Hausbau in Thailand

#1 von werner.freitag , 12.07.2009 00:52

Hallo zusammen,

wie schon an andere Stelle besprochen , starten wir das Thama Hausbau und was damit zusammenhängt.
Ich werde meine Gedanken, Erfahrungen und Vorgehensweise in Etappen beschreiben und hoffe auf reichlich Kommentare und natürlich eigne Erfahrungen und Pläne der anderen Mitglieder.
Zuerst muss man sicherlich feststellen , dass gerade die Thailand-Foren ( deutsch und englisch) sehr gute Informationen liefern. Neben vielen , teils sehr umfangreichen Berichten findet man selbst ganze Bücher zum Bauen in Th kostenlos im Netz.

Landerwerb

Ich stellte vor einigen Jahren fest , dass vermögende Thais große Landflächen aufkaufen. Da ich ab Mitte 2009 meine aktive berufliche Laufbahn beenden wollte , war Umschauen angesagt. An dieser Stelle sei noch gesagt , dass ich beruflich in einigen Ecken auf der Welt war .Ich habe wenige Plätze gefunden, die die Kriterien
-Sicherheit
-niedrige Lebenshaltungskosten
-gute medizinische Versorgung
-internationaler Flughafen
erfüllen. Durch meine Frau , die ich 2001 kennenlernte , war das Suchen nach Thailand ausgerichtet. Dort sind diese Bedingungen leidlich erfüllt , auch wenn Thailand von Touristen ziemlich missverstanden wird.
Wo Land kaufen?
Wir wollten landschaftlich "schön" wohnen, also Meer oder Berge. Am Meer sind gute Lagen schlecht zu bekommen bzw. sehr teuer. Ich hatte aber auch nicht ausreichend Zeit zum Suchen. Durch Zufall ( Schwägerin wohnte in ChiangMai) bekamen wir ein Angebot im Norden , was aber für mich zu abgelegen war. Die Reise führte uns nach ChiangDao, wo wir mit Hilfe von Mon und Kurt ( ehemals Mon&Kurt's Restaurant, heute sind die beiden in Kanada) auf Landschau gingen, besser gesagt die Thai-Frauen. Farang treiben die Preise. So erwarb meine Frau die ersten ca. 3Rai. Es kamen dann noch 2 Nachbargrundstücke dazu, insgesamt ca. 20 000m2.
Ein Stück besitzt einige größere Bäume und ist für ein größeres Haus vorgesehen. Das anschließende hat jüngere Obstbäume , dort bauen wir jetzt das Holzhaus (Story kommt später). Das 3. haben wir glatt machen lassen, da schauen wir mal.
Das Land liegt zwischen Hauptstrasse und Bypass sehr ruhig mit schönem Blick auf die Berge.
Für 2 Grundstücke habe ich auf dem Land Office einen Niesbrauch ( USUFRUCT) in den Chanode eintragen lassen.

Noch zu dem Punkt gehört , dass wir in den letzten 3 Jahren häufig in ChiangDao waren. Ich kann behaupten , dass wir dort Freunde gefunden haben. Eine kleine , aber feine Farang-Gemeinde. ChiangMai konnte ich noch nicht wirklich entdecken , kommt noch.

Das zum Landerwerb.

Morgen mehr.

Werner

 
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RE: Hausbau in Thailand

#2 von werner.freitag , 12.07.2009 01:00

Wenigstens 2 Fotos mit Blick auf die Berge. Das sind die kleineren , der große Berg liegt in der Gegenrichtung.
Noch zu sagen ist , dass wir einen zuverlässigen Thai gefunden haben , der das Land pflegt und uns auch sonst super unterstützt.

Angefügte Bilder:
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 LandChiangDao3.jpg   LandChiangDao4.jpg 
 
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RE: Hausbau in Thailand

#3 von werner.freitag , 13.07.2009 18:37

Hallo an alle,

heute möchte ich meine Meinung und meine Vorgehensweise zur Baugenehmigung kurz beschreiben.

Das Papier scheint ja in den meisten Gegenden doch inzwischen notwendig zu sein. Es kann zum Beleg über den Eigentümer des Hauses werden.
Thailand hat sich gesetzlich so aufgestellt , dass ein Landerwerb durch Ausländer (fast) unmöglich ist. Das respektiere ich , da es einen Ausverkauf verhindert. Allerdings werden beim Landerwerb von Ausländer-Thai-Ehepaaren die Farang gezwungen , das Alleineigentum des Thai-Partners am Land schriftlich zu bestätigen.
Jetzt kann natürlich jeder seine Angelegenheiten regeln , wie er möchte. Ich bin deshalb aber der Meinung , dass ein Haus , welches von meinem Geld bezahlt wird , auch mir gehören sollte. Das läßt das thailändische Recht zu , wenn auf Land gebaut wird , für das der Ausländer ein Nutzungsrecht besitzt.
Deshalb habe ich auf das "Bauland" im Land Office einen Niesbrauch (USUFRUCT) eintragen lassen. Das ist für Ehepaare fast kostenlos. Für Niesbrauch an "fremden" Land wird ein Wert für die Nutzung angesetzt und darauf eine Steuer berechnet.
Wir haben das mit einem Anwalt gemacht , der den USUFRUCT in den Rechten und Pflichten in einem Vertrag genau definiert hat.

Wir haben uns für das Haus , was wir bauen wollen , Baupläne von einem befreundeten Architekten in Bangkok machen lassen. Er hat uns auch die Baugenehmigung beschafft. Ich mußte allerdings feststellen, dass sie auf mich und meine Frau gemeinsam ausgestellt ist , was nicht der Verabredung entspricht..
Bei dem Holzhaus , welches gegenwärtig gebaut wird , lief es ähnlich , nur direkt über den Bauunternehmer. Ich habe dann mit Unterstützung meiner Frau gefordert , dass das Papier nur auf meinen Namen umgestellt wird. Der Bauunternehmer hat das mit persönlichem Einsatz auch geschafft. Mein Eindruck ist , dass das Verhalten der thailändischen Behörde ( hier ObBorTor) von Unwissen und teilweise auch Unwillen geprägt ist . Aber es geht auch ohne Anwalt oder Anwaltsschreiben mit Beharrlichkeit ( und Teegeld?).
Was das Ganze bringt ist Ansichtssache. Wenn eine Partnerschaft gut läuft , gar nichts . Mir geht es hier auch etwas ums Prinzip. Ich bin normalerweise für gemeinsames Eigentum mit dem Ehepartner , aber dann einschließlich Land. Das geht in Thailand nicht.

Was ich noch für wichtig halte bezüglich des Eigentums in Thailand , ist ein thailändisches Testament. Man kann dort den Partner als Alleinerben einsetzen . Es gibt keine Pflichtteile. Das haben wir auch noch vor. Meine Frau ist zwar jünger als ich , aber auch sie wurde schon fast von einem LKW überrollt. Ihre Familie ist sehr moderat , aber auch in D ändern sich die Beziehungen oft schlagartig , wenn es etwas zu holen gibt.

Haltet mich jetzt bitte nicht für übervorsichtig, wir haben keinen Ehevertrag und ich bin sehr an einem guten Auskommen meiner Frau interessiert , wenn ich voraussichtlich vor ihr " den Löffel abgebe". Ich fühle mich in Thailand nur nicht so sicher , dass ich auf diese legalen Mittel verzichten möchte . Was es nützt , werden wir hoffentlich nie austesten müssen.

Ich bin sehr an Meinungen und Erfahrungen zu den angesprochenen Punkten interessiert und ich respektiere andere Standpunkte dazu.

Gruss

Werner

 
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RE: Hausbau in Thailand

#4 von scubath , 13.07.2009 18:57

sehr schoene aussicht auf deinem bauplatz. da kann man spaeter abende im garten geniessen.
bin sehr gespannt auf die weiteren berichte, danke das du diesen thread eroeffnet hast.

scubath  
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RE: Hausbau in Thailand

#5 von alex ( Gast ) , 14.07.2009 07:15

Hallo Werner ,

wenn ich so Eure Grundstücks Größen da anschaue .... mit sowas können wir in Patty nicht glänzen .

Bei Dir brauchst Du ja fast schon einen Traktor ums Gras zu mähen .......

Gruß Alex

alex

RE: Hausbau in Thailand

#6 von werner.freitag , 14.07.2009 17:53

Alex,

stimmt mit dem Traktor. Habe ich vor zu kaufen. Bisher macht unser "Landpfleger" noch alles mit einem Honda-Benzinrasenmäher. Möchte ich nicht selber machen, mühsam.

Wir brauchen natürlich nicht so viel Land, aber es war bezahlbar und die Stücke lagen neben einander. Da man in Thailand nicht weiß, was der Nachbar macht , schützt die Größe etwas. Man kann ja neben Wohnhäusern problemlos eine Schweinefarm anlegen.

Am Meer ist ein Stück Land von mindestens 1 Rai mit Meerblick ( kann ruhig weiter weg sein) in einer zivilisierten Gegend eher schwer zu bekommen bzw. nicht bezahlbar.

Da ich einmal beim Schreiben bin , etwas was zum Thema zuerst beantwortet werden sollte : Bauen oder Mieten ?

Wenn es keine guten Gründe für ein eignes Bauvorhaben ( oder auch Kauf ) gibt , ist das Anmieten einer Immobilie oder Wohnung sicher die erste Wahl. Man legt kein Geld ev. unwiederbringlich fest und man ist flexibel mit der Wohngegend oder auch der Rückkehr in die alte Heimat. Die Mieten sind auch sehr günstig.
Bei uns/mir spielen Hobbys und Gewohnheiten die ausschlaggebende Rolle für eine eigne Immobilie. So würde ich ungern mein Orchideen-Hobby aufgeben. Ich möchte auch Gestaltungsfreiraum haben. Wie gesagt , kann schiefgehen.

Gruss

Werner

 
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RE: Hausbau in Thailand

#7 von Isaan-Manni ( Gast ) , 15.07.2009 01:08

Hallo Werner,

Glückwunsch, wirklich eine befreiend schöne Weite in der Aussicht, die Lage scheint auch recht hübsch, mal sehen was Ihr draus machen werdet........

Gutes Gelingen ! - Isaan-Manni

Isaan-Manni

RE: Hausbau in Thailand

#8 von manfredo ( Gast ) , 15.07.2009 10:13

Hallo Werner,

alles gute und viel glück mit deinem Projekt.


Manfredo

manfredo

RE: Hausbau in Thailand

#9 von sarohu ( Gast ) , 15.07.2009 13:12

Hallo Werner ,

atemberaubende Lage, sehr schönes Grundstück - ein Traum für jeden Naturliebhaber. Auch ich wünsche dir gutes Gelingen und viel Erfolg beim Hausbau und dass alles ohne Komplikationen und nach deinen Vorstellungen abläuft.

Für mich persönlich kommt ein Mietobjekt auch nicht in Frage, bin halt so augewachsen und habe seit 49 Jahren immer in den eigenen 4 Wänden gelebt. Mein Standpunk in D war immer "ich zahl doch den anderen die Hütte nicht ab". Die Freiheit schalten und walten wie ich es für richtig halte ist mir viel wert. Gerade in Thailand ist in meinen Augen der finanzielle Verlust wenns schiefgeht noch rel. überschaubar. Muss mir das jetzt so einreden, da wir auch Land mit Haus kaufen werden...Aber prinzipiell sind deine Argument völlig richtig Werner, gut dass du sie hier reingestellt hast.

Freue mich auf die Fortsetzung, ist ja richtig spannend.....

Gruss Rolf

sarohu

RE: Hausbau in Thailand

#10 von werner.freitag , 26.07.2009 17:42

Hallo an alle ,

ich möchte mit einigen Infos und zum eigentliche Bauvorhaben starten.
Die Grundfrage ist ja , welches Haus , wie gross , wie ausgestattet ?
Dazu kann man Informationen ziemlich gut aus dem Netz abgreifen. Ich habe einiges gesammelt an Design und Preisen etc.
Wir haben uns dann für ein an den Thai-Stil angelehntes Haus entschieden , welches wohl mal auf Phuket verkauft wurde. Es entspricht mehr einem Lebensstil , wo sich vieles auch draussen abspielt.
Ich habe ein Bild angehängt , welches als Vorlage diente. Wir haben natürlich einiges geändert und angepasst. Es war nicht einfach , jemanden zu finden , der das bauen wollte. Die kleineren Firmen ( einer , der glaubt , er kann es + Farmer in der arbeitsschwachen Zeit ) haben die Hände gehoben , nach dem sie die Zeichnungen gesehen haben. Wir fanden dann eine "richtige" Baufirma mit guten Referenzobjekten. Der Unternehmer ist ziemlich flexibel.Er hat Spass an neuen Dingen. Ich bekam Material- und Preisaufstellungen auch in Englisch. Insgesamt , nicht wirklich einfach , aber praktikabel.

Wird fortgesetzt.

Werner

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 PLB-05-042C_Perspective.JPG 
 
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RE: Hausbau in Thailand

#11 von werner.freitag , 26.07.2009 18:02

Hi,

weil ich gerade beim Schreiben bin , noch eine Zugabe.
Wir waren uns früh klar darüber , dass wir unsere inzwischen 20 000m2 plus Haus nicht allein bewirtschaften wollten . Da sind Arbeits- als auch Sicherheitsaspekte zu beachten.
Also war der Gedanke naheliegend , mit einem kleineren Haus zu starten, das dann später für Gäste , für Angestellte oder auch zur Vermietung dienen kann.
Ein Vorteil ( neben den Zusatzkosten ) ist auch , dass ich das Leben in Thailand damit etwas "üben" kann und wir unseren Bauunternehmer real testen.
Wir hätten übrigens auch ein fertiges Haus gekauft , aber da gibt es in ChiangDao nicht viele nach unseren Vorstellungen.

Ich hatte mir für den Start Beispiele aus dem Netz angeschaut und dann wurden Zeichnungen nach unseren Vorstellungen entworfen.
Wir wollten auch etwas , was in die Gegend und zum ev. späteren großen Haus passt.

Damit wurde , wie ihr wisst , vor einiger Zeit begonnen.

Bilder zum Baufortschritt kommen im nächsten Beitrag. Es geht gut voran. Wir werden immer auf dem Laufenden gehalten. Bisher also keine Beschwerden , aber abwarten!

Gruss

Werner

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RE: Hausbau in Thailand

#12 von scubath , 26.07.2009 21:21

hallo werner. die idee mit dem kleinen haus und spaeter das grosse ist sehr gut. so kannst du eventuell noch ein wenig umplanen.
ein kleiner tipp von mir, da du auf holzpfosten baust lege hoeste achtsamkeit auf entwaesserung vom bodenbereich, die holzpfosten saugen enorm viel wasser aus dem bodenbereich und neigen in der regenzeit oft zu schimmel. besonders wenn sie gestrichen wurden gibt dies dann oft brobleme da das holz nicht abtrocknen kann. einfach bekommst du das problem in griff wenn du um das haus herum drainage rohre verlegst und das wasser vom grundstueck leitest.
gruss jan

scubath  
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RE: Hausbau in Thailand

#13 von werner.freitag , 28.07.2009 00:24

Jan,

das sieht dann so aus wie auf dem Bild.
Es wird gebrauchtes Holz eingesetzt , wo man die Wirkung von Erde und Wasser sieht. Allerdings wird bei uns auf eine Bodenplatte montiert , wie man auf dem nächsten Bild sieht. Ich hoffe , das reicht aus.

Gruss

Werner

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RE: Hausbau in Thailand

#14 von sarohu ( Gast ) , 28.07.2009 22:01

Hallo Werner ,

...gewaltige Stämme, gut abgelagert. Weisst du wie alt die etwa sind?? Sehen gar nicht mal so schlecht aus wo sie im Erdreich waren. Was meinst du was das für eine Holzsorte ist?
Die Betonplatte ist auch nicht von schlechten Eltern, ziemlich dick! So kommt der wenigstens der Bodenfrost nicht ins Haus, nein ich meine die Füsse bleiben trocken....
Weiterhin viel Spass und Erfolg bei Vollendung des ersten Hauses Werner, ist spannend zuzuschauen wie es wächst...

Holz, Stein und Mörtel bauen ein Haus,

Geist und Liebe schmücken es aus.


Gruss Rolf

sarohu

RE: Hausbau in Thailand

#15 von werner.freitag , 28.07.2009 22:27

Hi Rolf,

ich kenne den Namen des Holzes für die Säulen nicht. Es ist aber kein Teak . Meine Frau sagt es mir auf Thai , aber ich wage das nicht zu schreiben.

( klingt wie meine-käng ????? , fragt mal deine Mia ).

Gruss

Werner

 
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