In gegensatz zu Deinem....

Zitat von Somprit
Es schüttelt mich... vor Naivität


... schüttelt mich nicht einmal dein.....

Zitat von Somprit
...Sorry, @thai.fun-Max, denn ich vertrete eine genau gegensätzliche Meinung und belächle diese ganzen Pseudo-Programme der Politik ... selbst wenn (da) ich total Kontra liege!


... denn den Schuh das ich eine abschliessende Meinung zu dieser Thematik hätte, ziehe ich mir nicht an.
Ich denke es kommt genug in meinen Beiträgen (schon vor Jahren) zum Ausdruck, dass ich ausführendes Organ war, ohne Anspruch auf das Wissen was richtig ist war oder sein sollte.
Ich kann ja sogar deine Argument teilen die Du in dem Satz anspielst!

Zitat von Somprit
.... Die Politiker und die mit ihnen in ein Horn stoßenden "Streetworker/Soziologen" beschönigen, verdrängen, übertünchen nur die echten Ursachen... ...


Daher braucht es deinen robusten Meinungsstopp gar nicht.....

Zitat von Somprit
Deswegen möchte/werde ich mich mit meiner robusten Meinung nicht weiter zu Worte melden...


... zudem hältst Du selten Versprechen wenn sie im Zusammenhang mit d/einem Meinungstopp in Foren stehen...
Foren sind doch für dich keine Drogen, oder?
Grins und Gruss d/ein "thai.fun-Max"

thai.fun

RE: Drogen und aehnliches

#26 von Somprit , 13.08.2010 17:40

.... ... ausgezeichnet pariert

Aber ich darf Dir im geheimen offenbaren, dass ich als "ausführendes Organ" oft auf des Messers Schneide balancierte ... ... gar meinen Abteilungsleiter mal in Obhut nahm, als die Sache zu heiß wurde.... er war zu feige ... das Ergebnis gab mir Recht ... heute, na ja, heute, ist DIES Schnee von vorgestern, verjährt...

Somprit  
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RE: Drogen und aehnliches

#27 von Allgeier , 13.08.2010 18:14

Zitat von Somprit
beschönigen, verdrängen, übertünchen nur die echten Ursachen..



Nur was sind die echten Ursachen? Und dort muesste man doch ansetzen das Problem zu beheben.

Meine eigenen Erfahrungen beziehen sich eher auf den Alkohol. Und ich wuerde dort eine Nulltolleranzgrenze fordern.
Der Abhaengige, schert er sich um die Angehoerigen oder seine Naechsten? So lange es ihm gut geht wohl, ein wenig. Geht es ihm schlecht, dann ist ihm alles egal, nur der Suchtstoff muss hald her.

Zitat von thai.fun
Dank den neuen Ansätze seien aber heute mehr als doppelt so viele Süchtige (rund 20’000) integriert in Therapien oder Angebote wie Methadonabgabe oder Heroinprogramme.



Im Hinblick auf die Erwerbskriminalitaet ist dies wohl ein Pluspunkt, aber das Wichtigste, der Behebung der Ursache ist man keinen Schritt weitergekommen.
Nur was ist die Ursache?
-zerruettete Familien
-Neugier
-Auswegslosigkeit

Was sagt ihr dazu?

Allgeier

 
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RE: Drogen und aehnliches

#28 von thai.fun ( Gast ) , 14.08.2010 20:01

..schon wieder Allgeier, schneidest Du ein immens wichtigen Thema-Unterschied an,
denn ich (und wohl auch Somprit) "hautnah" erfahren haben und differenziert kommentieren können.

Also einfach wieder zwei selbst erfahrene Beispiele zum unterschied von Drogen abhängigen zu Alkohol abhängigen:

- Wenn ich den Auftrag habe einen Drogensüchtigen aus seiner Ecke zu vertreiben oder zur Ordnung und zum gehen zu bewegen, so ist das in Minuten still und leise machbar. Ohne Adrenalin-ausstoss auf meiner Seite!
Das "Elend" geht alleine, bis zum nächsten Diebstahl, Betteln und dann Drogenkonsum, oder so!

- Wenn ich aber in einem Auftrag nach Hause zu einem Familienvater gerufen werde, weil dieser seine Familie, 3 Kinder und Frau, mit dem Sturmgewehr (Schweizer Armee Waffe die "noch" alle Wehrpflichtigen zu Hause haben) seit 2 Stunden bedroht, ist es ein Adrenalin Ausstoss in massen, bei mehr als nur den bedrohten Familie Mitgliedern.
Erstens sind bei Alkoholisierten jegliche Argumente nutzlos.
Zweitens, ein Alkoholisierten zu Raison zu bringen geht meist nur unter ungeheurem Geschrei des Alkoholikers und Stunden lang, wenn nicht sofort klar und hart zugegriffen wird!
Drittens sieht man oft Familien mit Kindern die Jahrelang von diesem "Alkohol" bis auf Blut Terrorisiert wurden und werden.
Das pure endlose Alkohol-Elend geht über Jahre und hinterlässt Seelisch Verkrüppelte!

In der Schweiz gibt es ca. 80.000 schwerst-Alkoholiker. Niemand sagt das offen, viele vermuten es, noch mehr leiden darunter, die meisten aber schauen weg!

Ganz persönlich sage ich hier, mit Drogenabhängigen hab ich mehr und mehr Erbarmen bekommen.
Alkoholiker, und solche hab ich mehr als ein Dutzend im Schwitzkasten oder so gehabt, lernte ich mehr und mehr hassen!
Ich weiss warum ich höchstens noch zum Essen ein Bierchen oder gutes Tröpfchen geniessen kann!

thai.fun

RE: Drogen und aehnliches

#29 von thai.fun ( Gast ) , 14.08.2010 20:03

..schon wieder Allgeier, schneidest Du ein immens wichtigen Thema-Unterschied an,
denn ich (und wohl auch Somprit) "hautnah" erfahren haben und differenziert kommentieren können.

Also einfach wieder zwei selbst erfahrene Beispiele zum unterschied von Drogen abhängigen zu Alkohol abhängigen:

- Wenn ich den Auftrag habe einen Drogensüchtigen aus seiner Ecke zu vertreiben oder zur Ordnung und zum gehen zu bewegen, so ist das in Minuten still und leise machbar. Ohne Adrenalin-ausstoss auf meiner Seite!
Das "Elend" geht alleine, bis zum nächsten Diebstahl, Betteln und dann Drogenkonsum, oder so!

- Wenn ich aber in einem Auftrag nach Hause zu einem Familienvater gerufen werde, weil dieser seine Familie, 3 Kinder und Frau, mit dem Sturmgewehr (Schweizer Armee Waffe die "noch" alle Wehrpflichtigen zu Hause haben) seit 2 Stunden bedroht, ist es ein Adrenalin Ausstoss in massen, bei mehr als nur den bedrohten Familie Mitgliedern.
Erstens sind bei Alkoholisierten jegliche Argumente nutzlos.
Zweitens, ein Alkoholisierten zu Raison zu bringen geht meist nur unter ungeheurem Geschrei des Alkoholikers und Stunden lang, wenn nicht sofort klar und hart zugegriffen wird!
Drittens sieht man oft Familien mit Kindern die Jahrelang von diesem "Alkohol" bis auf Blut Terrorisiert wurden und werden.
Das pure endlose Alkohol-Elend geht über Jahre und hinterlässt Seelisch Verkrüppelte!

In der Schweiz gibt es ca. 80.000 schwerst-Alkoholiker. Niemand sagt das offen, viele vermuten es, noch mehr leiden darunter, die meisten aber schauen weg!

Ganz persönlich sage ich hier, mit Drogenabhängigen hab ich mehr und mehr Erbarmen bekommen.
Alkoholiker, und solche hab ich mehr als ein Dutzend im Schwitzkasten oder so gehabt, lernte ich mehr und mehr hassen!
Ich weiss warum ich höchstens noch zum Essen ein Bierchen oder gutes Tröpfchen geniessen kann!

Die Ursachen zu Sucht-Konsum ist ein Thema, dass ich mir nicht anmasse. Es ist einfach "zu Menschlich" vielseitig!

thai.fun

   

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