RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#46 von Hotjob ( Gast ) , 18.09.2010 14:27

Und so macht hier jeder seine eigenen Erfahrungen.
Der eine glaubt den Thais noch was beibringen zu können und der andere schaut lieber weg.
Ich bevorzuge die zweite Variante. Bin mit den Fliesenarbeiten bis heute seht zufrieden und die Kosten für die Fliesenleger regelrecht Peanuts. Was soll ich mich da aufregen wenn woanders 30 oder 50 Baht billiger gearbeitet wird. Leben und leben lassen. Ich bezahle meine Leute hier, und hab wirklich immer was zu tun, nie nach den sogenannten Tarifen. Die interessieren mich nicht.
Habe anfang Dezember 09 in Berlin zu Hause mein Badezimmer und eine Gästetoilette neu Fliesen lassen. Hat uns ca. 2500,- Euro gekostet !! Also, was solls

Hotjob

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#47 von Manfred , 18.09.2010 14:46

@Mohoo, du musst entschuldigen, ich habe nicht aufgepasst, du hast ja geschrieben am Tag. Bei uns wirst du keinen Fliesenleger finden, der im Tagessatz arbeitet, denn da hast du nur Murks, so ging es einem Nachbarn von mir, er wollte immer sparen, danach war die Arbeit 3 x so teuer. Also bei uns in der Region gilt 70 Bath m² das ist real.

@Hotjob, du hast ja recht, es ging hier beim Thema ja um das Thema Fliesenlegergeschaeft eroeffnen. Doch dazu muesste man am beginn des Hauses besser planen und genau arbeiten, dass die Boeden und Waende alle gerade und im Wasser sind. Nur so kommt man weg vom Moertelverfahren.

 
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RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#48 von thai.fun ( Gast ) , 18.09.2010 17:32

Zitat von Manfred
Ich finde es auch sehr schade, dass es in Thailand kaum solche Ausbildungsstaetten gibt.


Genau das dachte ich auch schon oft!
Es ist halt so, dass Thais schon alles können ,
aber wenn man Ihnen die Schule oder Ausbildung bezahlen würde,
mit anschliessender Anstellung, würden die sicher zugriffen!
Da wäre die Frage bei Gründung einer neuen Firma in Thailand, wie sie vinc369 im Sinne hat,
ob an erster Stelle, nach Gründung, eine solche bezahlte Ausbildung für Thais, später Nutzen bringen könnte?

thai.fun

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#49 von Somprit , 18.09.2010 23:10

... nun da IHR alle unserem vinc369 soo "zujubelt", ihm eine imaginäre Sicherheit, Gewissheit auf einen möglichen Erfolg vorzugaukeln versucht, werde ich wieder mal mit meinen pessimistischen Gedanken/Ansichten, Wissen auftrumpfen ... aber morgen erst, hatte heute einen sehr langen anstrengenden Tag...

Somprit  
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RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#50 von vinc369 , 19.09.2010 03:14

Danke fuer die tolle unerwartete grosse Reaktion die ich da erweckt habe, Ich habe natuerlich vor die Leute dir fuer mich arbeiten anfaenglich mit dem ueblichen, wo immer ich die Firma auch eroeffne, Tageslohn zu bezahlen und wenn sie es dann drauf haben nach qm zu bezahlen und damit sie mir nicht abhauen wenn sie es koennen oder oefters fehlen mit einer Praemie am Jahresende (je nach Leistung und Fehltagen) zu belohnen. Das duerfte Ansporn genug sein die Jungs oder auch Frauen bei der Stange zu halten (hoffentlich).

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RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#51 von Hotjob ( Gast ) , 19.09.2010 06:25

Imaginäre Sicherheit ?? Gewissheit auf einen möglichen Erfolg vorgaukeln ?
Da, Somprit hast Du das alles nicht richtig gelesen.
Immerhin, es gibt ca. 10 millionen Fliesenleger in Thailand. Wenn das mal reicht

Hotjob

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#52 von MooHo ( Gast ) , 19.09.2010 10:02

Zitat von vinc369
Danke fuer die tolle unerwartete grosse Reaktion die ich da erweckt habe, Ich habe natuerlich vor die Leute dir fuer mich arbeiten anfaenglich mit dem ueblichen, wo immer ich die Firma auch eroeffne, Tageslohn zu bezahlen und wenn sie es dann drauf haben nach qm zu bezahlen und damit sie mir nicht abhauen wenn sie es koennen oder oefters fehlen mit einer Praemie am Jahresende (je nach Leistung und Fehltagen) zu belohnen. Das duerfte Ansporn genug sein die Jungs oder auch Frauen bei der Stange zu halten (hoffentlich).



Aus meinen Erfahrungen ist es so, daß bei Arbeiten für einen Farang grundsätzlich höheres Einkommen erwartet wird.
Eine Prämie anzubieten, klingt schön, im hiesigen Denken ist das aber dann Teil des Lohnes den du einbehälst und damit verägerst du dein Personal. Um Personal inThailand zu halten (und bedenke immer, die Fluktuation ist hier außerordentlich hoch), mußt du andere Wege gehen. Ein Thai wird eine andere schlechter bezahlte Arbeit annehmen,wenn er sich davon mehr Sanuk verspricht. Du als Arbeitgeber mußt daher für die entsprechende Motivation und Spaß bei der Arbeit sorgen. Das heißt u.A. auch, daß du dich um die persönliche Belange und Probleme kümmerst, einfach gesagt du mußt ein thailändischer Patron werden.

Ich hege immer noch meine Zweifel, daß ein Fliesenlegergeschäft erfolgreich (auch mit den neuesten Methoden) erfolgreich betrieben werden kann, zumindest nicht mittelfristig. Hast du genügend Kapital, daß dich die nächsten 5 bis 10 Jahre über Wasserhält und auch Verluste aus dem Geschäft in dieser Zeit verkraften kann?
Wie gut ist dein Thai? Du mußt selbst als dein eigener Akquisiteur arbeiten (Baufirmen, Housing Development usw.) und um dort ernst genommen zu werden brauchst du Thai-Kenntnisse. Kannst du über deinen deutschen (schweitz. /österreich. ) Schatten springen und eine5 mal gerade sein lassen? Ist esdir möglich Zurechtweisungen in einem leisen Ton anzubringen, auch wenn in dir ein Zornes-Vulkan brodelt?
Das Baugewerbe in Thailand besteht zu 90% aus ungelernten, angelernten Arbeitern. Sobald die mal einen Job gemacht haben sind es Experten und machen sich selbstständig. Das kann schön bei den Schweißern sehen. Die brutzeln expertenhaft die Schlacke in die Schweißnaht und bekommen große Augen wenn man händisch die Teile auseinander bricht. Die kommen nie auf die Idee, daß die Schweißnaht fehlerhaft ist, sondern derjenige muß unglaublich stark sein.

Ja es gibt einige Ausländer, die in Thailand erfolgreich unternehmerisch tätig sind. Die haben in der Regel viel Kapital, noch mehr eigene Arbeit und außerordentlich viel Geistesschmalz investiert. Und die haben auch was überall in der Welt nötig ist eine fundierte Marktstudie erstellt (erstellen laßen) und einen soliden Businessplan gemacht.

MooHo

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#53 von Hotjob ( Gast ) , 19.09.2010 11:26

Meiner meinung nach kann Er sich das abschminken mit einem Fliesenlegerbetrieb hier in Thailand.
Ich wohne hier ( Pattaya ) schon seit anfang der 90igern und habe noch keinen Farang kennengelernt der es hier geschafft hat. Ausser einem, mein Freund Wolfgang hat hier seit gut 3 Jahren die Easy-ABC Schule . Die läuft sehr gut und Er ist ständig am Expandieren.
Die vielen anderen, die hier eine Bar betreiben , lutschen alle den Kitt vom Fenster. Sofern noch welcher da ist.

Wie war noch mal der Spruch, wie kann man in Thailand ein kleines Vermögen machen ? Indem man mit einem großen hier her kommt !!!!!

Hotjob

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#54 von Colo , 19.09.2010 12:04

Zitat von vinc369
Habe gemerkt das ich noch einiges vieles an Informationsbedarf habe bevor ich in Thailand ne Fliesenlegerfirma Co LTD eroeffne und versuchen werde einigen Thaihandwerkern das hier in Deutschland uebliche Fliesenverlegeverfahren beizubringen,


Sei gegrüßt @vinc
Lese bitte die Argumentationskette von @MooHoo nochmals gründlich durch. Nenne mir deinen Widerspruch darauf, daß und wie sich deine Vorstellung trotzdem umsetzen lässt.

Ein Gedanke ging mir beim durchlesen durch den Kopf -wie Du es hinbekommen könntest;
Konzentriere und spezialisiere dich bei der zukünftigen Kundschaft NUR auf Farangs die auch bereit sind für Qualität und Garantieleistungen zu bezahlen. Dazu gehört auch eine eigene Webpräsenz.

Ansonsten;
Ohne eine gewisse Connection und ein funktionierendes Netzwerk an "vertrauenswürdigen Patrons" bewegt "man(n)" sich hier zu Lande in einem unbarmherzigen Haifischbecken.

Ciao Colo

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RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#55 von MooHo ( Gast ) , 19.09.2010 12:38

Zitat von Hotjob
.... und habe noch keinen Farang kennengelernt der es hier geschafft hat...


Es gibt ein paar, die aber sind normalerweise nicht in den Touri-Hochburgen zu finden. Barbetrieb, vergiß es, Restaurant, na ja wo undwelchem Konzept?

Man könnte vielleicht sogar mit einem Fliesenlegerbetrieb erfolgreich sein (ich zweifele daran). Dazu muß man sich ein Netzwerk aufbauen, am Besten bevor man hier ankommt. Und genügend Kapital für eine lange Durststrecke haben. Rein wirtschaftlich gesehen ist das aber Unsinn, da das Kapital keine Rendite bringt. Höchstens unter dem Aspekt etwas für die eigenen Kinder aufzubauen, aber ob die später so einen Betrieb übernehmen wollen?

Das Wunschdenken, dort zu leben, wo andere Urlaub machen, verführt sich schnell in ein unüberlegtes Abenteuer zu stürzen. Dann kommen viel zu häufig nicht nachvollziehbare Geschäftsentscheidungen und schon ist man alles los. Macht alles richtig und ist erfolgreich, somuß man langsam anfangen sich gegen Übernahmen und Thaiisierung zu wehren. Denkt nur mal wie viele internationale Unternehmen in Thailand heute rein Thai sind: z.B. Ital-Thai, Berli Jucker usw. Aber es sind nicht nur große Firmen betroffen, selbst im kleinen läuft dieses Muster ab. Zuerst macht jemand ein Konkurrenzunternehmen auf, wenn dies erfolgreich ist wird man aus dem Markt gedrängt. Ist die Konkurrenz nicht erfolgreich wird versucht das Unternehmen zu ungünstigen Konditionen zu übernehmen, dabeikann auch durchaus schon mal Gewalt ausgeübt werden oder mit Hilfe der Behörden das Leben schwer gemacht.
Verfügt man selbst nicht über gute hochkarätige Kontakte , ist man seine Firma bald selbst los und lange vorher mit den Nerven am Ende.

MooHo

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#56 von Allgeier , 19.09.2010 20:41

Was sind fuer Investitionen fuer einen Fliesenlegerbetrieb hier noetig?

Ich sage jetzt mal ganz einfach eine kleine Flex und noch ein paar andere Kleinigkeiten. Die Investitionen halten sich wohl in Grenzen.
Man muss das am Anfang als Hobby ansehen mit dem Hintergedanken wenn es gut laeuft groesser zu machen.

Da hier in Thailand 99% Thai's leben sollte wohl die Kundschaft aus diesem Bereich kommen. Zu sehr auf auslaendische Kundschaft verlassen wuerde ich mich nicht.
Die sind doch noch neidischer wie die Thai's und vergoennen einem noch weniger.

Mein Ding waere immer noch Schweine und Jungrinder. Und auch hier waere es wichtig, klein Anfangen und dann sieht man ja. Wenn es nichts ist kann man den Saustall noch als Garage oder als Gaestezimmer umbauen.

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RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#57 von Hotjob ( Gast ) , 19.09.2010 21:14

Oder ein Aquarium aufstellen und den Fischen zuhören und die herrliche Ruhe geniessen

Hotjob

RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#58 von Somprit , 19.09.2010 21:32

Zitat von Allgeier
...Mein Ding waere immer noch Schweine und Jungrinder. Und auch hier waere es wichtig, klein Anfangen und dann sieht man ja. Wenn es nichts ist kann man den Saustall noch als Garage oder als Gaestezimmer umbauen. ...



... bevor ich mich mit meinem "allgemeingültigen Für & Wider", so ganz im Gegensatz zu Mooho`s "speziellen" geschäftlichen Gesichtspunkten zu Worte melden, möchte ich "den Saustall/ die Sauerei" von Allgeier aufgreifen ...

...tja, ich denke, wenn Du, Allgeier, dich mit einer Handvoll oder gar Dutzend Schweinen beschäftigst, wird sich kaum jemand groß darum kümmern... ... aber stelle mal eine "richtige Sauerei, so mit Mastschweinen pp" auf die Beine... .. "glaubst" Du, Du könntest die in Eigen-Regie "vermarkten", bliebest ohne Einwirkungen von außen ... oder würde man(n) Dir als Farang schnell zeigen wo der Fleischwolf wirklich steht und von wem er bedient wird ...

PS: Ich denke, dass MooHo hier äußerst klar & besonders deutlich die uns Farang hier gezogenen Grenzen/Möglichkeiten aufgezeigt hat

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RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#59 von Allgeier , 19.09.2010 22:05

Zitat von Somprit
richtige Sauerei, so mit Mastschweinen pp"



So um die 200 bis 300 Schweinen ist wohl im Bereich des moeglichen.
Nur man hat nicht nur Mastschweine, sondern zieht seine Ferkel selber und hat durch dieses auch einen Eber. Den man auch noch fuer 500 Bath vermieten kann.

Man faehrt als auf drei Beinen:
1. Den Eber zum decken vermieten
2. Ferkel selber ziehen und bei ueberbedarf die Ferkel verkaufen
3. Die Schweinemast

zusaetzlich Futter selber mischen.

Der naechste Punkt waere dann noch selber schlachten und auf dem Markt verkaufen oder dann noch Reiswuerste machen.

Irgendein Punkt wird dann schon ziehen. Und sollten die Schweine in einem guten Zustand sein werden sich auch Abnehmer finden.

Zitat von Somprit
glaubst" Du, Du könntest die in Eigen-Regie "vermarkten", bliebest ohne Einwirkungen von außen



Denke schon. Kannte hier mal einen Deutschen, der hat in der Pampa ohne Gefaehrtinn und ohne eigenen Schweinekenntnissen eine kleine Maesterei gemacht.
Der hat dann irgendwann auch die Ferkel selber gezogen. Hat aber auch Lehrgeld bezahlt.
Durch die Jahre kenne/kannte ich drei Auslaender wo mit Schweinen was am Hut hatten. Das Problem ist nicht die Einwirkung von aussen, sondern eine vernuenftige Kalkulation.

Aber gut das ich kein Geld habe. Aber wie MooHo schon geschrieben hat muss man erst einmal eine Durststrecke ueberwinden. Das waere bei den Schweinen hald von der Geburt bis zur ersten Schlachtung. Dreiviertel Jahr ungefaehr. Dann ist der Kreislauf geschlossen.
Man faengt hald mit zwei Mutterschweinen an und dann sieht man wie es sich entwickelt.

Aber irgendeine Company gruenden mit irgendwelchem grossen Papierkram wie es der MooHo hier geschrieben hat. Nein danke. In der Landwirtschaft ist es doch noch einfacher.

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RE: Leben und Arbeiten in Thailand

#60 von Somprit , 19.09.2010 22:22

... schade, unser Rong-Kwang hat sich selbst suspendiert ... ich denke mal "vielleicht" hätte er ja mal Deine optimistische Sicht/Brille zur eigenständigen "Vermarktung" wischen können ... ... nun ja, eventuell hängt es mit örtlichen Gegebenheiten zusammen ...

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