Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#1 von Grüner ( gelöscht ) , 20.12.2012 04:58

Ich finde wir brauchen ein eigenes Unterthema "Leben MIT Thais". Bis dahin fange ich mal hier an.

LIEBESKASPER ist ja bekanntlich Copyright vom ROY, aber inzwischen wohl in die Umgangssprache eingegangen.

Hier ist ein Paradebeispiel so eines Herrn:

Zitat
Heinrich Scholl steht im Verdacht, seine Ehefrau Brigitte, 68, kaltblütig ermordet zu haben.

...

Mit der Ladung der ehemaligen Geliebten galt es herauszufinden, inwieweit die Liaison der beiden bei dem Verbrechen eine Rolle gespielt haben könnte. Zudem sollte die Frau ein Bild von Scholl zeichnen, der bis zu seiner Verhaftung in der Öffentlichkeit stets Vertrauen und einen guten Ruf genoss.

Der Auftritt der Thailänderin am Dienstag schädigte dieses Ansehen nachhaltig: Heinrich Scholl, von Freunden und Weggefährten Heiner genannt, musste peinliche Erzählungen aus seinem Intimleben über sich ergehen lassen.

Scholl hatte sich im Jahr 2008 von seiner Ehefrau abgewandt und zwei Jahre später in die 33 Jahre jüngere Thailänderin verguckt...

...

Ihre Reaktion bestärkte die Annahme, dass es sich für sie mehr um eine Geschäfts- als um eine Liebesbeziehung gehandelt haben muss. Heinrich Scholl habe sie geliebt, ja. Aber sie ihn? "Da bin ich mir nicht sicher", antwortete sie kühl.

Zuwendungen von insgesamt 40.000 Euro

...

Ihrer Arbeitskollegin gegenüber sprach sie einmal von 70.000 Euro, das könne auch sein, so genau wisse sie das nicht, sagte sie und zuckte gleichgültig mit den Achseln.

Die 36-Jährige, ein aparter Typ, von zierlicher Gestalt, wirkte mit ihrer Brille und dem dunklen Pullunder über der hellblauen Bluse wie eine Studentin. In Wahrheit arbeitete sie als Prostituierte.

...

Grundsätzlich habe sie sich nicht dafür interessiert, was er mit seiner Ehefrau besprach, was ihn beschäftigte, was er plante. Es scheint so, als sei er ihr schlichtweg egal gewesen.

...

Für Heinrich Scholl muss die mehr als vierstündige Aussage seiner Angebeteten eine Lehrstunde gewesen sein: Die Frau, mit der er Pläne schmiedete und wegen der er sich zu peinlichen Ausfällen hinreißen ließ, gerierte sich als berechnende, abgebrühte Person mit klaren Vorstellungen vom Leben an der Seite eines Mannes.

Wenn sich ein Mann um sie "kümmert", dann sei man ein Paar, erläuterte sie. Dann "kümmere" sie sich auch um ihn. "Wenn er sich aber nicht mehr kümmert, ist es vorbei. Dann muss man Schluss machen."

Ergänzend ließe sich noch hinzufügen: Schluss muss man auch machen, wenn sich der Mann zu viel kümmert. Das war nämlich offensichtlich das Hauptproblem zwischen ihr und Heinrich Scholl

...

Am Ende sei sie einfach nicht mehr ans Telefon gegangen: "Er hat zu viel genervt."



Tja, Thais und Kopfweh, da geht dann natürlich gar nix.

Weiter: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/ge...s-a-873405.html

Grüner

RE: Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#2 von Allgeier , 20.12.2012 19:24

Da koennen wenigstens die meisten etwas dazu beitragen.
Prima Idee.

 
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RE: Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#3 von Alfred , 20.12.2012 21:58

-Gruener-
Interessanter Beitrag, danke fuer LINK,
im Endeffekt hat die Thai kaum was beigetragen den Fall zu loesen, wohl aber die Thais (Speziell Rotlicht Thais)
in dem schlechten Licht stehen zu lassen, dieses noch zu erhellen, in welchem sie meisst (zurecht?) gesehen werden.
Keine Thai-Werbung!

Die Kommentare nach dem Artikel waren so neutral-wissend geartet, das ich keinen Grund sah, mich zu Wort zu melden.

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RE: Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#4 von Nestor , 21.12.2012 00:34

Mal unabhängig von den noch unbewiesenen Vorwürfen des Staatsanwaltes in der eigentlichen Hauptsache:
Sollte man dem kleinen alten "Napoleon von Lu" wirklich seine noch funktionierenden Resthormone vorwerfen?
Wenn sein auswandelnder Lebensschweif nur dem Reiz seiner exotischen Gespielin gefolgt ist


Bildquelle: http://www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH

wer wirft dann den ersten Stein?

Etwa der heruntergekommene SPON, samt Stammtischschrei(b)ern?
Der eher zufällige und völlig nebensächliche Bezug auf eine Frau aus Thailand
wird von einer Bande Scheinheiliger genüsslich ausgewalzt.

 
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RE: Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#5 von Expat , 21.12.2012 10:57

Das Verhältnis zwischen Selber-Lieben und Geliebt-Werden ist nicht linear. Lieben ist deshalb um vieles angenehmer, weil man es direkt fühlt. Um zu wissen, ob man geliebt wird, muss man indirekte Symptome zu rate ziehen, und das ist schwierig und führt oft zu "Missverständnissen". Wir kennen das aus Europa, dass Lieben und Geliebt-Werden Hand in Hand gehen und wenden das auch in Thailand so an. Das aber scheint wohl ein Irrtum zu sein. Thais denken und fühlen anders.
Ich habe mich mein Leben lang nicht sonderlich darum gekümmert, ob ich geliebt wurde, wenn ich Gelegenheit hatte zu lieben. So habe ich meine verspäteten Sturm-und-Drang-Jahre in Thailand entsprechend genossen. Ich war mir aber von Anfang an bewusst, dass eine dauerhafte Beziehung, die ich mir bei mancher Gelegenheit vorstellen konnte, nur möglich wäre, wenn ich auch dauerhaft in Thailand sein könnte oder aber wir gemeinsam unsere Zeit woanders verbringen würden. Dennoch hatte ich gefühlvolle (von meiner Seite aus) Beziehungen, die durchaus auch mal zu entgleisen, also in eine Form von Liebe "aus zu arten" drohten.
Dennoch muss ich sagen, dass direkter Beschiss oder unfaires Verhalten mir nur ganz selten begegnete. Pu, der Anlass für meine größte Versuchung vor meiner jetzigen Ehefrau war wirklich wundervoll. Ich wollte ihr was Nettes sagen, als wir innig verschlungen waren und sagte: "I want to love you." Sie verstand: "I love you." Sie hielt kurz inne und sagte ganz ernsthaft: "Oh, Peter, you must not love me. I am working."
Meine Erfahrungen machen es mir unmöglich, über die "Liebeskasper" her zu ziehen oder sie gering zu achten. Sie empfinden das Schönste, das man im Leben fühlen kann: Sie lieben einen anderen Menschen. Aber sicher; auch in Europa ist es auf Dauer nicht ratsam, eine Liebe zu kultivieren, die nicht erwidert wird. Das ist der Fehler, der gemacht wird. Nur ist es in der ungewohnten Umgebung halt sehr schwer, die Situation einzuschätzen. Spott und Häme scheinen mir da ganz unangebracht.

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RE: Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#6 von scubath , 21.12.2012 12:22

expat, das ist ein super post welchem ich inhaltlich voll zustimmen kann.
besonders "eine liebe zu kultivieren die nicht erwiedert wird" denn das ist meist der fehler.

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RE: Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#7 von Expat , 21.12.2012 20:19

Zitat von scubath
expat, das ist ein super post welchem ich inhaltlich voll zustimmen kann.
besonders "eine liebe zu kultivieren die nicht erwiedert wird" denn das ist meist der fehler.


Danke für den Zuspruch. Es ist aber doch gerade in Thailand so schwer herauszufinden, ob man geliebt wird, denn die süßen Damen verstehen es nur zu gut, einem dieses Gefühl zu vermittel, ganz besonders dann, wenn unsere Menschenkenntnis noch auf europäische Verhältnisse geeicht ist.

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RE: Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#8 von scubath , 21.12.2012 20:55

Die Frage ist ob es überhaupt einen festen Zustand des geliebt werden's gibt.
In erster Linie ist das ja eine Sache des Empfindens und nicht des rationalen Denkens.
Zum zweiten ist es ein sich oft ändernder Zustand. Menschen verändern sich, ihre Umwelt und ihr empfinden auch. Nun kommt es drauf an ob sich beide in die gleiche Richtung verändern und sich weiter lieben oder ob ein Teil eben nicht mehr mit geht.
So wie unser leben zeitlich begrenzt ist so ist es eben auch mit allem um uns herum.
Deswegen sollte man das schöne empfangen und geniessen und wenn es dann vorbei ist sich freuen das man es mal hatte.

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RE: Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#9 von Expat , 21.12.2012 21:22

Zitat von scubath
Die Frage ist ob es überhaupt einen festen Zustand des geliebt werden's gibt.
In erster Linie ist das ja eine Sache des Empfindens und nicht des rationalen Denkens.


Dass man glaubt geliebt zu werden, scheint mir eher kein Gefühl oder Empfinden zu sein, sondern eine Annahme, die sich aus der Wertung von Handlungen ergibt. Deshalb ja auch die zahllosen Sprüche: Liebe ist wenn.....

Zitat von scubath
Zum zweiten ist es ein sich oft ändernder Zustand. Menschen verändern sich, ihre Umwelt und ihr empfinden auch. Nun kommt es drauf an ob sich beide in die gleiche Richtung verändern und sich weiter lieben oder ob ein Teil eben nicht mehr mit geht.


Das ist genau richtig. In Thailand aber könnte das ganz anders sein. Da wird jemand auf einmal nicht mehr geliebt, weil er feststellt, dass sie ihn nur "liebt", so lange er finanziell nach hilft, und das dann einstellt .

Zitat von scubath
So wie unser leben zeitlich begrenzt ist so ist es eben auch mit allem um uns herum.
Deswegen sollte man das schöne empfangen und geniessen und wenn es dann vorbei ist sich freuen das man es mal hatte.


Weise Worte. Könnte von mir sein.

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RE: Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#10 von scubath , 21.12.2012 22:31

Dass man glaubt geliebt zu werden, scheint mir eher kein Gefühl oder Empfinden zu sein, sondern eine Annahme, die sich aus der Wertung von Handlungen ergibt.

Da aber kulturell einige Handlungen absolut verschieden sind liegt hier sicher ein Problem vor.
Somit bleibe ich für mich mehr beim Gefühl und versuche Handlungen nicht zu stark zu bewerten.
Denn obwohl ich eine Partnerin habe die die deutsche Sprache sowie die Kultur sehr gut kennt fällt mir doch oft auf das wir etwas verschieden sind. Wichtig ist aber das wir das gleiche wollen.
Ach ein kleines Beispiel, gestern gab es einen kleinen anschiss weil ich mit dem Fuß den Autoreifen prüfend getreten habe. Dies war wohl beleidigend für den Besitzer vom waschplatz wo der Wagen gewaschen wurde.
Ich sagte dann zu meinem Schatz das ich auch nicht beleidigt bin wenn er in seiner Nase bohrt wärend wir das finanzielle regeln. Das meine ich mit Wertung von Handlungen.

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RE: Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#11 von Somprit , 31.12.2012 02:30

...trotz oder gerade wegen der prosaischen /philosophischen Abhandlung g des Themas LIEBE durch @Expat und des bereits verlinkten Hinweises von @Grüner auf ROY erlaube ich mir für alle Noch-Leser

... sozusagen als „Abgesang des Jahres 2012“ und zum Anbeginn des unmittelbar bevorstehende Jahr 2013 schnell noch ein paar lockere, überflüssige abschließende Gedanken... Überlegungen, welche mich derzeit beschäftigen.

Dazu ein paar Zeilenausrisse aus einem Mailaustausch

Zitat
„...ich kann sehr gut verstehen, wie Du Dich fühlst. Die sind so, die Fallangs in den Foren und die Thais und das ist leider schon 100 Mal, wenn nicht tausende Male so geschrieben worden, siehe auch, wenn auch nur zu einem dieser Themen, "Wa(h)re Liebe", es gilt allerdings bei den politisch korrekten und Überkorrekten, sprich Ahnungslosen, als "No No" bis schwere Beleidigung einer anderen hohen Kultur...

Mich würde garantiert auch nichts (mehr) nach Thailand ziehen, wenn ***** nicht wäre, allerdings habe ich in dem Punkt einfach einen riesen Massel gehabt.

Obwohl... für einen jungen, abenteuerlichen Kerl hat Thailand einfach was, auch wenn es schief geht. Solang man nicht an den Frauen bankrott geht, kann man wirklich fürs Leben was lernen, jedenfalls wenn man nur etwas Glück hat und rechtzeitig wieder rauskommt, bevor die Sucht eintritt....



Vorangegangen waren eigene Überlegungen zu meinem zu Ende gegangenen virtuellen Foren-Dasein und grundsätzlichen Überlegungen, ob ich hier wirklich das Land meiner Träume gefunden habe oder ständig in einem Wachtraum, einem albtraumähnlichen Zustand schwebe...

In diesem Zusammenhang hatte ich dies gefunden, was ich bei einem längeren Verbleiben im „Thailand-Talk-4um“ unter Hinblick der von @Grüner angestoßene Diskussion weiter „ausgeschlachtet“ hätte... aber es sollte nicht sein!

Trotzdem will ich es den „Lesern der letzten Tage“ (!?) nicht vorenthalten...auch wenn diese nachstehenden Zeilen vor mehr als 2 ½ Jahren geschrieben wurden... heute, morgen, übermorgen, gar für die weitere Zukunft brandaktuell sein & bleiben werden...

Freier und Frau in Thailand: "Wa(h)re Liebe", eine Speziallektüre zur Abschreckung
Wer eine Partnerschaft mit einem oder einer Thai eingehen will, die oder der dem Prostitutions-Gewerbe nahesteht, braucht zur Information eine Speziallektüre, die er möglichst frühzeitig liest, und zwar im Zweifel eine zur Abschreckung.


Zitat
Über wenige Themen wird mehr dummes Zeug geschrieben als über den Prostitutionstourismus nach Thailand. Wer sich darüber informieren will, stößt nicht selten auf aufwühlende Dokumentationen, geschrieben von gutmeinenden Menschen, die aber in die wirkliche Situation kaum Einblick haben können oder auf "offizielle" Untersuchungen; deren Autoren vor allem das politisch-korrekte Weltbild ihrer Auftraggeber herbei schreiben möchten.

Verbreitet sind auch Ergüsse von Journalisten, die, um ein mir bekanntes Beispiel zu nennen, am Rande ihres tiefgekühlten Urlaubsghettos mit dem Teleobjektiv ein Mädchen geknipst haben, das seiner Mutter beim Nudelsuppenverkaufen half und gerade etwas ausdruckslos in die Ferne starrte. So ein Bild hat fast zwangsläufig das Zeug, Teil einer mit Herzblut geschriebenen aufsehenerregenden Reportage über Kinderprostitution in Asien zu werden, sei es im Reiseteil irgendeines Provinzblatts oder auch in der Zeit, in Emma, im Stern oder im Spiegel.

In solchen Machwerken würde zwar, von der Grammatik in Glücksfällen vielleicht abgesehen, so gut wie nichts der Nachprüfung standhalten. Das traut sich aber, von seltenen Ausnahmen wie etwa Andreas Altmann abgesehen (Der Preis der Leichtigkeit. Eine Reise durch Thailand, Kambodscha und Vietnam, München 2006; empfehlenswert) normalerweise kein Kollege zu schreiben, falls (oder gerade weil) der in dem Bereich durchblickt...

Noch erschütternder als vorgenannte Werke sind nur noch die Plädoyers selbsternannter Thailand- und Thaifrauenversteher, die sich in gewissen Thailand-Foren im Internet herum trollen. Kenner haben diese modernen Medien nach dem oft selbstgestrickten Weltbild ihrer Nutzer nicht ganz ohne Grund "Strick und Häkelforen" getauft.
Bestimmten Erfahrungen kann man sich als Ausländer in Thailand allerdings tatsächlich kaum entziehen: Wer länger hier lebt, wird unweigerlich mit den Auswirkungen des Liebesmarktes und den teilweise kaum glaublichen — nicht selten auch traurigen oder abstoßenden — Geschichten von Europäern und ihren einheimischen Partnern konfrontiert. Diese Geschichten entsprechen zum größten Teil nicht dem gängigen Klischee vom armen, unschuldigen Mädchen und dem bösen, gierigen Sextouristen.
Nicht selten sieht es so aus: Der unerfahrene Kunde, der sich Hals über Kopf in eine mandeläugige Barschönheit verliebt hat, wird nach Strich und Faden ausgenommen und geht in kürzester Zeit pleite. In gewissen Kreisen läuft das hier schon seit Jahrhunderten so. Happy End aus Sicht der Nutznießer geht dann so: Ausländer weg, Vermögen da. Im Idealfall folgt der nächste naive Ausländer auf dem Fuß.

Es ist das Verdienst von Rolf Dettmar, dem Herausgeber und langjährigen Chefredakteur der TIP Zeitung für Thailand, daß er insofern die Dinge immer beim Namen genannt hat, ohne deshalb allerdings zu verallgemeinern, denn selbstverständlich gibt es auch Fälle, in denen solche Verbindungen gutgehen. Dettmar hat das Wort "Liebeskasper" geprägt, das die Situation treffend beschreibt, in die sich unerfahrene Ausländer in Thailand erst freiwillig begeben und aus der sie dann oft nur noch schwer und unter erheblichen Vermögensverlusten herauskommen.
Aus den im TIP erschienenen einschlägigen Beiträgen hat Dettmar seit 1999 eine Dokumentation zusammengestellt, die auf dem Buchmarkt einzigartig ist.

Lehrgeld zahlen hier nämlich selten die echten Sextouristen, die genau wissen, was sie tun. Diese werden überall im Land von Profis handwerklich hervorragend, preiswert und freundlich bedient. Den Weg in den Bankrott nehmen in Thailand wie auch in anderen Entwicklungsländern, in denen es nach westlichem Verständnis angenehm anzusehende Menschen gibt, dagegen fast immer die Sozialromantiker, darunter übrigens nicht wenige Frauen. Sie haben keine Ahnung von Land und Leuten, wollen sich aber dennoch am Strand, aus einer Bar heraus oder gar durch Vermittlung im Dunstkreis der Rotlichtviertel einen Lebenspartner aus einem völlig anderen Kulturkreis anlachen.
Wenn dieser Lebens- und Vertrauenspartner dann, wie nicht selten in solchen Fällen, aus einer einschlägig erfahrenen Familie kommt, in der man schon seit Jahrzehnten ‹mit Farang arbeitet›, wie das hier heißt, ist die Katastrophe programmiert.

In "Wa(h)re Liebe" ist zu lesen, was in solchen Fällen in Thailand zwischen westlichem Freier und einheimischem Partner abgeht. Es steht oft in krassem Gegensatz zu dem, was einige Journalisten, die im Urlaub ein paar Bars in Pattaya oder Bangkok gesehen haben, gerne als Wirklichkeit herbeischreiben wollen.

Im Vorwort heißt es:
„Ziel der Sammlung ist die Desillusionierung des Lesers und damit der entscheidende Schritt zur Vermeidung von finanziellen und auch seelischen Schäden auf dem Schlachtfeld der Liebe in Thailand. Um den heißen Brei herumzureden, nützt niemandem. Die Wahrheit ist auch im vorliegenden Falle nicht immer ganz so, wie sie manche Journalistenkollegen sehr oft gerne herbei schreiben würden. Ein tieferes Verständnis der Beziehungen zwischen Menschen verschiedener Kulturen und mit höchst unterschiedlichen Zielen kann allen Seiten – gerade auch dem außenstehenden Beobachter – nur nützen.“

.... Über 200 informative, engbedruckte und vor allem nützliche Seiten, die man jedem Thailand-Reisenden mit gutem Gewissen empfehlen kann.
...... Zudem wurde ein neues Kapitel angefügt, das die Lage der Dinge aus der Sicht thailändischer Frauen in Thailand und Deutschland schildert.
Rolf Dettmar (Hg.): Wa(h)re Liebe. Clevere Mädchen und Liebeskasper. Romanzen, die in Pattaya, Patong und Patpong begannen. 17. Auflage. Bangkok und Phuket: TIP Edition, 209 Seiten, 350 Baht (in Thailand), 18 Euro/28 Franken (bei Versand nach Europa).



...apropos, fast hätte ich es im Zusammenhang mit Wehmut im Herzen

- denn die Foren-Zeit war trotz allem eine wirklich t(d)olle Zeit, eine Zeit, zu deren Anbeginn vor Jahren der Member @neele mich an die Hand nahm, mir das virtuelle Leben beibrachte... –

vergessen, diese vorstehende, ... nennen wir es ruhig eine erweiterte Rezension des lehrreichen, unabdingbaren Führers für Liebeskasper und solche, welche es immer wieder neu geben wird... von dem der hinreichend bekannten Bangkok-Experten @hmh stammen......

...tja, ich schrieb „mit Wehmut im Herzen“... und weiß nun nicht, ob ich es auf die zurückliegende Foren-Zeit oder sich abzeichnende Querelen des Hilfsvereins einordnen soll... wo die Gefahr besteht, dass mehr und mehr Mitglieder diesem Verein den Rücken zuwenden könnten...

... doch dessen ungeachtet wünsche ich allen hier lesenden sogenannten Liebskaspern und solche, die auf dem besten Weg sind es zu werden einen guten Rutsch in das Jahr 2013

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RE: Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#12 von rampo , 31.12.2012 08:48

Liebe war zwar bei mir nicht so Gross im Spiel , aber das mit dem Kasperl
das kommt schon hin.

 
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RE: Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#13 von Johnboy ( gelöscht ) , 31.12.2012 09:17

Zitat
grundsätzlichen Überlegungen, ob ich hier wirklich das Land meiner Träume gefunden habe



Für mich beantworte ich das mit NEIN , aber ich habe auch keine Antwort für eine Alternative

In dem Sinne , Guten Rutsch und sawasdee pii mai 2013.

Man seht sich hoffentlich nett und ausgeruht im neun Jahr hier wieder.

Johnboy

RE: Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#14 von Expat , 31.12.2012 11:42

Ich habe die Frau meiner Träume gefunden, ohne sie zu suchen. Das Land, muss ich mittlerweile sagen, ist ein idealer Ausgangspunkt für die Besuche der Nachbarländer Burma, Kambotscha und Vietnam. Von letzterem freundlich Grüße und Wünsche fürs neue Jahr!!!!!!!!!!

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RE: Aus der großen weiten Welt der Liebeskasper in Thailand

#15 von Nestor , 31.12.2012 21:51

Mit der „wa(h)ren Liebe“ ist das halt schon immer und überall so ein eigen Ding.
Und doch ein ganz alter Zopf:

http://tinyurl.com/amwpzea

Ob man wenigstens noch zum Kasper taugt, hängt auch immer von Khun Gretel ab.
Jedes neue Engagement birgt zwar den Zauber des Anfangs, aber dann folgen
ja die Mühen des en suite Spiel(be)triebs…
Warum sollte das ausgerechnet in Thailand anders laufen?

Für all die 365 neuen Chancen in 2013
Euch allen alles Gute, Gesundheit und Glück,
egal ob beim Weitermachen, Durchhalten oder Neuanfang.

 
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