RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#16 von scubath , 07.02.2010 20:06

Zitat von Allgeier


Ich habe meine Frage hier gestellt weil ich gedacht habe, das vielleicht schon mal jemand eine Company gegruendet hatte und derjenige mehr weiss, wie es mit den Rechten und Pflichten eines Gesellschafter's ausschaut.
Einen Rechtsanwalt habe ich ja zur Hand, aber man tut sich leichter wenn man schon ein bisschen Vorahnung hat.

Allgeier



ich finde deine frage fast etwas zu pauschal um darauf sinnvoll antworten zu koennen. verstehe mich nicht falsch das ist nicht negativ gemeint. aber es gaebe hier zu viele gegenfragen die wichtig fuer eine passende antwort waeren.
grundsaetzlich ist es sinnvoll sich einen guten anwalt zur seite zu holen der einen ueber alle begebenheiten und auch speziellen gesetze fuer auslaender informiert. und mit anwalt meine ich auch einen anwalt, es gibt sehr viele angebote,oft auch von farang die sich als spezialisten darstellen und jede gesetzes luecke kennen. aufpassen! da beginnt das problem oft schon vor dem firmenbeginn.
ein guter thai anwalt, englisch sprechend und mit referenzen ist die beste wahl,
da du ja schon andeutest das deine frau gesellschafterin werden soll noch wichtiger auf serioese informationen zu bauen.
denn hier faengt das eigentliche problem an. denn zum beispiel braucht sie "laut gesetz " einen nachweiss woher ihr geld stammt.
also die behoerden wollen sicher stellen das sie ein echter gesellschafter ist und kein strohmann (frau )
die uebliche information der meisten berater wird nun sein" kein problem,wir melden die firma erst auf 100% thai gesellschafter an (da entfaellt dieser nachweis) und schreiben sie spaeter um. nur ein kleines beispiel von vielen.
also erkundige dich wie ernst der bekannte es meint, um welche investition es sich handelt (wichtig fuer die art der firmierung)
und wie das risiko spaeter aufgeteilt sein soll. z.B er macht die firma auf, deine frau ist gesellschafter und haftet je nach firmenart auch persoenlich. der farang hatt keine lust oder erfolg mehr und verschwindet ab nach hause. wer steht dann fuer eventuelle kosten,leasing,offene rechnungen etc gerade. ? wichtig !
bei meinem ersten versuch ging es aus oben genannten gruenden in die hose, beim 2ten war ich gescheiter und bin bis heute zufrieden.
gruss jan

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RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#17 von expat ( Gast ) , 21.03.2010 13:57

Wenn meine Frau so was machen wollte, würde ich ihr ganz dringend abraten. Und dann würde ich das erste Mal bedauern, dass es bei uns nicht üblich ist, dass wir uns etwas verbieten.

expat

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#18 von Allgeier , 21.03.2010 19:02

Zitat von expat
Wenn meine Frau so was machen wollte, würde ich ihr ganz dringend abraten.



Diese Idee kommt nicht von meiner Frau.
Der Russe ist mit einer Russin verheiratet. Hat also mal schon keine Thaifrau.
Geplant ist das meine Frau und von einem anderen Freund die Frau dort Gesellschafter machen.

Zitat von scubath
also erkundige dich wie ernst der bekannte es meint, um welche investition es sich handelt



Der ist zur Zeit in Russland und eroeffnet dort ein Reisebuero, dieses Buero wird dann mit dem in Thailand zusammenarbeiten. Diese Company wird ein Reisebuero sein wo sich auf russische Gaeste spezialisiert. Und diesen Leuten dann Thailand zeigt.
Wenn er mir erzaehlt was russische Pauschaltouristen fuer zwei Wochen Urlaub bezahlen, kann ich nur mit dem Kopf schuetteln. Da koennte ich ein ganzes Jahr hier leben.
Wegen den Investitionen, man wird wohl einen Minibus brauchen und was dann noch so kommt.

Zitat von scubath
also die behoerden wollen sicher stellen das sie ein echter gesellschafter ist und kein strohmann



Was ist in deinen Augen ein echter Gesellschafter? Der wo dann auch wirklich in der Firma mitarbeitet? Oder das dieses Geld auch wirklich von ihr ist?

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RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#19 von expat ( Gast ) , 21.03.2010 19:51

Zitat von Allgeier

Zitat von expat
Wenn meine Frau so was machen wollte, würde ich ihr ganz dringend abraten.



Diese Idee kommt nicht von meiner Frau.
Der Russe ist mit einer Russin verheiratet. Hat also mal schon keine Thaifrau.
Geplant ist das meine Frau und von einem anderen Freund die Frau dort Gesellschafter machen.



Genau das würde ich nicht machen.

expat

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#20 von Allgeier , 21.03.2010 20:12

Zitat von expat
Genau das würde ich nicht machen.



Und warum nicht?
Aus Prinzip nicht oder was stoert dich daran?
Habe ein offenes Ohr.
Haette ich in Deutschland vor ein paar Jahren besser auf meine Freunde gehoert, dann haette ich mir ein paar Tausend Euro sparen koennen. Da habe ich auch jemand einen Freundschaftsdienst erwiesen. Und der hat mich dann in den Ar.... getreten.

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RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#21 von expat ( Gast ) , 21.03.2010 21:30

Zitat von Allgeier

Zitat von expat
Genau das würde ich nicht machen.



Und warum nicht?



Weil man nur das machen soll, wovon man Ahnung hat und nur mit denen, die man gut kennt und denen man vertraut.

expat

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#22 von scubath , 21.03.2010 21:41

Zitat von Allgeier


Was ist in deinen Augen ein echter Gesellschafter? Der wo dann auch wirklich in der Firma mitarbeitet? Oder das dieses Geld auch wirklich von ihr ist?

Allgeier



das mitarbeiten ist mal nebensaechlich fuer die behoerden, dies wird ja auch firmen intern geregelt. aber eben die haftung, fuer alles was eben so durch firmenaktivitaeten an kosten oder abgaben enstehen kann.
shaereholder, also anteilshaber an einer firma ist ja genau geregelt. die anteile sind nach investition aufgeteilt. und diese muessen auch durch gelder des "shareholders" getaetigt werden. ein normaler vorgang der aber in der regel umgangen wurde.
farang gibt dem thai bekannten geld, dieser investiert es in die farang firma und unterschreibt gleichzeitig eine abtrittserklaerung. !
ist nicht nur in thailand illegal,
fakt ist die behoerden sind schon eine weile darauf aufmerksam geworden und haben die gesetze in diese richtung verschaerft.
bei firmen mit auslaendischer beteiligung muss nachgewiessen werden woher das geld der investoren (thai) kommt.
so hatt sich die regierung abgesichert das falls das baby am ende doch in den brunnen faellt und der thaishareholder sich hinstellt und sagt ich war nur strohman dies nichts daran aendert das er/sie dennoch voll fuer den gezeichneten firmenanteil haftet, ja sich sogar strafbar machte da bewusst gegen gesetze verstossen wurde.

bei einer LTD. mit mind 7 shareholdern, davon max 2 farang , invest 2 mio thb kommen 51 % von den 5 thais. und genau diese muessen offen gelegt werden . (1 farang +6 thais geht natuerlich auch )

auch sollte sich dein bekannter informieren unter welchen bedingungen er eine firma mit dem zweck tourist gewerbe betreiben kann und darf. hier gibt es einschraenkungen oder besondere anforderungen. hatte da mal einen guten link finde ihn aber leider nicht. eventuell weiss da jemand der anderen bescheid.

gruss jan

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RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#23 von Waitong ( gelöscht ) , 22.03.2010 09:07

Moin,

noch ein Gedanke, vielleicht nicht ganz so absurd, wie man denken koennte. Was ist, wenn der Russki leichte Maedels aus seiner Heimat auf diese Art z.B. nach Pattaya schleusen will ?

Vielleicht kann Somprit mal etwas aus seiner Sicht (Erfahrung) dazu schreiben, wuerde mich wirklich interessieren.

Waitong

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#24 von expat ( Gast ) , 22.03.2010 09:19

Zitat von Waitong

Was ist, wenn der Russki leichte Maedels aus seiner Heimat auf diese Art z.B. nach Pattaya schleusen will ?
Vielleicht kann Somprit mal etwas aus seiner Sicht (Erfahrung) dazu schreiben, wuerde mich wirklich interessieren.




Somprit tut so was nicht.

expat

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#25 von Allgeier , 22.03.2010 10:12

Zitat von Waitong
Was ist, wenn der Russki leichte Maedels aus seiner Heimat auf diese Art z.B. nach Pattaya schleusen will ?



Ein berechtigter Gedankengang. Da sind wir dann wohl an einem Punkt wo sich die Frage stellt: "Kann ich jemandem vertrauen hier, den ich erst ein paar Monate kenne?'

Die Antwort ist wohl nein.


Allgeier

 
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RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#26 von thai.fun ( Gast ) , 22.03.2010 17:22

Zitat von Waitong
.... noch ein Gedanke, vielleicht nicht ganz so absurd, wie man denken koennte. Was ist, wenn der Russki leichte Maedels aus seiner Heimat auf diese Art z.B. nach Pattaya schleusen will ?



....also ich denke das passiert zur Zeit wieder!
Wieder, weil ich in Erinnerung habe das die Russen vor mehr als 10 Jahren schon mal das Rotlicht Milieu in Pattaya aufmischen wollten. Was soviel ich weis mit vielen (12?) Toten Russen damals geendet hat...

thai.fun

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#27 von Binturong , 22.03.2010 19:44

Aber Allgeier, ich verstehe noch nicht ganz.

Wenn der Russe in seiner Heimat ein Reisebüro hat dann verkauft das doch die Reisen (Hin- und Rückflug, Hotels) nach Thailand.
Hier in Thailand braucht es dann vielleicht nur ein Büro um Touren zu vermitteln?
Dieses Büro steht dann in der Nähe der Touristenhochburgen – muss-.
Also weit weit weg von dir / euch.
Hat und versteht sie den Einblick in eine Bilanz?
Reisebegleiter müssen ja dann wieder Thais selbst sein.

Lohnt sich das Risiko so für deine Frau?
Das auch noch mit einem unbekannten.

Binturong  
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RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#28 von expat ( Gast ) , 22.03.2010 19:48

Zitat von Binturong
Aber Allgeier, ich verstehe noch nicht ganz.

Lohnt sich das Risiko so für deine Frau?
Das auch noch mit einem unbekannten.


Seine letzte Antwort scheint ja zu bedeuten, dass ihm das Risiko zu groß ist, und da hat er Recht.
Dennoch habe ich noch die Frage, Allgeier, was denn deine Frau davon haben soll.

expat

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#29 von Waitong ( gelöscht ) , 22.03.2010 20:40

Allgeier, jetzt bin ich auch neugierig geworden, was hat der Russki geboten ?

Waitong

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#30 von expat ( Gast ) , 23.03.2010 10:28

Dazu muss ich noch was sagen/schreiben:
Verlieren tut man meistens dann, wenn man glaubt gewinnen zu können. Und beschissen wird man meistens dann, wenn man in Situationen gerät, die man glaubt zu kennen, wo dann aber ein oder mehr Faktoren vom "Gegner" geändert werden, ohne dass man das voher ahnen konnte oder es nachträglich selber ändern kann.
Mal ein Beispiel ohne größeren Schaden. Ein Thairestaurant in Singapur. Ich möchte meiner Liebsten etwas Nettes gönnen und führe sie da hin. Da stehen Erdnüsse und liegen feuchte Papiertücher in Plastik, wie man sie an vielen Bars in Thailand gratis bekommt. In Singapur stand alles später auf der Rechnung.
Das zweite Beispiel spielt in Berlin. Auch ein Thairestaurant. Wir kommen aus Spanien und wollen da aus Anlass ihres Geburtstags essen. Eine Flasche Freixenet (spanischer Sekt) nehme ich mit und erkläre, dass wir ihren Geburtstag feiern und ob wir die Flasche da trinken können. Können wir und die Thaibedienung trinkt mit. Am Schluss berechnen sie Flaschengeld.

Und hier bei dem Fall sind zu viele Unwägbarkeiten, so dass ich das Risiko nie und nimmer eingehen würde, egal was versprochen wird.

expat

   


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