Drogen und aehnliches

#1 von Allgeier , 09.08.2010 18:43

Habe gestern den Film "Christiane F, Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" angeschaut. Und frage mich jetzt, ob der Unterschied zwischen Film und Wirklichkeit verschieden ist. Ich denke der thai-fun weiss da genau bescheid.

Im uebrigen habe ich hier selber den Niedergang von zwei Bruedern meiner damaligen Alten erleben duerfen. Beide damals 19 und 22 Jahre alt. Und innerhalb von 3 Jahren ist es bei denen den Bach hinuntergegangen. Die schnueffelten immer an den Klebern. Gefaengniss, Diebstaehle und lauter sollche Sachen. Der Hoehepunkt war fuer mich als die beiden am Elternhaus eine Holzwand des oberen Stockwerkes hinausgeschlagen haben und die ganzen dort gelagerten Sachen im Hof verstreut waren. Oder einmal ein von mir gekauftes Stroh angezuendet haben. Hald total nebs der Kappen.
Was man da alles versucht hatte. Gefaengniss, Entziehungskur im Tempel, Arbeiten in Bangkok. Hat alles nur der Mutter einen Haufen Geld gekostet und nichts gebracht.

Vor nicht allzulanger Zeit war doch irgendwo ein Bericht das Thailand die hoechste Zahl von drogenabhaengigen Teenager auf der Welt hat. (Oder so aehnlich).
Dann muss ich mich fragen warum?
-Die Eltern keine Autoritaet
-Den Teenager geht's zu gut
-Langeweile
-Rebellion gegenueber der Gesellschaft

Von den 2 Bruedern lebt heute nur noch einer und der andere sei im Gefaengniss.

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RE: Drogen und aehnliches

#2 von Binturong , 09.08.2010 19:58

Ist doch der Gendefekt der Thais Schuld daran.
Da können die Thais doch überhaupt nichts dafür.

Wird doch schon von einer UNI hier in Thailand untersucht - Die Deppen.

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RE: Drogen und aehnliches

#3 von thai.fun ( Gast ) , 09.08.2010 20:48

Zitat von Allgeier
Habe gestern den Film "Christiane F, Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" angeschaut. Und frage mich jetzt, ob der Unterschied zwischen Film und Wirklichkeit verschieden ist. Ich denke der thai-fun weiss da genau bescheid.


Die Wirklichkeit ist noch viel vielschichtiger:

Da ich ja Zeit habe und Beiträge Schwund herrscht,
geb mal einen kleinen Original Ausschnitt aus meinem Buch das ich 1996 geschrieben habe, aber nicht veröffentlichen durfte hier "ungefragt" zum besten: Leider hab ich im Entwurf aus dem ich hier kopiere (Das Original ist in PDF) nur in Grossbuchstaben geschrieben! Aber alles und jedes Wort in nachfolgend Zitiertem ist Original!

Buch-Titel:
Mit Ruhe Zeit und Konsequenz[/size]
Bahnhof im Durchbruch und Aufbruch.
Bewacher im Umbruch oder Einbruch.
Die Ära HB Zürich 1988 bis 1994.


[size=85]
Kapitel: Seite 22:
STRICH UND SO WAS IST DAS MÖGLICH?

IN DIESEM KAPITEL, DAS IN KLEINERE UNTERTITEL AUFGETEILT IST, MÖCHTE ICH AUF ERLEBNISSE, GESCHEHNISSE UND ERFAHRUNGEN EINZELNER MITARBEITER EINGEHEN. VIELE GESCHEHNISSE ABER LASSE ICH AUS, WEIL SIE EINZELNEN PERSONEN MÖGLICHER-WEISE SCHADEN KÖNNTEN. KONSEQUENZEN AUS DEN GESCHILDERTEN DARSTELLUNGEN SIND ABSICHTLICH ÖFTERS NICHT ERWÄHNT, DA SIE FÜR DIESE MILIEU-STUDIE NICHT VON BEDEUTUNG SIND. ES IST JA NICHT SINN UND ZWECK IN DIESEM BUCH ANZUKLAGEN, SONDERN AUFZUZEIGEN.

JUGEND...... Seite 28:
AUCH FÜR KINDER ODER JUGENDLICHE IST EIN BAHNHOF IMMER EIN MAGNET. MAN SCHÄTZT, DASS SICH TÄGLICH BIS 80'000 JUGENDLICHE, OB AUF DER DURCHREISE, ZUM SHOPPING, ODER ALS TREFFPUNKT, EIN¬FINDEN. DER BAHNHOF BIETET NOCH ETWAS ABENTEUER UND ANONYMITÄT. LEIDER, ODER GANZ BEWUSST, WIRD DEM JUGENDLICHEN ABER NICHT ALLZU VIEL GEBOTEN. AUSSER DEN REISEN UND DEN KIOSKEN GIBT ES NICHT VIEL ZU KONSUMIEREN.

IN DEN MASSEN DER PASSANTEN ABER BEWEGT SICH EINE NICHT ZU UNTERSCHÄTZENDE ANZAHL RANDGRUPPEN VON JUGENDLICHEN. DENKEN WIR AN DIE VIELEN KINDER, DIE ZUM BEISPIEL AN FREIEN TAGEN DEN BAHNHOF ZUM TREFFPUNKT MACHEN, AN DIE DROGEN-KONSUMENTEN, AN DIE SKINHEADS, STRICHER UND PROSTITUIERENDEN UNTER 18 JAHREN.
FÜR DIE BEWACHER IST DIES NICHT GERADE EINE ERFREULICHE SACHE, DIESEN JUGENDLICHEN ALLES ZU VERBIETEN. WAS DÜRFEN SIE SCHON? ROLLBRETT, VELO FAHREN ODER HERUM SITZEN? NEIN, UND DIES ALLES ZUR SICHERHEIT DER PASSANTEN. GERADE ABER JUNGE LEUTE SIND OFT DAS AUGENMERK DER BEWACHER. DIEBSTAHL, SCHMIEREREIEN, VAN¬DALISMUS UND DROGEN-KONSUM SIND AN DER TAGESORDNUNG. DA WIR, WIE SCHON ERWÄHNT KEINE "POLIZISTEN" SEIN WOLLTEN, WURDEN SEHR VIELE TEENAGERS VON UNS NUR DES BAHNHOFS VERWIESEN. OFT ZUM LEIDWESEN GERADE ÄLTERER LEUTE, DIE EIN HÄRTERES ZUGREIFEN BEFÜRWORTET HÄTTEN. ÖFTERS FRAGTEN UNS ELTERN AN, 013 WIR NICHT NACH IHREM KIND SUCHEN KÖNNTEN. SEI ES IM PLATZ-SPITZ ODER EBEN IRGENDWO IM BAHNHOF. DIE GANZEN SCHICKSALE, DIE HINTER SOLCHEN ANFRAGEN STECKTEN, GABEN VIELEN BEWACHERN ZU DENKEN. LEIDER WAR ES NICHT UNSERE AUFGABE, SOLCHE VERMISSTEN ZU SUCHEN UND ES WURDE DES¬HALB AN DIE POLIZEI VERWIESEN.

NUN DER FOLGENDE RAPPORT ZEIGT, DASS GERADE JUGENDLICHE VON PASSANTEN ANGELOCKT WURDEN, DIE NICHT GERADE SCHÖNE ABSICHTEN HATTEN.
RAPPORT VOM 13.08 1991
17.25 APOLLO 4 BEOBACHTET IN NÄHE WC HALLE MU EINE AUF¬FÄLLIGE PERSON MIT EINEM KNABEN, WELCHER IN HANDSCHELLEN GEFÜHRT WIRD. NACH AUFMERKSAMER WEITERER BEOBACHTUNG TRITT APOLLO 4 VOR DIESEN MANN. DIESER (MIT SHERIFF-STERN AUF DER BRUST) GIBT SICH ALS AMERIKANISCHER DETEKTIV AUS. APOLLO 4 BEFAHL IHM, DIE HANDSCHELLEN SOFORT ZU ÖFFNEN, WAS ER SCHLIESSLICH AUCH TAT. NACH KÜRZERER AUSSPRACHE BEGLEITET APOLLO 4 DIESEN MANN MIT DEM CA. 6-7 JÄHRIGEN KNABEN UND EINER MITGELAUFENEN DRITTPERSON AUF DEN KAPO-POSTEN. AUF DEM WEG DORTHIN GIBT DER KNABE ZU VERSTEHEN, DASS ER SEXU¬ELL MISSBRAUCHT WERDE. 19.00 APOLLO 4 WIRD TELEFONISCH NOCHMALS AUF DIE KAPO GERU¬FEN. MAN ERKLÄRT IHM, DASS ES SICH BEI DEM MANN SEHR WAHR¬SCHEINLICH UM DENSELBEN TÄTER HANDELT, DER VOR EINER WOCHE IN DER BADI STÄFA KINDER MISSHANDELT HABE. EIN DICKER FISCH MEINTE DER POLIZIST UND LOBTE APOLLO 4 FÜR SEINE AUFMERK¬SAMKEIT.

PROSTITUIERTE.
DIESEN RAPPORT HABE ICH AUSGESUCHT, WEIL ER IN SACHEN DROGEN¬ELEND DOCH SEHR GENAU DIE REALITÄTEN AUFZEIGT. EBENSO GEHT DARAUS HERVOR, WIE SEHR DIESES ELEND AN DEN BEWACHERN NAGTE. KEIN MENSCH IST VON ANFANG AN SO ABGEBRÜHT UND UNGERÜHRT, WIE ER SICH NACH AUSSEN HIN GIBT. ERST NACH EIN ODER ZWEI JAHREN NIMMT MAN DIESE SACHLAGEN, NA SAGEN WIR MAL "COOL". DIESE COOLHEIT IST ES AUCH SPÄTER, DIE DEN PASSANTEN BEIM ZU¬SCHAUEN DEN KOPF SCHÜTTELN LASSEN.
RAPPORT: 19.03.1992 (N)
UM 22.45 SEHE ICH EINE UNS BEKANNTE STRICHERIN BEIM POST¬GEBÄUDE AUF DEN BODEN PINKELN. DIE HOSEN HAT SIE GANZ AUS¬GEZOGEN. ICH ERMAHNTE SIE. DIES SEI EINE SAUEREI. ES HABEN MEHRERE PERSONEN ZUGESEHEN. ALS SIE AUFSTEHT SCHLÄGT SIE MIR IHRE HOSEN INS GESICHT UND AUCH EINE PLASTIK-TASCHE IN DER ICH SPRITZEN VERMUTETE. DA HABE ICH IHR AUCH EINE GESCHMIERT UND BIN WEGGEGANGEN. SIE SCHRIE NOCH LANGE HINTER MIR HER. ICH HATTE FEIERABEND.
---- UM 23.30 WOLLTE ICH MEIN AUTO AUF UNSEREM PARKPLATZ HOLEN. DA ERWARTETE DIE FIXERIN MICH MIT EINEM IHR BEKANNTEN FREIER ODER ZUHÄLTER. SIE BEHAUPTETEN, ICH HATTE SIE BRUTAL ZUSAM¬MEN GESCHLAGEN. SIE WOLLTEN MEINEN NAMEN UND SAGTEN, SIE MACHEN STRAFANZEIGE GEGEN MICH. SIE BLUTETE AUCH AUS DEM MUND UND SIE IST, SO GLAUBTE ICH, ERST NACH UNSERER ERSTEN BEGEGNUNG ZUSAMMEN-GESCHLAGEN WORDEN. ICH VERMUTE AUCH, DASS SIE NUR ZU GELD KOMMEN WOLLTE. DER MANN NAHM MIR MEINEN AUSWEIS WEG UND VERSCHWAND MIT DER FIXERIN RICH-TUNG SIHLQUAI. ICH MÖCHTE FESTHALTEN, DASS ICH DIE FRAU NUR EINMAL UND ZWAR GENAU ÜBER DEM LINKEN OHR GETROFFEN HABE. ANMERKUNG PERSÖNLICH: WENN ICH WEGEN DIESER SACHE ANGEKLAGT WERDE, DANN KÜNDIGE ICH.

DROGEN - TOTER:
TOTE GEHÖREN ZUM GLÜCK NICHT ZU UNSEREM ALLTAG. TROTZDEM SAHEN DIE MEISTEN BEWACHER SCHON TOTE. OB SELBSTMÖRDER, DIE SICH VOR EINEN ZUG WARFEN UND DEREN EINZELNE GLIEDER DURCH DEN BEWACHER AUF DER SCHIENE EINGESAMMELT WURDEN, ODER DIE DROGENTOTEN BIS ZUM HERZTODEN, WELCHER AUS DEM ZUG GEHOLT WERDEN MUSSTE. ICH STELLTE ABER ÖFTERS FEST, DASS ERLEBNISSE MIT LEICHEN VON UNSEREN LEUTEN SCHNELLER VERDAUT WURDEN, ALS ZUM BEISPIEL PERSÖNLICHE ANGRIFFE AUF EINEN EINZELNEN BEWACHER.
RAPPORT VOM 11.09.92 DER ZENTRALEN-FÜHRER-DIENST A 2
11.04 APOLLO 2 FUNKT. IN DER SIHL, BEI DER BRÜCKE LIEGT EIN TOTER, AUF
DEM BAUCH IM WASSER LIEGEND.
11.05 KAPO VERSTÄNDIGT. HERR GREUTER GEHT SELBST ZUM ORT.
11.01 Hr. xxxx VERLANGT APOLLO 2 UND ABSPERRBAND, UM DIE ANLIEFERUNGS-BRÜCKE ZU SPERREN. BARRIEREN NICHT MEHR ÖFFNEN!
11.20 APOLLO 2 FUNKT, DASS DIE POLIZEI, FEUERWEHR UND ANDERE LEUTE AUF DER BRÜCKE SIND. (AUCH EIN BLICK¬REPORTER)
11.23 SANITÄT IST EINGETROFFEN.
11.55 Hr. xxxx FUNKT, DASS ER UND APOLLO 2 MIT ZWEI FEUERWEHRLEUTEN NUN DIE LEICHE AUS DEM WASSER HOLEN WERDE.
12.45 DER MANN WURDE NOCH 20 MIN. LANG MIT WIEDER¬BELEBUNGSVERSUCHEN BEHANDELT, ERGEBNISLOS.
13.30 Hr. xxxx MELDET, NOCH 2 ZIVILPOLIZISTEN AUF DER BRÜCKE. DER TOTE IST EIN BEKANNTER DRÖGELER ZIRKA 21-JÄHRIG.

-------------------------
Also je nach Echo, könnte ich noch mehr Auszüge hier einstellen...?

thai.fun

RE: Drogen und aehnliches

#4 von scubath , 10.08.2010 00:32

Zitat von thai.fun
Da ich ja Zeit habe und Beiträge Schwund herrscht,
geb mal einen kleinen Original Ausschnitt aus meinem Buch das ich 1996 geschrieben habe, aber nicht veröffentlichen durfte hier "ungefragt" zum besten: Leider hab ich im Entwurf aus dem ich hier kopiere (Das Original ist in PDF) nur in Grossbuchstaben geschrieben! Aber alles und jedes Wort in nachfolgend Zitiertem ist Original!



ungefragt aber erwuenscht denke ich, lieber max waere das nicht eine moeglichkeit dein "buch" hier online zu bringen. deinerseits jederzeit das recht die beitraege wieder zu entfernen oder zu edditieren versteht sich von selbst.
dieses thema war vor 20 jahren und wird auch in zukunft an der tagesordnung sein. deswegen halte ich es fuer sehr wichtig das menschen die direkt damit zu tun haben oder hatten ihre erlebnisse oder sicht der oeffentlichkeit kundtun. haben wir da nicht auch einen entfernten "kollegen" der sicher einiges zum thema bringen koennte hier im 4um ? und wer weiss, eventuell lesen wir ja auch mal die meinung von der "anderen" seite.
gruss jan

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RE: Drogen und aehnliches

#5 von Rong Kwang ( gelöscht ) , 10.08.2010 02:18

Rong Kwang

RE: Drogen und aehnliches

#6 von Somprit , 10.08.2010 06:32

... nun lieber @thai.fun-Max, in diesem Zusammenhang der "Drogen im allgemeinen" möchte ich die Begriffe: Ruhe & Zeit weniger oder kaum hervorheben die Bezeichnung Konsequenz .... tja welche ...?
Dieses Problem mit den Drogen verfügt über unzählige Facetten , fängt in der HiSo an und endet im untersten nur denkbaren sozialen Bereich ...

@Allgeier, dieser Film entspricht der Realität, glaube es mir. ICH kenne dieses Metier sehr genau, möchte fast sagen ZU GENAU & INTENSIV!
Ich habe sehr viele Jahre in diesem Milieu der Junkies sowie der Dealer jeglicher Größenordnung verbracht, … ein „Milieu“, welches gar in meinem engsten Familienkreis Einzug hielt … und ich es ZU SPÄT bemerkte.
Wenn dieses Problem der Droge von einem Menschen Besitz ergriffen hat … gibt es meiner Meinung nach keine 100 %ig Rettung, Rückkehr, man(n) kann nur regulierend, mäßigend mit der ständigen Gefahr einer sehr schroffen Welle, einem ständigen Auf & Nieder, eingreifen…

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RE: Drogen und aehnliches

#7 von Allgeier , 10.08.2010 12:40

Irgendwo habe ich mal gelesen das die engsten Familienanghoerigen die Drogensucht am spaetesten bemerken. Komisch eigentlich, die muessten doch die Veraenderungen am besten feststellen. Oder wenn man es merkt, ist es vielleicht schon zu spaet. Ich habe da keine Ahnung.
Vielleicht kann der der Somprit mehr davon erzaehlen. (Wenn es dir nicht zu persoenlich ist).

Oder die Kinder probieren irgendwas aus und kommen dann nicht mehr weg davon. In meiner Zeit wo ich in Indien war, da habe ich gerne auch einen geraucht, hatte aber nie das Gefuehl das es mehr sein muss als das.

Die paar Zeilen wo der thai-fun geschrieben hat. Was soll ich dazu schreiben. Diese Art Beruf waere glaube ich nichts fuer mich. Oder man stumpft mit der Zeit so ab, das einem sollches nicht's mehr ausmacht. Dann lieber im Schlachthof.

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RE: Drogen und aehnliches

#8 von Hotjob ( Gast ) , 10.08.2010 16:14

Habe gestern den Film "Christiane F, Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" angeschaut. Und frage mich jetzt, ob der Unterschied zwischen Film und Wirklichkeit verschieden ist. Ich denke der thai-fun weiss da genau bescheid.

Ich persöhnlich kenne den " Berliner Bahnhof Zoo " noch aus den 80igern. Der Film zeigt meines erachtens nur die Spitze vom Eisberg. Wenn überhaupt !! Die Realität sah damals ganz anders und schlimmer aus.
Als Zugreisender aus dem Westen landete man , ob man wollte oder nicht, in Berlin am Bahnhof Zoo. Habe damals ab und zu Bekannte vom Bahnhof abgeholt und jedesmal wurde ich, ob ich es wollte oder nicht, mit Drogen und Kinderprostitution konfrontiert. Ich weiss bis heute nicht warum der Staat dort nicht härter zugegriffen hat.
Selbst heute, für jederman nachzuprüfen, geben sich Dealer und Junkies am Bahnhof Zoo die Hand. Auf der Rückseite vom Bahnhof Zoo spielt sich der Jungenstrich ab. Und das mitten drinn in der Bundesdeutschen Hauptstadt. Das muss man sich mal vorstellen. Ab und zu hört man in den Medien von irgendwelchen Einsätzen gegen Drogen und Prostitution. Gottseidank wird der Bahnhof Zoo in Berlin nicht mehr so stark Frequentiert weil seit 3 Jahren der neue Hauptbahnhof in Berlin fertig ist. Bis jetzt ist dort von Junkies und Prostituierten nichts zu sehen.
Wohl nur eine frage der Zeit !!!

Hotjob

RE: Drogen und aehnliches

#9 von Allgeier , 10.08.2010 18:21

Wenn der Hotjob sagt das ist nur die Spitze des Eisberges, dann kann man das wohl mit der Strandprominade in Pattaya vergleichen, oder nicht?
Und wenn 13 jaehrige auf den Strich am Bahnhof gehen, das bekommt doch auch jeder mit?!
Auf der einen Seite regen wir uns ueber auf die Thais oder ihrer Kultur auf, aber wenn man dann genauer hinschaut, dann ist es doch bei uns auch nicht besser.

Bin mal irgendwie in einm Berliner Forum gelandet, dort war die Rede das in Berlin jeden Tag irgendwo ein Auto angezuendet wird. Oder das man in bestimmten Vierteln nicht sicher ist. Sowas kann ich mir alles nicht vorstellen.

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RE: Drogen und aehnliches

#10 von Hotjob ( Gast ) , 10.08.2010 19:09

Lieber Allgeier,
nun ja, den Berliner Bahnhof Zoo würde ich nicht gleich mit der Strandpromenade in Pattaya vergleichen. Wäre etwas zuviel des guten !
Und das in Berlin jeden Tag ein Auto, eins nur ??, angezündet wird gehört dort leider schon zur normalität.
Wo will oder besser gefragt, wo kann man überhaupt noch hin ??
Ein kleines Beispiel gefällig ? Wir besitzen seit gut 20 Jahren eine Eigentumswohnung an der Pazifikküste im Los Angeles County. Und zwar in Marina del Rey . 1990 war es dort Super. Tolle Menschen dort. Viele Sportmöglichkeiten, spitzen Restaurants. Dann kamen die Schwarzen Gangs mit Ihren Nutten. Dann die Mexicaner mit Waffen und Nutten. Und letztendlich die Portorikaner Mit Waffen, Drogen und Nutten.
Vorbei wars mit der Gemütlichkeit. Häuser , Wohnungen und Grundstücke verloren enorm an Wert.
Erst in den letzten 3 Jahren , Mit Hilfe des Gouverneurs Arnold Schwarzenegger und der Polizei ist es wieder ruhig dort geworden. Aber zu Ende ist es noch nicht.
Fazit, jedes Land hat seine Dunklen Seiten. Seine Probleme. Seine Kriminalität !!
Fang aber jetzt gar nicht an Dir das alles vorzustellen. Du würdest es nicht verkraften !!

Hotjob

RE: Drogen und aehnliches

#11 von thai.fun ( Gast ) , 11.08.2010 02:47

Zitat von Somprit
... nun lieber @thai.fun-Max, in diesem Zusammenhang der "Drogen im allgemeinen" möchte ich die Begriffe: Ruhe & Zeit weniger oder kaum hervorheben die Bezeichnung Konsequenz .... tja welche ...?



Also ich erkläre an einem Beispiel was der Buchtitel Mit Ruhe Zeit und Konsequenz aussagen soll und woher er kommt!

Eine Fixerin sass im Bahnhof in einer Ecke des Perons im UG und wollte sich gerade eine Nadel setzen als ein Polizist auftaucht.
Nun kann es zwei Szenarien geben:

(1) Man/n tritt der Frau die Sprize aus der Hand, stellt sie harsch auf die Beine und verlässt unter den Augen der Passanten mit der Frau im Hebelgriff den Schauplatz und entlässt die Fixerin ausserhalb des Bahngeländes mit den Worten, das nächste mal Knallt's!
- Nun, die Fixerin hat sich keine Droge mehr Spritzen können, sie hat auch keine weitere Droge mehr, und so geht nun schnurstracks auf die Suche nach Zaster. Schnell schnell 3x50 Mäuse ohne Kondom machen, oder ein Kleid im Laden Doppelanziehen und an der nächsten Ecke verschachern, und ab zum Dealer, nochmals 160.- Franken für den unendlich nötigen Schuss ausgeben..... um zu überleben, oder so!

(2) Man/n lässt die Fixerin in Ruhe noch die Spritze setzen. Man/n gibt der Frau Zeit alles zusammen zu räumen und zu gehen und tritt in den Hintergrund damit die Fixerin ruhig den Schauplatz verlassen kann! Man/n ist aber Konsequent im Auftrag und beobachtet ob die Frau aufgeräumt hat und sie verschwunden ist, sonst hilft man/n nun nach!
- Nun, die Fixerin konnte ihre Droge die sie ja so oder so braucht einnehmen, den Schauplatz nicht wie eine "Hexe" unter den Blicken der Zuschauer verlassen, ist für heute "Aufgestellt", geht zu Freunden und geniesst alles, kann vielleicht heute auch noch ihrem Nebenjob nachgehen, bis zum nächsten Schuss oder Tag, oder so!

Also nochmals kurz!
Man/n geht ein Problem in Ruhe an, man nimmt sich Zeit das Problem zu lösen, ist aber Konsequent im Auftrag!
In Zürich wurde dieser, mein Leitsatz 1989 an meine 50 Mann starke Truppe, auch in der Presse aufgegriffen und ich hatte mein Fett, aber in guten weg!

thai.fun

RE: Drogen und aehnliches

#12 von Binturong , 12.08.2010 11:04

Aber Thaifun,

deine Berichte musste ich gestern schon drei- viermal lesen.
Den Fixern hilft man mit dieser Strategie ja ungemein.
Aber ich glaube auch, dass dadurch viele Polizisten öfters mal zum Psychiater mussten.
Ist es doch so gegen deren eigenem Antrieb gegen das Schlechte vor zu gehen.
Über „Beihilfe zu einer Straftat“ habt ihr dort wahrscheinlich sehr lange auch diskutiert.
Die ganze Problematik wurde von der Politik nicht ernst genug genommen und wurde so auf die Bahnhofs- oder Polizei übertragen?

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RE: Drogen und aehnliches

#13 von Hotjob ( Gast ) , 12.08.2010 12:42

Lieber Binturong,

ich konnte das geschreibe von Thaifun bloss bis zum ersten drittel lesen. Also nicht drei oder vier mal wie Du !!
Mir wurde einfach nicht klar was der Verfasser mir sagen wollte.

Und was Du schreibst,: Die ganze Problematik wurde von der Politik nicht ernst genug genommen und wurde so auf die Bahnhofs- oder Polizei übertragen?.:
So einfach kannst Du über so ein kompaktes Thema nicht urteilen !!
Glaub mir, ich weiss wovon ich hier spreche.

Und Thaifun, ich persöhnlich halte Dich für einen wahnsinnig guten Telefonseelsorger !! Hast Du schon erfahrung darin ??

Hotjob

Hotjob

RE: Drogen und aehnliches

#14 von Binturong , 12.08.2010 13:22

Siehst du Hotjob,

wenn man nicht alles ließt, kann man auch nicht alles verstehen.

Bist du dir sicher, dass du dich mit dieser Problematik genauso intensiv wie thai.fun auseinander gesetzt hast?

Da antwortet dir thai.fun sicherlich noch darauf.

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RE: Drogen und aehnliches

#15 von Hotjob ( Gast ) , 12.08.2010 13:37

Von welcher "Problematik" redest Du eigentlich ??

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