Krankenversicherung für Thailand

#1 von teddybe ( Gast ) , 14.09.2009 08:40

FAQ: Krankenversicherung in Thailand
Antworten auf Fragen, die mir immer wieder gestellt werden. Auch wenn es etwas Viel ist, nehmen Sie sich Zeit. Natürlich ist dies nur eine Erst-Information. Eine Check-Liste am Ende soll Ihnen zeigen, worauf Sie besonders achten sollten.
„Wenn ich erst einmal richtig krank bin, fliege ich eben einfach heim!“
Diesen Satz hört man immer wieder. Auch die Gesundheitsreform nutzt nur wenig, wenn es einmal richtig ernst wird. Wir müssen uns nicht unbedingt wegen eines Arm- oder Beinbruches versichern; das kann man noch gut vom Ersparten zahlen. Was ist aber, wenn sich dann plötzlich und unerwartet ein schwerer Unfall ereignet? Ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall, wie schnell kann das passieren.
Dann fliegen Sie nicht mal eben heim!
Dann heißt es schnelle Hilfe und kompetente Ärzte sofort zur Hand zu haben! Und auch das ist in Thailand nicht mehr billig. Sicher haben Sie genug Geschichten gehört, wo weder eine Krankenversicherung vorhanden noch ausreichend Deckung auf der Kreditkarte war. Glauben Sie nicht, dass im Notfall die Botschaft eintritt! Ist auch verständlich. Ihre Chancen auf Genesung sind dann äußerst gering.
„Ich bin doch in der Heimat bestens versichert, was soll da schon passieren!“
Wenn Sie nicht in einer Privatkasse weltweit versichert sind, passiert da auch wirklich garnichts! Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und Thailand. Somit sind deutsche Krankenkassen von Leistungen hier frei!!
Somit sollte eigentlich jeder vernünftig denkende Mensch darum bemüht sein, ausreichend, zumindest aber krankenversichert zu sein. Sonderbar, etliche Leute versichern ihr Auto first-class, Haus- und Hausrat sind oft überreichlich versichert aber eine Krankenversicherung?
„Welche Versicherung ist für mich die richtige?“
Eine pauschale Antwort ist da nicht möglich. Meist wird immer erst nach dem Preis gefragt. Da ist es so wie mit einem Auto-Kauf, der Eine ist mit einem Kleinwagen durchaus zufrieden, bei dem Anderen sollte es aber schon die Oberklasse sein.
Fragen Sie sich zunächst einmal, was Sie wollen. Sie können das Allernötigste absichern aber auch eine „First-Class-Versicherung“ abschließen. Da spielen dann die persönlichen Verhältnisse eine große Rolle – auch die finanziellen.
Es gibt weltweit tätige Versicherungsunternehmen, die einen äußerst guten Ruf genießen aber leider auch sehr teuer sind, da diese nicht auf die doch noch relativ preiswerten Kosten hier in Thailand Rücksicht nehmen. Dort sind Sie aber sicher gut aufgehoben; oft bieten diese Versicherungen auch eine deutschsprechende Hotline an. Dies ist mehr als wichtig. Auch wenn Sie hervorragend englisch sprechen – in einem medizinischen Notfall versagen dann sehr oft die Sprachkenntnisse.
Es gibt hier in Thailand, man soll es kaum glauben, sehr gute Krankenversicherungen; teils Tochtergesellschaften von internationalen Konzernen oder aber auch reine „Thai-Versicherungen“. Wie gut eine Versicherung wirklich ist, erfährt man meist leider erst im Leistungsfall – und dann ist es oft zu spät.
Mein Rat: Fragen Sie in ihrem Bekanntenkreis herum und lassen Sie sich Erfahrungen schildern. Dann trennt sich oft schon die Spreu vom Weizen. Hinterfragen Sie aber auch die Erfahrungen. Oft sind es nämlich die Versicherten, die durch falsche Angaben etc. Versicherungen von der Leistung frei stellen.
Fragen Sie auch, wie Ihre Bekannten betreut werden. An wen man sich im Leistungsfall wenden kann, wenn man einen persönlichen Ansprechpartner braucht.
Lassen Sie sich auch nicht von noch so günstigen Preisen blenden, schauen Sie sehr genau nach, was wirklich versichert ist und in welcher Höhe!! Lassen Sie sich auch nicht von unsinnigen Versprechungen blenden. So bietet eine Versicherung, natürlich fett gedruckt, an, auch bei HIV zu zahlen. Liest man einmal richtig die Versicherungsbedingungen, sieht man dann, dass da die Lebenshöchstleistung doch nur 20.000 Dollar sind. Das ist nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein.
Vor einem Abschluss fragen Sie! Fragen Sie nochmals und zwar solange, bis alle Ihre Fragen nicht nur beantwortet sind, sondern Sie auch wissen, wo Sie das nachlesen können.
„Ich bin viel zu alt, mich nimmt doch keine Versicherung mehr!“
So stimmt das nun auch wieder nicht. Sicher gibt es Versicherungen, die ein Höchsteintrittsalter haben, meist 65 Jahre. Andere aber nehmen Sie auch noch auf, wenn Sie 74 sind oder, zumindest eine, kennt kein Höchsteintrittsalter.
„Ich habe Vorerkrankungen, was dann?“
Vorerkrankungen werden, je nach Fall, entweder komplett oder aber auf Zeit ausgeschlossen. Machen Sie aber bitte nicht den Fehler, Vorerkrankungen zu verschweigen, selbst dann nicht, wenn der Vertreter der Versicherung (soll wohl schon vorgekommen sein) dazu rät. Die Versicherung ist sofort von Leistungen frei, wenn sich herausstellt, dass solche Vorerkrankungen verschwiegen wurden.
Ein Beispiel: Herr H. hatte vor 30 Jahren einmal, wirklich nur einmal, ein Problemchen mit Hämorrhoiden, dachte nicht mal mehr daran, was auch verständlich ist. Nun aber, 30 Jahre später ein richtiges Problem. Es bessert sich auch nach Tagen nicht, Salben etc. bleiben wirkungslos. Der Arzt im Krankenhaus fragt halt, ob Sie schon mal so etwas hatten. „Ach ja, vor 30 Jahren….“. Und schon steht es im Untersuchungsbericht, den sofort die Versicherung erhält, da diese ja die Leistung prüfen muss.
Die Versicherung kann einen noch so guten Ruf haben, sie wird nicht zahlen. Es geht manchmal dabei nicht eben nur um 10.000 Bath, da kommen auch bei Hämorrhoiden schnell mal 70.000 oder 80.000 Bath zusammen, sobald operiert werden muss.
„Was muss ich unter Fall- und Lebenshöchstsumme verstehen“
Anders als z.B. in Deutschland, hier kommen alle Beiträge in einen großen Topf, woraus dann eben die Leistungen bezahlt werden, gleich wie hoch diese auch sind, wird bei Versicherungen, die ihren Ursprung oft in angelsächsischen Ländern haben, die Einzelkalkulation vorgenommen.
Eine „Fall-Höchstgrenze“ ist die Summe, die maximal für eine einzelne Erkrankung gezahlt wird. Die „Lebenshöchstgrenze“ ist die, welche maximal während der Versicherungsdauer überhaupt gezahlt wird.
Achten Sie auf die Höhe dieser Summe. Was nutzt es, wenn Sie eine Fall-Höchstsumme von 100.000 Bath haben? Oder eine Lebenshöchstgrenze von 2 Mio.?
Diese Einzelkalkulation hat auch Vorteile. Meist sind die Erhöhungen der Prämien nicht so schnell zu erwarten. Etliche Versicherungen in Thailand haben stabile Prämien seit 6 und mehr Jahren. Und in Europa?
„Ich lege eine gewisse Summe im Jahr zurück, das wird schon reichen!“
So? Und wie hoch ist die Summe, welche da zurückgelegt werden soll? Irgendjemand hat mal von 100.000 Bath gesprochen. Schön, nur jedes Jahr 100.000 Bath sind in 10 Jahren, in ZEHN Jahren auch nur 1 Mio. Wünschen wir uns nicht alle, dass wir eine Versicherung nie brauchen? Nur was ist, wenn? Wie schnell ist da 1 Mio. verbraucht (Ich spreche da aus eigener Erfahrung, war aber gut versichert)!
Und, wenn Sie in der Lage sein sollten, 1 Mio bei der Bank anzulegen, können Sie den Beitrag u.U. von den Zinsen zahlen und haben die Million immer noch im Schadenfall.
„Wie schnell steigen die Prämien?“
Im Normalfall, wenn die Preissteigerung nicht allzu hoch ist, bei den meisten Versicherungen in 5-Jahres-Schritten.
Gibt es einen Bonus, wenn ich die Versicherung nicht in Anspruch nehme?
Ja, einige Gesellschaften machen dies. Fragen!
„Kann ich das im Alter überhaupt noch zahlen oder kündigt mir die Versicherung?“
Leider wird man allgemein im Alter etwas anfälliger für Krankheiten, hinzu kommt noch, dass dann auch die Heilung langsamer fortschreitet. Das fließt natürlich in die Kalkulationen der Versicherungen mit ein. Es gibt aber bei einigen Versicherungs-gesellschaften die Möglichkeit, diese Erhöhungen zu kompensieren, indem man einen jährlichen „Eigenanteil“ vereinbart. Dann zahlen Sie z.B. die ersten 40.000 Bath selbst und der Beitrag wird um 25 % niedriger. Dies ist aber von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich. Achten Sie aber darauf! Achten Sie vor allem darauf, daß es ein jährlicher Eigenanteil ist und nicht ein Anteil, der bei jedem Fall zu zahlen ist!
Bei einigen Versicherungsgesellschaften endet die Möglichkeit zur Absicherung in einem bestimmten Alter. Manche versprechen evtl. auch Weiterversicherung. Lassen Sie sich wieder das Kleingedruckte zeigen. Gibt es eine Garantie?
Es gibt aber Gesellschaften, die Ihnen eine lebenslange Weiterversicherung garantieren. Wie wichtig das ist, merkt man allerdings erst dann, wenn man einmal einen erheblichen Schaden hatte und dann im Alter versucht, die Versicherung zu wechseln.
„Muss ich mich hier in Thailand ambulant absichern?“
Auch das ist eine Frage der Kalkulation. Lassen Sie sich doch ein Angebot machen, was Sie bei Ausschluss der ambulanten Absicherung sparen. Dann entscheiden Sie.
Mein persönlicher Rat: Die Kosten für die ambulante Behandlung sind hier in Thailand doch noch sehr erschwinglich, je nachdem wo Sie zu Hause sind. Hier bringt Ihnen das Weglassen der ambulanten Absicherungen einen Preisvorteil je nach Gesellschaft von bis zu 20 %.
„Und was ist, wenn ich zur Dialyse müsste, die ja ambulant durchgeführt wird?“
Fragen Sie Ihren Vertreter der Gesellschaft genau danach! Von einer Gesellschaft weiß ich, dass diese auch Dialyse dann zahlt, wenn Sie nur stationär abgesichert sind. Lassen Sie sich diesen Passus in den Bedingungen zeigen. Wenn da das Wort „kann“ auftaucht, lesen Sie es erst mal als „nein“.
„Was ist bei einer notwendigen Organ-Transplantation?“
Nein, schieben Sie das nicht so weit weg. Was ist, wenn es dann doch sein muss? Wir haben hier in Asien das große Glück, dass wir meist nicht allzu lange auf eine Transplantation warten müssen. Die Kosten sind schon erheblich.
Fragen Sie die Versicherung! Fragen Sie aber auch, ob der Spender bezahlt wird. Von einer Gesellschaft ist bekannt, dass dies so garantiert wird.
„Wenn ich erst einmal ernsthaft krank werde, kündigt mir die Versicherung oder erhöht die Prämien unverschämt?“
Auch hier sollten Sie sich das „Kleingedruckte“ zeigen lassen. Es gibt durchaus Gesellschaften, die auf das Kündigungsrecht verzichten. Nicht nur versprechen lassen, nachlesen!
Die Wenigsten, auch viele Vertreter von Versicherungen, wissen nicht, dass durch das Departement of Insurance im Jahr 2007 festgelegt wurde, dass Prämien um nicht mehr als 25 % angehoben werden dürfen, gleich wie hoch der Schaden ist. Dies gilt natürlich nur für Versicherungen mit Sitz in Thailand. Leider finden einige Versicherungs-gesellschaften aber auch hier Möglichkeiten, dies zu umgehen. Daher ist die Weiterversicherungsgarantie, also nicht nur das Versprechen, wichtig.
„Ist eine ausländische Versicherung nicht besser?“
Eine sehr heikle Frage! Solange Sie keine Probleme im Leistungsfall mit der Gesellschaft haben, stellt sich diese nicht. Reden wir von einem sehr kostenintensiven Fall. Nehmen wir einmal an, Sie seien bei einer ausländischen Versicherung mit bestem Ruf versichert. Aber gerade in Ihrem Fall wird die Leistung ganz oder teilweise verweigert. Was dann?
Wollen Sie in England, der Schweiz, in Deutschland, Hongkong oder von mir aus auch in Timbuktu Ihre Rechte einklagen? Es wird nicht nur sehr teuer, der Ausgang eines solchen langwierigen Verfahrens ist immer ungewiss. Und ob Sie noch den Ausgang eines Verfahrens erleben, ist auch nicht sicher. Es wird bis zur letzten Instanz geklagt.
Völlig anders mit einer Versicherung, deren Sitz Thailand ist. Es wundert aber es ist wahr – und das sage ich aus eigener Erfahrung.
Nehmen Sie Ihre Unterlagen, gehen Sie zum „Departement of Insurance“, Büros in jeder Provinz, meist auch mit englisch-sprechendem Personal. In Bangkok spricht man sicher englisch. Lassen Sie Ihren Fall prüfen. Hier in Chiangmai geschieht das sofort. Das Ergebnis, völlig neutral, wobei man eher auf der Seite des Versicherten steht, wird Ihnen und der Gesellschaft mitgeteilt, dieser telefonisch. Ich kenne noch keinen Fall, in welchem nach dieser Entscheidung die Versicherung die Zahlung verweigert hätte, sofern Sie im Recht sind.
Dazu folgende Erklärung: Das Departement of Insurance ist mit dem deutschen Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen zu vergleichen; mit einem entscheidenden Unterschied: hier in Thailand hat dieses Amt wirkliche Macht.
Nennen Sie mir eine Gesellschaft, die Ärger mit einer solchen Behörde haben möchte – zumal dann, wenn festgestellt ist, dass Sie, der Kunde, im Recht sind. Die Folgen einer Nichtbeachtung einer solchen Entscheidung sind äußerst unangenehm.
„Sogenannte Gruppenversicherungen sind doch meist preiswerter.“
Oft ist es eine Firma, welche Versicherungen vermittelt, die mit einer Versicherungsgesellschaft einen Gruppenvertrag aushandelt. „Wir bringen viele Kunden und dafür erwarten wir auch einen entsprechenden Nachlass“. Soweit, so gut. Was ist aber, wenn die Versicherungsgesellschaft diesen Vertrag dem Vermittler aufkündigt oder die Prämien erheblich anhebt? Dann können Sie nur hoffen, dass die Vermittlungsfirma Ersatz findet – meist aber nicht zu den Konditionen, die es einmal gab. Und Garantien, dass dies nicht geschieht, gibt Ihnen der Vermittler keine, wie auch?
„Soll ich mich mit Weltgeltung versichern?“
Sind Sie finanziell so gut gestellt, dass Ihnen die Prämien gleichgültig sind, machen Sie es.
Mein persönlicher Rat: Die Fall- und Lebenshöchstgrenzen der meisten Versicherungen hier in Thailand sind für Thailand ausreichend, wenn denn dann keine Mini-Summen. Für das Ausland – und schon gar nicht für Hochpreisländer reichen diese Summen zumeist nicht. Interessant ist, dass bei Ausschluss der Länder USA, Hongkong, Japan, EU und Schweiz meist noch Prämien-Nachlässe gewährt werden. Hiervon kann man dann gut und gerne die Reiseversicherung zahlen.
Es ist meiner Meinung nach besser, eine Reiseversicherung abzuschließen, was recht schnell, problemlos und preiswert ist.
In einem Leistungsfall werden dann auch Fall- und Lebenshöchstgrenzen der Krankenversicherung nicht angetastet.
„Bei Rückkehr in die Schweiz oder nach Deutschland bin ich wieder versichert.“
Stimmt! Seit der Gesundheitsreform in Deutschland muss Sie auch da sofort die Versicherung wieder aufnehmen, in welcher Sie vor Abreise versichert waren, gleich welcher Gesundheitszustand vorliegt. Dies gilt nun auch für Privatversicherungen, bei welchen keine Anwartschaft vereinbart wurde, hier allerdings in einem Basis-Tarif.
„Derzeit bin ich finanziell nicht in der Lage eine sehr gute Versicherung abzuschließen, gibt es Alternativen?“
In beschränktem Maße gibt es hier Alternativen. Man muss natürlich bei den Leistungen berücksichtigen, dass diese doch sehr eingeschränkt sind aber immer noch besser als überhaupt nicht versichert.
„Meine Thai-Partnerin hat ja die „30-Bath-Versicherung“, soll ich trotzdem für sie eine Versicherung abschließen“
Ohne Wenn und Aber: JA! Erfahrungen lehren leider, dass es mit der Versorgung in der freien Heilfürsorge oft doch nicht soweit her ist. Ich erspare mir, darauf weiter einzugehen. (Zum Schluss zahlt dann der Partner ja doch…)
Gerade für Thai-Angehörige, die man ja auch gut versorgt wissen möchte, bieten sich preiswerte Versicherungen an, deren Leistungsumfang für uns selbst eigentlich nicht ausreichend ist. Wichtig ist aber, dass der Versicherte im Ernstfall als Privat-Patient aufgenommen und behandelt wird. Da werden auch dann keine Operationen herausgeschoben.
Da diese Versicherungen, zumindest die, welche ich kenne, zeitlich begrenzt sind (zahlt nur bis zu 45 Tagen Krankenhaus), ist dies aber auch kein Problem, da in dieser Zeit das Wesentlichste wohl erledigt ist. Die freie Heilfürsorge kann, wenn es überhaupt länger dauert, dann immer noch in Anspruch genommen werden.
Allerdings gibt es bei dieser Versicherung keine lebenslange Versicherungsgarantie. Auch die Gesellschaft kann jährlich kündigen.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich weder Vertreter noch Agent einer Versicherung bin. Alle Angaben habe ich nach bestem Wissen gemacht. Weitere Fragen oder Anregungen nehme ich gerne entgegen. Schreiben Sie mir bitte eine Mail: bertsch.f@gmail.com
Schlussendlich wünsche ich Ihnen, dass Sie gut versichert sind, damit beruhigt schlafen und hoffe, dass Sie eine Versicherung nie wirklich brauchen werden.
Ihr
F.W. Bertsch
Chiangmai, 29.4.2009
Check-Liste
Diese Check-Liste soll Ihnen helfen, vor Abschluss einer Versicherung die richtige Entscheidung zu treffen.
1. Kennen Bekannte oder Freunde diese Versicherung?
2. Wie ist der allgemeine Ruf dieser Versicherung?
3. Gibt es Informationen in deutscher Sprache?
4. Wie ist die Beratung?
5. Findet eine Betreuung auch im Leistungsfall in deutscher Sprache statt?
6. Welche Fall- und Lebenshöchstgrenzen werden angeboten?
7. Gibt es eine lebenslange Weiterversicherungs-Garantie auch bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes?
8. Werden Organtransplantationen gezahlt? Auch der Spender?
9. Wird auch eine Chemo-Therapie gezahlt?
10. Werden Physiotherapeuten, Chiropraktiker, Akkupunktour gezahlt?
11. Wird nach einem Krankenhausaufenthalt die Weiterpflege zu Hause gezahlt? Wie lange?
12. Kann ich Ambulanz und/oder Länder bei Preisnachlass ausschließen? Wie hoch ist der Nachlaß?
13. Ist eine Selbstbeteiligung bei Prämiennachlass möglich? Wie hoch?
14. Muss ich meinen Jahresbeitrag schon bei Antragstellung zahlen?

________________________________________


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teddybe

RE: Krankenversicherung für Thailand

#2 von Somprit , 31.05.2010 21:32

... eigentlich widerstrebt es mir ganz gewaltig, des "Teddy`s" Werbung hier wieder mal neues Leben einzuhauchen, aber ....

… hier mal ein Denkanstoß, wie steht ihr hier zu dieser „Forderung“ des H-Konsul, Herrn Naumann, Phuket?

Wie wird ggf. Thailand reagieren… ist es nicht eine Möglichkeit den weiteren Zustrom der „heiß geliebten Langnasen“ einzudämmen, gar für massenhafte Abflüge derselben zu sorgen ….?

Grund, ganz einfach, mal dort nachlesen: http://phuketwan.com/tourism/live-update...uls-meet-12543/
… ich denke, dass diese „Idee/Vorschlag“ des H-Konsuls, Herrn Naumann, im Zusammenhang des Treffens mit den Thaibehörden erfolgte, in welchem diese ihre „Blackliste“ der Farang-Gesetzesübertreter öffentlich machten ….

Wie meinte Herr Naumann sinngemäß doch so treffend, - unterstützt von der irischen H-Konsulin - …. nun mancher wird es „anmaßend“ sehen …:

Zitat
Wer mit einem Non-Immi-O-Familien/Rentner-Visum nach Thailand kommt, sollte verpflichtet sein, eine ausreichende Krankenversicherung nachzuweisen.
Doch viele haben dafür nicht genug Geld. Hier sei ein Mitwirken der Thaibehörden sicherzustellen, ansonsten derartig unversicherte Krankenfälle in öffentlichen Thai-Krankenhäusern landen könnten ….


… tja, die wohl ebenfalls anwesende Immigration-Beamten nahmen den Hinweis offensichtlich dankbar auf und wollen ihn nach Bangkok weiterleiten….

Ich aus meiner rein persönlichen Sicht sehe dieses Problem der unversicherten „alten Männer“ aus meiner Mitwirkung beim DHV sehr deutlich … manch einer spiel hier bewusst Russisches Roulette …. verlässt sich für den Fall der Fälle auf die Hilfe der Botschaft/Konsulat/DHV… und wird bitter enttäuscht sein ….
.

Somprit  
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RE: Krankenversicherung für Thailand

#3 von Rong Kwang ( gelöscht ) , 31.05.2010 23:44

Rong Kwang

RE: Krankenversicherung für Thailand

#4 von Waitong ( gelöscht ) , 01.06.2010 08:52

Abwarten und Tee trinken. Unsere Gastgeber sind soooooo flexibel, dass sie fuer fast jeden Geldbeutel eine Loesung zulassen, solange fuer sie etwas zu gewinnen ist .

Waitong

RE: Krankenversicherung für Thailand

#5 von Somprit , 02.06.2010 17:56

… nur, @Waitong, wird auch der hier lebende alte Rentner ohne KV so flexibel sein
... ich habe mir erlaubt, hier eine Anmerkung unseres (?) @phumphat von einem anderen Feld herüber zu ziehen…, wo er auf die die m.E. berechtigte Forderung des Konsuls Naumann Bezug genommen hatte:


Zitat
„…Wie es mir erscheint, geht es bei dieser Aktion doch lediglich darum, das hier nicht den möglichen Patienten geholfen wird, sondern den Versicherungsanstalten.
Am besten ist es das man seine gesetzliche Krankenversicherung im Heimatland beibehält. Meine Krvers.bezahlt auch in Thailand. Nicht direkt. Aber bei Rechnungsvorlage.
Auch da kann man eine Zusatzversicherung abschließen, die die Vorfinanzierung übernimmt und direkt mit dem Krankenhaus verrechnet. Die holen sich dann das Geld von…“



… denn ich denke, dass das Thema Krankenversicherung in TH, ja oder nein, einfach zu ernst ist, um es so einfach dem Konsul Naumann zurück gg. den Kopf zu knallen….

Aus meiner Tätigkeit für den http://www.dhv-thailand.de/ ist mir bekannt, das dieser nicht vorhandene Krankenversicherungsschutz mehr und mehr zu einem brandheißen Problem „älterer Brüder“ wird….
Wer hier lebt, insbesondere in einem betagten Alter, sollte sich tunlichst überlegen, was im Falle eines Falles an kaum zu lösenden Problemen auf ihn zu kommen kann.
Wer denkt, die Botschaft/Konsularabteilung, gar der DHV wird schon helfen, macht die Rechnung ohne den Wirt…

Wer es nicht glauben will, kann sich gerne mit den Bestimmungen des Konsulargesetzes, (KonsG) vertraut machen… vielleicht platzen dann schon Träume wie Seifenblasen …

@phumphat, Du sprichst von der Beibehaltung der gesetzlichen KV…. das geht zumindest bei uns Deutschen nicht, dass es bei Dir in Österreich anders sein soll, überrascht mich schon…
Da zwischen Thailand/Deutschland kein bilaterales Sozialabkommen besteht tritt die gesetzliche deutsche KV auch nicht in den Leistungsstand….
Wer D. verlässt, hier leben will, ist ohne KV-Schutz, auch der Rentner, welcher ggf. nach seiner Wohnsitzbegründung hier keine neue Nettorentenberechnung vornehmen lässt und weiterhin von seiner Rente den gesetzl. Beitrag für KV/Pflegeversicherung abgezogen bekommt. Der somit einbehaltene Pflichtbeitrag von der Rente ist "verlorenes Geld"

Der Gedanke, im Falle eines Falles fliege ich schnell nach Deutschland… nun ja, wie sieht es nach einem Schlaganfall/Herzproblem, schwerwiegenden ernsthaften Erkrankung aus und man(n) nicht flugfähig ist ….

Ohne KV hier im Lande ist und bleibt Russisches Roulette …..

Wie heißt es hier – betrifft allerdings nur Reise-KV! -:

Zitat
„Krank im Ausland - sichern Sie sich ab!
Ein falsches Essen im Hotelrestaurant, ein Fehltritt im Gebirge, der Stich der falschen Mücke und das war's. Der rettende Besuch beim Doktor kann teuer werden; erst Recht , wenn das Problem größer als ein verkorksten Magen ist – oder es Ihnen gerade in Thailand passiert. Dabei lässt sich schon ab sechs Euro im Jahr eine solide Auslandsreisen-Krankenversicherung anschließen. Wer daran spart, spart am falschen Ende, denn weder die gesetzlichen noch die privaten Krankenversicherungen übernehmen alle Kosten, die fern von Deutschland entstehen...

... Urlauber können sich preiswert dagegen absichern: In der günstigen Variante für alle, die nicht länger als sechs Wochen an einem Stück auf Reisen gehen - das aber ruhig mehrmals im Jahr. Weltenbummler, die länger unterwegs sind, müssen zu teureren Policen greifen.
Für beide aber gilt: Die gesetzlichen Krankenversicherungen zahlen – je nach Land und entsprechendem Abkommen – nur die schnelle Versorgung vor Ort, der tausende Euro teure Krankentransport zurück nach Deutschland ist Privatsache – für viele Privatversicherte gilt das auch….

Stiftung Warentest hat 38 weltweit geltende Tarife unter die Lupe genommen, zwei Drittel schnitten mit ihren Versicherungskonditionen gut ab, darunter der Tarif AR von der Debeka für sechs Euro im Jahr - … Man fragt sich zwar, wie sich das für die Debeka jemals rechnen kann, denn schon der Verwaltungsaufwand dürfte höher liegen....aber das Angebot steht und funktioniert. Eine gute Familienversicherung bietet die HUK für 14,50 Euro im Jahr.

Darauf kommt es bei der Auswahl an:
• Reisen in Krisenregionen: Wer im Januar Chiang Mai als Sommertour gebucht hat, dürfte wohl kaum damit gerechnet haben, dass Thailand zum Krisengebiet wurde. Nicht alle Reiseversicherungen zahlen dann im Krankheitsfall. Oft gilt: Erstattet wird nur, wenn das Auswärtige Amt keine Reisewarnung für das Land abgegeben hat oder das Kriegsgeschehen für einen Touristen nicht vorhersehbar war. Schön schwammig...

• Abrechnung: In der Regel müssen Sie die Behandlungskosten vor Ort vorstrecken und reichen daheim alle Atteste, Diagnosen und Belege für die Erstattung bei der Versicherung ein. Erst wenn die Versorgung vor Ort zu teuer wird, regelt die Versicherung die Abrechnung direkt...


Komplett unter:
http://www.wiwo.de/finanzen/krank-im-aus...sich-ab-431941/

… nun ich denke, die Überlegungen des H.-Konsuls, Herrn Naumann sind „beachtenswert“ …

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RE: Krankenversicherung für Thailand

#6 von Allgeier , 15.07.2010 21:28

Zitat von Waitong
Unsere Gastgeber sind soooooo flexibel, dass sie fuer fast jeden Geldbeutel eine Loesung zulassen, solange fuer sie etwas zu gewinnen ist



Bin gerade ueber diesen Thread gestolpert.
Kenne da einen Fall:
Ein Deutscher, der hatte vor ca 2 Jahren einen Motorradunfall. 3 Wochen Intensivtation und dann nochmal ca 3 oder 4 Monate Mehrbettzimmer im staatl. Krankenhaus. Versichert ist er bei der Postbeamtenkrankenkasse.

Sein Problem war das das Krankenhaus zuerst das Geld hat sehen wollen - dann Entlassung. PostKK sagt - zuerst vorstrecken der Rechnung und dann Erstattung. Nur der Postler hatte zu diesem Zeitpunkt keine ca 8000 Euro auf dem Konto um die Krankenhausrechnung vorzustrecken. Dann fing der Schriftverkehr mit der PostKK an und das dauerte auch um die 3 Wochen und die Krankenhausrechnung wurde wieder hoeher.
Kann mich aber noch gut erinnern das das staatliche Krankenhaus in Roi Et ihm dann am Schluss um die 100000 Bath erlassen hatte um ihn loszuwerden.
Der Fehler war aus meiner Sicht ganz klar bei der Postbeamtenkrankenkasse, weil die nicht direkt mit dem Krankenhaus abgerechnet haben und der Patient zuerst einmal vorstrecken musste, aber das Geld nicht hatte.
Er war um die drei Wochen entlassungsreif im Krankenhaus und hat nur gewartet das Geld aus Deutschland kommt.
Man stelle sich das jetzt mal in einem teureren Krankenhaus vor, wo die Rechnung gleichmal ein paar 10000 Euro teuer kommt.
Ich war ja selber ein paarmal bei der Rechnungsstelle des Krankenhauses. Das Krankenhaus in Roi Et war in dieser hinsicht sehr kooperativ, also ganz das Gegenteil, auf Gewinn ausgelegt.

Was will ich eigentlich sagen? Ach ja. Auch wenn man eine Krankenversicherung hat sollte man vorher klaeren ob die direkt mit dem Krankenhaus abrechen oder nicht. Oder man hat ein paar Euros auf der Seite liegen.

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RE: Krankenversicherung für Thailand

#7 von Somprit , 02.09.2010 19:33

Wer darf (sollte) eigentlich nicht nach Thailand fliegen: NIEMAND, der nicht im Besitz einer ausreichenden Krankenversicherung ist, ... ... wie dies wieder mal "beweist"

Ein Krankenhaus in Songkhla hat eine Spendenaktion für die Rückkehr eines schwer kranken und mittellosen Deutschen gestartet.

Der 38-jährige Tourist aus Bamberg war am 26. Oktober letzten Jahres am Flughafen Hat Yai mit schweren Verletzungen an Kopf, Nacken und Körper aufgefunden worden. Was sich dort abgespielt hat, konnte bisher nicht ermittelt werden. Der Deutsche wurde in das Songklanagarind Hospital eingeliefert und seitdem mehrfach operiert.
Der Patient kann nicht sprechen und ist überwiegend bewusstlos.
Die Leitung des Spitals beziffert die Krankenhauskosten auf inzwischen 1,8 Millionen Baht.

Die deutsche Botschaft in Bangkok hat im Heimatland des Urlaubers nach Angehörigen gesucht, aber nur eine in einem Altenheim lebende Großmutter gefunden.
Der Krankentransport nach Deutschland in Begleitung eines Arztes oder einer Krankenschwester wird nach Angaben der Krankenhausleitung rund 400.000 Baht kosten.
Spenden können unter dem Namen Matthias Stefen Koch, Siam Commercial Bank, Filiale Prince of Songkla University, Kontonummer 565-4-39248-5, eingezahlt werden.

Quellen: http://farang-magazin.com/2010/09/spend ... deutschen/
http://phuketwan.com/tourism/thai-media ... ist-12913/

Auch die BILD nahm sich "des Falles" an = http://www.bild.de/BILD/news/2010/09/02 ... hn-ab.html ... urteilt gar im Text:
"ER IST DER VERGESSENE DEUTSCHE VON THAILAND!

..tja, Meinungen dazu

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RE: Krankenversicherung für Thailand

#8 von Waitong ( gelöscht ) , 02.09.2010 21:25

Wenn ich bedenke, dass fuer deutsche Touristen die z.B. im Jemen entfuehrt wurden hohe Loesegelder gezahlt werden, kommt mir das Kotzen, vor Zorn.

Eine der reichsten Volkswirtschaften auf dem Globus bringt es nicht fertig sich um Landsleute in Not zu kuemmern, so als waere der Notfall im Heimatland aufgetreten, wo ist der Unterschied, bitte ?

Da muss erst Geld zusammengebettelt werden...ARMES DEUTSCHLAND

Waitong

RE: Krankenversicherung für Thailand

#9 von Somprit , 03.09.2010 10:54

… bei allem moralischen/menschlichem Empfinden/Denken, sollte man(n) – womit ich sicher wieder hier auf Konfrontationskurs gehe – bedenken, dass die bestehende Gesetzeslage ausschlaggebend ist!

Und in solch einem Fall, wie dem „Vergessenen Deutschen“ steht das Konsulargesetz voran

Auch sollte man(n) Birnen und Äpfel nicht vermischen, Birnen in Entführungsfällen, vor denen sich wohl niemand 100 % schützen kann, Äpfel bei Auslandsreisen … für die es VERSICHERUNGEN gibt!

Hätte dieser sicher vom Schicksal hart getroffene, jetzt als Pflegefall dahinvegetierende Deutsche eine Reise-KV besessen, würde vieles anders aussehen
Hat er sich also nicht ein gewisses Eigenverschulden zuzuschreiben?

Im „Heimatfall“ wäre er vielleicht „versichert“ gewesen bzw. das zuständige Sozialamt hätte in die Breche springen müssen.
Das wird nach seiner Verlegung nach Deutschland sowieso der Fall sein… die Kosten seiner anscheinend erforderlichen Pflegeunterbringung werden von der „Sozialgemeinschaft“ getragen werden müssen …

sorry, aber was mir bei Dir, Waitong, durchschimmert, ist im gewissen Sine die bei uns Deutschen offenbar verstärkt vorhandene Vollkasko-Mentalität“ … der STAAT soll uns im Fall des Falles alles, aber auch wirklich alles ersetzen/ermöglichen…

Bezogen auf diesen Schwerst-Verletzten/Pflegefall, dessen Ursachen der Verletzungen in keiner Weise schlüssig bekannt sind, dem man(n) ja eventuell „Dummheit/Sorg-/Verantwortungslosigkeit“ unterstellen kann, soll also die Sozialgemeinschaft als Retter in der Not einspringen!?
Dabei hätte doch sicher eine Reise-KV entstehende Risiken abdecken können … 15 EURO oder weniger… wäre dies nicht ratsam/erforderlich gewesen…

Aber das Sozialamt seiner Heimatstadt(Bamberg), wo er ja wohl zuletzt mal 2 ½ Monate lebte, hat nun ebenfalls ein Spenden-Konto eingerichtet: http://www.stadt.bamberg.de/index.phtml?object=tx|1829.1&ModID=255&FID=1829.2522.1

Spenden sind möglich unter dem Stichwort „Hilfe für Matthias Koch“ auf das Konto 18 bei der Sparkasse Bamberg (BLZ 77050000). Das Geld soll für einen ärztlich betreuten Rückflug verwendet werden.

… nur wird sich dieser Oberbürgermeister, sein Sozialamt, auch bereit erklären, nicht nur den Rückflug „unterstützend“ zu begleiten, sondern auch eine kostenträchtige Pflegestelle zur Verfügung stellen …

Apropos, ich bin nicht hier, um mir den Rücken streicheln zu lasen … sondern immer wieder auf eine sich vermehrt einstellende Problematik des fehlenden KV-Versicherungsschutz und der damit verbundenen Fälle aufmerken zu lassen

...heute dieser "vergessene Deutsche" im Songkhar-Krankenhaus, morgen einer in Nong Khai, Pattaya, übermorgen in Roi Et, Phuket .. usw... ein Damm würde brechen

Somprit  
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Registriert am: 23.09.2009


RE: Krankenversicherung für Thailand

#10 von Waitong ( gelöscht ) , 03.09.2010 13:35

Zitat von Somprit


… sorry, aber was mir bei Dir, Waitong, durchschimmert, ist im gewissen Sine die bei uns Deutschen offenbar verstärkt vorhandene Vollkasko-Mentalität“ … der STAAT soll uns im Fall des Falles alles, aber auch wirklich alles ersetzen/ermöglichen…



Fuer Menschen denen es wirklich nicht moeglich ist sich selbst zu helfen ist die Vollkasko-Versorgung, durch den Staat, das Beste, auch fuer die Gesellschaft. Der Entwicklungsstand einer Gesellschaft laesst sich am deutlichsten daran erkennen, wie sie mit ihren Schwaechsten umgeht.

Ohne zu flunkern kann ich behaupten dem Staat mehr gegeben zu haben als ich von ihm jeh erhalten werde. Das ich dazu in der Lage bin, fuer mich und meine Familie und darueber hinaus, selbst zu sorgen ist ein "Geschenk" das ich nicht dem Staat verdanke, von daher werde ich fuer meine Person/Familie Entscheidungen selbst treffen und nicht der Staat. Beim Staat werde ich nicht um Unterstuetzung betteln. Mein Motto ist: Soviel Staat wie noetig, aber nicht wie moeglich. Wenn es anders waere haette ich die Beamtenlaufbahn eingeschlagen, was durchaus beim BKA in Wiesbaden moeglich gewesen waere. Ist zwar lange her aber ich bedaure meinen Schritt in die FREIE-Wirtschaft zu gehen nicht, denn dadurchkonnte ich viel unabhaengiger entscheiden wie meine "Lebensplanung" umzusetzen ist.

Vom Staat existenziell abhaengig zu sein ist sicherlich nicht jedermans Sache, daher bin ich allen DANKBAR die mich in meinem Leben gefoerdert haben und somit einen Beitrag geleistet haben den ich ganz ohne Staat bereit bin wiederum anderen Menschen zukommen zu lassen wenn ich sehe das sie dringend Hilfe brauchen. Ich bin finanziell gut gestellt, aber auch ich muss rechnen sonst verzettel ich mich. Somit bin ich bei einem Punkt gelandet den ich dem Deutschen Staat ankreide, denn er kann nicht rechnen, sonst wuerde es ihm nicht solche Probleme bereiten fuer Gestrandete-Deutsche im Ausland Hilfe zu leisten.

Ein Krieg in Afganistan ist finanzierbar, aber...

Waitong

RE: Krankenversicherung für Thailand

#11 von Waitong ( gelöscht ) , 03.09.2010 13:50

Was die Gesetzeslage an geht, sind die Entscheider gebunden, aber noch lange nicht "aus dem Schneider" denn wenn es eine "wie auch immer Organisation" in der Zukunft, oder jetzt, ermoeglicht "Problemfaelle" nach EURO-Land zu "verlagern" , dann schaut die Gesetzeslage schon wieder ganz anders aus .

Waitong

RE: Krankenversicherung für Thailand

#12 von Somprit , 03.09.2010 17:25

Zitat von Waitong
... Fuer Menschen denen es wirklich nicht moeglich ist sich selbst zu helfen ist die Vollkasko-Versorgung, durch den Staat, das Beste, auch fuer die Gesellschaft. Der Entwicklungsstand einer Gesellschaft laesst sich am deutlichsten daran erkennen, wie sie mit ihren Schwaechsten umgeht...



… was man(n) doch hinreichend bei den dort oben tagtäglich erbrachten Sozialleistungen sehen kann, selbst wenn sie nur bedürftigen Migranten zu Gute kommen!
Nur, welche Gesellschaft, welcher Staat lässt das in der Realität erkennen ….

Zitat von Waitong
... und somit einen Beitrag geleistet haben den ich ganz ohne Staat bereit bin wiederum anderen Menschen zukommen zu lassen wenn ich sehe das sie dringend Hilfe brauchen. Ich bin finanziell gut gestellt, aber auch ich muss rechnen sonst verzettel ich mich. ..



… klingt jetzt – sorry – sehr zynisch, ironisch, ( ) Buddha weiß wie … aber wie wäre es mit einer Spende für diesen „vergessenen Deutschen“ … oder fällt dies unter „verzetteln“ ….

Zitat von Waitong
... Ein Krieg in Afganistan ist finanzierbar, aber...



… könnte man(n) das als polemisch abtun…

Zu deinen weiteren vorstehenden Worten meine ich ... diese Bindung an die Gesetzeslage erübrigt jedes weitere wenn & aber!

Bei den in diesem Fall anstehenden ca. 2,5 Millionen Baht erübrigt sich sicher auch die Anrufung eines Hilfsvereins…, welcher wenn überhaupt, nur bis zum D-Flughafen stützend die schwache Hand reichen könnte, ab dort wäre in erster Linie die zuständige Sozialbehörde - Frankfurt – bzw. des letzten amtl. Wohnsitzes … Bamberg (?), gefragt!

Ob dies der spendensammelnde Bürgermeister bedacht hat … was musste ich einst eine Überredungskunst anwenden, am Ende einer sogenannten Rückführung das „gewünschte“ Pflegeheim/Sozialamt zur Aufnahme zu bewegen …

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RE: Krankenversicherung für Thailand

#13 von Waitong ( gelöscht ) , 03.09.2010 18:48

Zitat von Somprit


Waitong hat geschrieben:
... und somit einen Beitrag geleistet haben den ich ganz ohne Staat bereit bin wiederum anderen Menschen zukommen zu lassen wenn ich sehe das sie dringend Hilfe brauchen. Ich bin finanziell gut gestellt, aber auch ich muss rechnen sonst verzettel ich mich. ..

… klingt jetzt – sorry – sehr zynisch, ironisch, ( ) Buddha weiß wie … aber wie wäre es mit einer Spende für diesen „vergessenen Deutschen“ … oder fällt dies unter „verzetteln“ ….



Es klingt fuer mich ueberhaupt nicht zynisch oder ironisch, es ist Dein Versuch bei mir anzukloppfen und um Hilfe zu bitten (fuer Andere), das ist Dein gutes Recht.

Was die Unterstuetzung von Mitmenschenangeht verfahren meine Frau und ich so, dass unsere Spenden absolut anonym bleiben, da ist nichts mit absetzen von der Steuer und so...

Wir halten uns an das Bibel-Wort: "Lass die Rechte Hand nicht wissen was die linke Hand tut"

Auf diese Art kommt man nicht in Versuchung sich mit seiner Spende zu bruesten. Das ist meine persoenliche Einstellung geworden. Das ich spende weil es mir moeglich ist macht mir auch Freude. So genug eigene Lobhudelei, eigentlich voellig unnoetig, aber Du @Somprit hast es geschickt erreicht das ich Deine Bemerkung kommentiere...


Zitat von Somprit


Waitong hat geschrieben:
... Ein Krieg in Afganistan ist finanzierbar, aber...

… könnte man(n) das als polemisch abtun…



Was ist daran unsachlich ???

Waitong

RE: Krankenversicherung für Thailand

#14 von Allgeier , 03.09.2010 19:10

Vor ein paar Wochen auf einem kleinen Fest gewesen. Da war auch ein Englaender wo die thail. 30 Bath Karte unaufgefordert von seinem Dorfvorsteher vor kurzem bekommen hatte. Er hat aber das gelbe Hausbuch. Er ist aber um die 60 Jahre und das Alter war der Grund warum er die Karte bekommen hat.

Ich selber habe auch schon versucht diese Karte zu bekommen. War aber Fehlanzeige.
Vor ein paar Wochen dachte ich es klappt. Da hiess es Auslaender bekommen die Karte. Bei naeherer Betrachtung war das dann nur fuer die Bewohner der Nachbarlaender wo in Thailand arbeiten. Die koennen sich freiwillig versichern.

Die 30 Bath Karte ist vielleicht nicht das beste. Aber besser als gar nichts.

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RE: Krankenversicherung für Thailand

#15 von Somprit , 03.09.2010 19:51

Zitat von Waitong
..., aber Du @Somprit hast es geschickt erreicht das ich Deine Bemerkung kommentiere...

Zitat von Somprit

Waitong hat geschrieben:
... Ein Krieg in Afganistan ist finanzierbar, aber...

… könnte man(n) das als polemisch abtun…



Was ist daran unsachlich ???




...tja, Reaktionen "herausfordern" oder sollte ich sagen "provoziern" ist oftmals eines meiner kleinen Ziele ... zum erreichen einer grundsätzlich "sachdienlichen Äußerung"

Aber zu Afghanistan... dort geht es um "unsere aller Freiheit, unsere westlichen Werte, Kultur und ... und ..." bei dem "vergessenen Deutschen" geht es um ein kleines unbedeutendes Einzelschicksal ... tja, jetzt habe ich einen sehr zynischen Stein geworfen ...

Allgeier, ich hatte einst die frühere 30-Baht-Karte, heute heißt sie ja "Golden-Card" ... weil alles nichts mehr kostet (sollte), wurde auch 2, 3 KJahre damit von der örtl. Krankenstation bis hinauf zum Ampör-Krankenhaus anstandslos behandelt... dann gab es dort einen Personalwechsel an der Kasse, welche umgehend in Bangkok sich beim Ministerium erkundigte ... ... und weg war sie.
Denn der Farang hat grundsätzlich keinen Anspruch auf eine "freie Heilversorgung"!

Benötige ich heute meine regelmäßig zu schluckende Medikamente (Allopurinol pp) hole ich sie in der für uns zuständigen Mooban-K.-Station fürn Apel & Ei...

Allerdings habe ich einen Bekannten hier, der erst vor 6 Monaten eine "Golden-Card" von der K.-Station seines Mooban bekommen, aber noch nie eingesetzt hat ...

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