RE: Wir leben in Thailand

#106 von Somprit , 23.10.2012 17:53

... aber auch gleich um die nächste Ecke "Halli-Galli" erleben ... und nicht diese trostlose Einsamkeit des Nord-Osten

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RE: Wir leben in Thailand

#107 von Somprit , 08.12.2012 07:20

....und hier meine Antwort auf @huglakis Vorhalt (!?) von anderer Stelle....

- wem sie zu lang erscheint...einfach nicht lesen -

Zitat von huglaki
...Deine Realität ist nicht immer auch die Realität der anderen Somprit...



Womit Du völlig Recht hast!

Nur sehe ich „meine Realität“ nach über 20 Jahren Thailand mit sehr offenen Augen und Sinnen, habe in so machen selbst geschaffene abgrundtiefe Realität „Anderer“ gesehen und erlebe es immer wieder neu.

„Meine Realität“, erlebt, insbesondere im 1. Jahrzehnt Thailand kann ein Jeder hier im Forum nachlesen...
Auch ich habe mein Lehrgeld, im Grunde oder sollte ich sagen: ausschließlich (!) durch eigenes Verschulden relativ teuer bezahlt.... ohne jedoch dadurch den vollständigen Bruch zu den damals beteiligten Personen/Familienbanden des 1. Jahrzehnts mit Ärger & Trauer zu besiegeln... heute noch bestehen durchaus freundschaftliche Beziehungen...

Aber aufgrund verschiedener Konstellationen habe ich nun mal Einblicke wie so manche Realität von Landsleuten aussieht...
Außen hin himmelhoch jauchzend, doch innerlich und abseits der Blicke der Öffentlichkeit zu Tode betrübt ...

Wenn Du - @huglaki - so manchen meiner Beiträge aus der Praxis für die Praxis mit offenen Augen gesehen haben solltest, gar das zwischen den Zeilen stehende entschlüsseln konntest, was ja wirklich nicht schwer ist, wüsstest Du, warum ich stets und immer wieder .... – wegen mir auch Oberle(e)hrerhaft oder als Besserwisser warnend den Finger erhebe! –

Ich selbst denke nicht, dass ich mit meinen heutigen Erfahrungen bei einem Null-Start wieder in Thailand beginnen würde!

Inzwischen habe ich eine kleine Familie, wo ich NUR für das ureigenste Ein-/Auskommen zu sorgen habe... Clan-Zweige sind/ wurden zu Anbeginn trockengelegt bzw. gar nicht erst bewässert...
ICH halte nichts von der Mit-Versorgung der verzweigten Clan-Zweige, welche, kaum dass ein Farang sichtbar wird, sich anmaßen dass dieser zum Wohlergehen beizutragen hat...

ICH, überheblich wie ich nun mal bin, „glaube“ mit allen Fasern meines Körpers im Lande, seiner Bewohner und Sonderheiten „angekommen“ zu sein... habe mich mit allen immer wiederkehrenden, mal aufflammenden Widrigkeiten, der immer wieder durchbrechenden seltsamen Logik der Freien, ihrem nicht vorhandenen Umweltbewusstsein, „arrangiert“!

Im Grund könnte ich mir eigene Worte ersparen, bräuchte nur darauf hinzuweisen was schon unser @illuminati vor einiger Zeit mal hier anführte:

Zitat
Jeder ist hier freiwillig - das ist die Ausgangslage.
...das ist die zentrale Aussage, alles andere meine persönliche Wahrnehmung, die logischerweise niemand teilen muss...

... Zurück zu den Umsiedler-Schicksalen, je weniger jemand in der Wirklichkeit lebt, je mehr Probleme entwickeln sich. Im eigenen Kulturkreis lässt sich vieles kompensieren - was in einem fremden Kultukreis zwangsläufig eskalieren wird...

...Es können wenige oder tausend Dinge sein oder werden - die einen Expat im fremden Land zur Verzweiflung bringen, der Weg ins Heimatland ist immer offen, ob das seine Probleme löst - wohl eher nicht, wie die Praxis zeigt...



Wie ich im Zusammenhang der vorstehenden Äußerungen unseres @illuminati schon anführte

„Wenn ich mir so manche Lebensumstände solcher „Isaan`is“ ansehe, welchen soziologischen/kulturellen Abstieg sie vollzogen haben, stehen mir meine kaum noch vorhandenen Haare zu Berge…
ABER ZUGEBEN wird es keiner… denn alle leben das Leben, was IHNEN schon immer vorschwebte… „arme Geister“ kann ich dann nur sagen! „


Allgemein gesehen ist der Begriff „Isaanis“ sicher anwendbar auch auf Landsleute, welche in anderen Landesteilen ihr Leben meistern, zumindest es versuchen.

„... Wie (@illuminati) schon gesagt, wer mit großen Problemen hier aufschlägt wird erfahren, dass sie ins gigantische anwachsen (können)- Urlaub unter Palmen, ist etwas anderes wie Leben unter Palmen...“

Nach Thailand überzusiedeln, ist und bleibt ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Und das ist genau der Dreh & Angelpunkt, ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang um das sich wirklich hier alles dreht!
Nur NIEMAND will dies von dem euphorisch einfliegenden Zuwanderer wirklich einsehen!
Jeder ist überzeugt, dass „IHM“ kein scheitern droht, da man(n) ja den absoluten Durchblick hat.

Dies liegt jedoch vor allem auch daran, dass in vielen Thailand-Foren ein völlig verzerrtes Bild gezeichnet wird. Die sehr häufig beschriebenen Lebensumstände sind/wurden eben nicht der Realität = Wahrheit entsprechend dargestellt sondern „schöngemalt“!

Jeder wird seine eigenen Gründe, welche meist/selten nichts mit der „Wahrheit“ zu tun haben, in den Vordergrund schieben
Wenn jemand gerade nach Thailand „auswandern“ will dann braucht er jemand der einem eher das negative sagt. Dummschwaetzer und Schreibtischtäter/ Illusionisten, haben wir schon genug, die sich die Wirklichkeit nicht eingestehen können/wollen!

Mit keinen oder minimalen Sprachkenntnissen, mit oft nur geringen finanziellen Mitteln stolpern sie in ein ihnen völlig fremdes Gesellschaftssystem, und wachen plötzlich unsanft auf dem Boden der landestypischen Tatsachen auf.
Viele Zuwanderer machen sich kaum die Mühe, sich mit ihrem neuen Umfeld eingehend auseinanderzusetzen, viele wollen ihre gewohnte Denkweise ohne weiteres bei den "Freien" einfach wiederfinden.
Der Lebensstil der Thais unterscheidet sich aber gewaltig von dem eines Europäers

Wenn es einer unserer „Brüder“ hier schafft, sich den Lebensumständen seines Angeheirateteten Familien-Clans mit allen seinen Facetten anzupassen, 1 : 1 darin aufgehen kann/möchte, frage ich mich, ob ich ihn beglückwünschen oder bedauern sollte....

Es ist verständlich, dass diese natürlich ganz besonders stolz sind, wenn sie es geschafft haben, und sie verbreiten deshalb überproportional ihre Meinungen und Ansichten. Man muss jedoch dabei bedenken, dass es sich dabei nur um einen kleinen Prozentsatz der ansonsten unzähligen Gescheiterten handelt....

Viele Tipps und Beschreibungen des Alltags mögen ja erheiternd sein, können jedoch bei existenziellen Fragen, bzw. bei Themen der Existenzgründung in Thailand, auf Unbedarfte ein völlig falsches Bild abgeben. Dies auch deshalb, da diese Personen häufig ohne ausreichende Finanzplanung sehr große finanzielle Krisen durchzustehen hatten, bzw. teilweise noch immer durchstehen. Angefangen vom Barbesitzer, der vor jeder "Low Saison" erneut zittert, bis zum "Exporteur" auf der eBay-Schiene...

Natürlich darf man auch die Heerscharen der ganzen selbsternannten "Helfer und Vermittler" nicht vergessen die sich in Thailand durchzuschlagen versuchen, eigene Landsleute erbarmungslos über den Tisch ziehen!
Größtenteils leben sie am Rande des Existenzminimums.

Dass deren Lebensumstände, und dadurch die verzerrte Wirklichkeit, natürlich auch in ihren Foren-Beiträge einen Niederschlag finden, wird sicher jeder verstehen. Zudem haben sehr viele inzwischen situationsbedingt ein Alkoholproblem oder sonstige psychische Störungen entwickelt, wodurch für mich manche Foren-Beiträge ebenfalls verständlicher erscheinen.

Sehr wichtig finde ich auch die Informationen über Aspekte der wirklichen Lebenshaltungskosten einer normalen Familie in Thailand, welche nicht unbedingt auf westlich ausgerichteter Nahrung verzichten möchte.
Viele haben da nämlich meiner Meinung nach besonders falsche Vorstellungen. Will man z.B. in Thailand auf dieselbe Weise wie in Europa leben, sind die entstehenden Kosten kaum geringer.

Längst hätte daher die Ländergruppen-Einordnung Thailands seitens der deutschen Finanzbehörde geändert... 1 Stufe angehoben sein müssen.

Abschließend...

Ein Thailand-Forum zieht die unterschiedlichsten Typen an. Das ist immer Fluch und Segen zugleich. Man muss einiges aushalten können, erfährt aber auf der anderen Seite auch viele neue Standpunkte, erfährt auch schon einmal Hilfe, ärgert sich schon einmal über notorische Besserwisser, die ihre Beiträge hinterlassen. Aber wir sind nicht nur so, das muss sogar so sein, sonst wird es nämlich schnell öde und langweilig.

Wer in einem Thai Forum aktiv ist und behauptet, er sei normal, ist bestimmt ein sehr interessanter Mensch....

Apropos, was sind eigentlich „Foren“...
Sind es tatsächlich virtuelle Plätze, auf denen es nur ein Ziel gibt: Sich gegenseitig fertigzumachen.... wobei Kollateralschäden unumgänglich sind ...., jedoch vom Zuseher erwünscht...
Herrliche Plätze, um zu entspannen...
...oder

...somit hoffe ich, zumindest Dir - @huglaki – nicht allzu negativ rübergekommen zu sein, wünsche allseits ein geruhsames Wochenende, 2. Advent.... denn bei mir steht heute des @Tangos familiärerChiangmai-Treff auf dem Plan, das restliche Wochenende ausschließlich im Zeichen meiner kleinen Familie!

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RE: Wir leben in Thailand

#108 von Johnboy ( gelöscht ) , 08.12.2012 07:42

doppelpost

Johnboy

RE: Wir leben in Thailand

#109 von Johnboy ( gelöscht ) , 08.12.2012 07:45

Zitat
Wer in einem Thai Forum aktiv ist und behauptet, er sei normal, ist bestimmt ein sehr interessanter Mensch...



ich kenne da keinen , mich eingeschlossen !

ich wünsche einen schönen guten morgen aus Surat Thani

Johnboy

RE: Wir leben in Thailand

#110 von Somprit , 08.12.2012 07:51

Zitat von Johnboy
....ich kenne da keinen , mich eingeschlossen ! ...



schließe mich natürlich umfassend an

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RE: Wir leben in Thailand

#111 von huglaki ( gelöscht ) , 08.12.2012 09:16

illuminati:

Zurück zu den Umsiedler-Schicksalen, je weniger jemand in der Wirklichkeit lebt, je mehr Probleme entwickeln sich.

Ich seh das genau andersrum. Das Festhalten an der gewohnten Wirklichkeit verschliesst die Augen für eine neue und schafft damit neue Probleme, die unlösbar erscheinen müssen, da mit dem hergebrachten nicht lösbar und das neue noch nicht bekannt.

Und ja somprit, ich verfolge deine Zeilen in Foren schon länger und weiss, dass du einiges an Problemen gehabt hast. Dass das, was du daraus an Lehren gezogen hast, für dich gut war, ist wohl erfreulich, aber keinesfalls allgemeingültig.

Ich selbst bin vor 5 Jahren umgesiedelt unter der Prämisse, keinen Baht in unwissentliches investieren zu wollen und können, dies wurde mir zugesichert und so ist es auch gekommen. Meine Welt befindet sich in der Balance. Und eines kannst du mir glauben: Geschenkt wurds auch mir nicht, es war Arbeit. Aber ich habe zum Glück eine Frau gefunden, die bereit war, sich auch ein bisschen umerziehen zu lassen, als sie erkennen musste, dass es für gewisses Argumente gibt. Da gibt es nichts anderes als ihr das erstrebte Ziel aufzuzeigen und die Alternative, dann fragen, was sie will und ihr den Weg aufzuzeigen. Aber auch klarmachen, dass es anders nicht geht. Entweder capito oder som nam naa. Nur so gehts. Ist das Gegenüber nicht "zu blond", sollte dem nichts mehr im Wege stehn.

huglaki

huglaki

RE: Wir leben in Thailand

#112 von Somprit , 08.12.2012 09:48

Zitat von huglaki
... Aber ich habe zum Glück eine Frau gefunden, die bereit war, sich auch ein bisschen umerziehen zu lassen, als sie erkennen musste, dass es für gewisses Argumente gibt. Da gibt es nichts anderes als ihr das erstrebte Ziel aufzuzeigen und die Alternative, dann fragen, was sie will und ihr den Weg aufzuzeigen. Aber auch klarmachen, dass es anders nicht geht. ...



... da sehe ich das A & O eines jeden erwartungsvoll Zugewanderten .... die Frau, das mit (alles!?) entscheidende Wesen!

"Stimmt" die Frau, lässt sie sich darauf ein, sich so manche Eigenart unserer "westlichen Sicht" anzueignen, öffnet sie IHRE nach Landesart-/-sitte geprägten und verklebten Augen, kann man(n)/Frau sich tatsächlich mehr als über die Schiene eines "Tarzan & Jane" verständigen , sollte einem zufriedenstellenden Leben nichts entgegen stehen...

Mein allergrößter Fehler hierzulande war (ist), dass ich anfangs einfach zu bequem & faul war (jetzt bin) die Landessprache wirklich zu erlernen....

Mein Wissen darüber reicht aus, alleine in der Stadt zurecht zu kommen, aber wirkliche "Gespräche" in Thai... ...deswegen wird bei uns zu Hause ausschließlich von ALLEN nur DEUTSCH geredet... und das beherrschen meine 3 weibliche Wesen wirklich ausgezeichnet


...und mit diesem Gedanken geht es jetzt ab zu@ Tangos Familien-Treff

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RE: Wir leben in Thailand

#113 von Binturong , 08.12.2012 12:27

Zitat
Somprit
ICH halte nichts von der Mit-Versorgung der verzweigten Clan-Zweige, welche, kaum dass ein Farang sichtbar wird, sich anmaßen dass dieser zum Wohlergehen beizutragen hat...


Sonst schönes Aufsätzchen… .
Aber du hast das hiesige Sozialsystem noch nicht verstanden!
In den Städten mag das sich geändert haben – aber auch noch nicht wirklich.
Die (Groß-) Familie ist das soziale Netz.
In diese ist man durch heirat –Zusammenzug – darin verwickelt. Wenn du meinst du kannst dich da raus halten meinetwegen. Aber deine Frau – und auch ihre Kinder – können das nicht!
Nur der Anteil an den einzelnen Geschehen macht den Unterschied.

Zitat
Johnboy
ich kenne da keinen , mich eingeschlossen !


Kennst du mich?
Ich für mich bin normal.
Und Somprit danke für deine Beurteilung.

Zitat
huglaki
Aber ich habe zum Glück eine Frau gefunden, die bereit war, sich auch ein bisschen umerziehen zu lassen, als sie erkennen musste, dass es für gewisses Argumente gibt .


Hah hah!
Nur das gelingt eben den meisten nicht oder eben aber halt peu à peu. (Du hast ja angeblich deinen dritten Versuch.)
Stellt euch einmal vor, da kommt ein „Depp“ daher – hübsch kann er ja noch sein, auch mit seinem großen Bauch, hat viel Geld, kann aber sonst gar nichts. Der sitzt die Tage nur vor einem Computer und spielt nur darauf herum. (Für Thais sind Computer nur Spiele - kann / macht schon jedes Kind.)
Tagtäglich.
Der kann keine Sprache, nicht lesen, nicht kochen, nicht putzen – Gegenteil er macht nur Dreck – kann nicht auf dem Reisfeld mitarbeiten, von unserer Kuh hat er auch keine Ahnung, hat gar Angst vor der, schwitzt, stöhnt und bemängelt immer nur.
Und der soll was drauf haben? Das was der mir unverständlicher weise und ganz neu erklären - gar einen Bären aufbinden – möchte entspricht jeglichem meines „angelernten“ oder anerzogenen Wissens. (Logik kenne ich ja nicht – woher auch?)
- Das ganze kann jeder selbst ausspinnen. Es soll nur mal ein wenig aufzeigen wie sich die Frau fühlen kann.
Dann könnte man verstehen, wieso eine Thaimaus eben nicht den „Faranggott“ verstehen kann und ihn zu recht biegen möchte gar muss.
- Das Leben ist ein Kampf ! –
- Und: Wir sind nur so gut, wie unsere Frauen sind.

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RE: Wir leben in Thailand

#114 von blawan ( Gast ) , 08.12.2012 17:46

Man(n ) nehme einen Spiegel und lese die eigenen Zeilen...

Somprit schreibt, ich kommentiere kurz in GROß

„Im Grund könnte ich mir eigene Worte ersparen...nach über 20 Jahren Thailand.“
JA, ABER WARUM DENN NICHT?

"Mit keinen oder minimalen Sprachkenntnissen, stolpern sie in ein ihnen völlig fremdes Gesellschaftssystem, und wachen plötzlich unsanft auf dem Boden der landestypischen Tatsachen auf."
DIE SELBSTERKENNTNIS

"Mein allergrößter Fehler hierzulande war (ist), dass ich anfangs einfach zu bequem & faul war (jetzt bin) die Landessprache wirklich zu erlernen...Mein Wissen darüber reicht aus, alleine in der Stadt zurecht zu kommen, aber wirkliche "Gespräche" in Thai..."
EBEN FEHLANZEIGE. WOZU SICH AUCH ALS „ANGEKOMMENER“ MIT THAIS ABGEBEN... (s.u.).

"...Deswegen wird bei uns zu Hause ausschließlich von ALLEN nur DEUTSCH geredet...und das beherrschen meine 3 weibliche Wesen wirklich ausgezeichnet..."
THAIFRAUEN SIND ALSO KLÜGER ALS...

"Meine Realität...durch eigenes Verschulden relativ teuer bezahlt... Ich selbst denke nicht, dass ich mit meinen heutigen Erfahrungen bei einem Null-Start wieder in Thailand beginnen würde!"
ALSO GESCHEITERT UND BEREUT

"ICH, überheblich wie ich nun mal bin, „glaube“ mit allen Fasern meines Körpers im Lande, seiner Bewohner und Sonderheiten „angekommen“ zu sein..."
“GLAUBE“ IST RICHTIG GESAGT.
DENN OHNE DIE SPRACHE ZU BEHERRSCHEN VÖLLIG UNGLAUBWÜRDIG.
EBENSO MIT NUR ZUM ABNEHMEN IN EINEN WAT (KLOSTER) ZU GEHEN, DABEI ABER DAS WICHTIGSTE AUSZULASSEN, NÄMLICH DIE MEDITATIONEN (http://www.forumthailandtip.com/index.php?topic=10731.0
ALIAS P-PONG OFFENBART:
"... etwas gegen das zu machen, was ich zu Hause in unserer kleinen „deutschen Enklave“ niemals erreichen würde ... ABZUSPECKEN, die mit über 90 Kilo überlasteten Kniegelenke, den Bauchumfang zurück zu fahren....
...entzog mich den langen Meditations-Stunden weitgehend unbemerkt zu langen stillen Spaziergängen im weitläufigen parkähnlichen Gelände des Meditations-Zentrums ...
Bei der Anzahl der „Gäste“, der alle in weiß gekleideten Laien-Monks, war dies relativ einfach...
"Tja, ich denke, ein Jeder kann hier ersehen, dass es mir weniger um die Lehre Buddhas ging ... sondern ich eine Möglichkeit suchte, einen Grundstein, den ich jetzt in meiner kleinen deutschen Enklave weiter festige/verfolge, nämlich ABZUSPECKEN...
Ihr sehet, ich als bekennender Atheist, hatte völlig andere Grundvoraussetzungen!
Mir ging es weniger um das geistige Wohl, die innere Einkehr... mehr um das profane „Wohlbefinden“ in körperlicher, übergewichtiger Hinsicht...")"

DAS „in unsrerer kleinen deutschen Enklave“ LEBEN BEDEUTET ANGEKOMMEN ZU SEIN?
DEUTLICHER ALS MIT DEM MIßBRAUCH EINES WATAUFENTHALTES KANN MAN SEINE VERACHTUNG FÜR SEIN GASTLAND UND DESSEN KULTUR WOHL GAR NICHT ZUM AUSDRUCK BRINGEN!

...habe mich „arrangiert“!...
WOHL DOCH DIE ANDEREN, ZU DEINEN BEDINGUNGEN (siehe Sprache)!

Da man(n) ja den absoluten Durchblick hat...Jeder wird seine eigenen Gründe, welche meist/selten nichts mit der „Wahrheit“ zu tun haben, in den Vordergrund schieben
SIEHT MAN HIER!

Viele Zuwanderer machen sich kaum die Mühe, sich mit ihrem neuen Umfeld eingehend auseinanderzusetzen, viele wollen ihre gewohnte Denkweise ohne weiteres bei den "Freien" einfach wiederfinden.
EIGENE NASE...

Natürlich darf man auch die Heerscharen der ganzen selbsternannten "Helfer und Vermittler" nicht vergessen die sich in Thailand durchzuschlagen versuchen, eigene Landsleute erbarmungslos über den Tisch ziehen!
DU STELLST DICH AUCH SELBST ALS HELFER UND VERMITTLER DAR

Dass deren Lebensumstände, und dadurch die verzerrte Wirklichkeit, natürlich auch in ihren Foren-Beiträge einen Niederschlag finden, wird sicher jeder verstehen. Zudem haben sehr viele inzwischen situationsbedingt ein Alkoholproblem oder sonstige psychische Störungen entwickelt, wodurch für mich manche Foren-Beiträge ebenfalls verständlicher erscheinen. Ein Thailand-Forum zieht die unterschiedlichsten Typen an...man ärgert sich schon einmal über notorische Besserwisser, die ihre Beiträge hinterlassen.
DAS KANN MAN NUR ALS SELBST BETROFFENER SO SEHEN. DAS IST SO WIE MIT EINEM KRIMINALER, DER SELBST ÜBER GENUG KRIMINELLE ENERGIE VERFÜGEN MUß, UM DIE DENK- UND VORGEHENSWEISE VON KRIMINELLEN ÜBERHAUPT NACHVOLLZIEHEN ZU KÖNNEN (wem sage ich das).

„Wer in einem Thai Forum aktiv ist und behauptet, er sei normal, ist bestimmt ein sehr interessanter Mensch...“
Johnboy schrieb dazu: „ich kenne da keinen , mich eingeschlossen !“
„schließe mich natürlich umfassend an“ antwortet Somprit.

SO, JETZT KANN DER SPIEGEL WEG.

FAZIT
Das von mir kommentierte, mit Abwertungen von sowohl Thais als auch Farangs durchzogene Pamphlet eines "lehrenden Thai-Forenkaisers" eröffnet unglaubliche Einblicke in ein sehr individuelles Seelenleben. Mit klaren Sinnen erkennt man dessen zickzackartig gewobenes Strickmuster.

Die beabsichtigte Ablenkung von den offenen Antworten in Führerschein, Bildung, Beschneidung, Israel/Palästina, sowie vom Thema „Private Nachrichten“ ist dabei aber nicht zu übersehen.
Mit der Vermeidung und Verweigerung dort spiegelt sich aber die wahre Realität anschaulich wider.

blawan

RE: Wir leben in Thailand

#115 von blawan ( Gast ) , 08.12.2012 17:54

Binturong schreibt an Somprit:

„Aber du hast das hiesige Sozialsystem noch nicht verstanden!
Die (Groß-) Familie ist das soziale Netz.
In diese ist man durch heirat –Zusammenzug – darin verwickelt. Wenn du meinst du kannst dich da raus halten meinetwegen. Aber deine Frau – und auch ihre Kinder – können das nicht!“


Genau so ist das.
Der Farang, der sich da „raushält“, gibt der Frau Geld. Meist motzt er dabei noch, daß sie zuviel fordert.
Sie braucht das aber eben, nicht nur für sich, denn SIE muß der Familie davon abgeben, weil ER es nicht will!
Das muß sie dann heimlich tun, weil ihr sonst der „liebende Gatte“ die Hölle heiß macht.
Damit wahrt sie bei der Familie ihr Gesicht und vereitelt Vorwürfe, sie habe einen schlechten Mann, was bedeuten würde, sie selbst sei keine gute Frau. Sie hat also gar keine andere Wahl, als so einen Kiiniau=Geizkragen zu decken. Wie das Verhältnis der beiden realistisch aussieht, kann sich jeder denken, hoffentlich.

Binturong weiter:
„Stellt euch einmal vor, da kommt ein „Depp“ daher – hübsch kann er ja noch sein, auch mit seinem großen Bauch, hat viel Geld, kann aber sonst gar nichts. Der sitzt die Tage nur vor einem Computer und spielt nur darauf herum. (Für Thais sind Computer nur Spiele - kann / macht schon jedes Kind.)
Tagtäglich.
Der kann keine Sprache, nicht lesen, nicht kochen, nicht putzen – Gegenteil er macht nur Dreck – kann nicht auf dem Reisfeld mitarbeiten, von unserer Kuh hat er auch keine Ahnung, hat gar Angst vor der, schwitzt, stöhnt und bemängelt immer nur.
Und der soll was drauf haben? Das was der mir unverständlicher weise und ganz neu erklären - gar einen Bären aufbinden – möchte entspricht jeglichem meines „angelernten“ oder anerzogenen Wissens.“


Ich zweifle stark daran, daß das von einem einschlägig Betroffenen überhaupt (noch) erkannt werden kann. Falls doch, wahrscheinlich nur sehr beschränkt, wird es sicher nachdrücklichst gaaanz weit von sich weg gewiesen.

blawan

RE: Wir leben in Thailand

#116 von illuminati , 08.12.2012 18:08

----ein längerer Beitrag, besser nur lesen, wenn genug Zeit vorhanden, sonst wird es wahrscheinlich auch nicht verstanden ----

Zitat von Binturong

- Das Leben ist ein Kampf ! –
- Und: Wir sind nur so gut, wie unsere Frauen sind.



gut gebüllt Löwe.

da wir Ausländer hier unstrittig im thail. Qutback sind, die internationalen Produkte wie Auto oder Kitkat nur diese Tatsachen verschleiern, ist das mit dem Kampf und den Frauen Fakt. Alles zu diesem Thema ist im Grunde eine Wiederholung -> im Prinzip eine ständige Wiedergeburt.

Situation:

Zitat
Das Ende ist mein Anfang - Ein Vater ein Sohn und die grosse Reise des Lebens (Tiziano Terzani)
Das ist das verdammte Problem mit der Freiheit. Nie zuvor sind wir so unfrei gewesen wie heute, obwohl unsere Freiheit scheinbar grenzenlos ist. Wir können kaufen, was wir wollen, ins Bett gehen, mit wem wir wollen, haben die Auswahl zwischen Dutzenden von Automodellen und Zahnpastasorten, zwischen Handys mit oder ohne Kamera, und so weiter und so fort. Und doch gibt es keine Freiheit mehr, jedenfalls nicht die Freiheit zu sein, wer man ist. Denn alles ist bereits vorgesehen, alles ist geregelt, und auszuscheren ist nicht leicht und führt zu Konflikten. Überleg mal, wie viele Leute aus dem System hinaus und an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, weil sie nicht ins vorgefertigte Modell passen! Warum tun sie nicht einfach etwas anderes?




Zitat
Das Ende ist mein Anfang - Ein Vater ein Sohn und die grosse Reise des Lebens (Tiziano Terzani)
Der Mensch von heute ist der Wirtschaft hörig. Sein ganzes Leben ist von ihr beherrscht. Das wird meiner Meinung nach das große Thema der nächsten Zeit sein: die Rebellion dagegen, dass die Wirtschaft unser Leben bestimmt, der Kampf um eine Form von Spiritualität - oder meinetwegen auch Religiosität -, auf die die Leute zurückgreifen können. Denn das ist doch eine Konstante in der Geschichte der Menschheit, das Bedürfnis, wissen zu wollen, wozu du eigentlich auf dieser Welt bist.


das sind die Worte eines Menschen unmittelbar vor seinem Tode ....
beide Zitate entsprechen meiner Wahrnehmung ---und kommen aus dem Zentrum Europas

Zitat
Das Ende ist mein Anfang - Ein Vater ein Sohn und die grosse Reise des Lebens (Tiziano Terzani)
Alles stirbt. Der Gott Krishna hat das sehr schön gesagt: Alles, was geboren wird, stirbt, und alles, was stirbt, wird wieder geboren. Auch ich empfinde das Ende als Anfang. Der Anfang ist mein Ende, und das Ende ist mein Anfang. Denn ich bin immer mehr davon überzeugt, dass es eine typisch westliche Illusion ist, die Zeit für etwas Geradliniges zu halten, für Fortschritt. Nein, die Zeit ist nicht vorwärtsgerichtet. Sie wiederholt sich, sie dreht sich um sich selbst. Die Zeit ist kreisförmig. Das empfinde ich ganz stark. Und das sieht man auch an den Fakten, an der Banalität der Fakten, an den Kriegen, die sich immerfort wiederholen.




eine mögliche Lösung, die bei mir immer mehr Raum ergreift

Zitat
Meditation: Kraft und Klarheit für den Geist - (German Edition) (Ajahn Brahm)
Das Ende aller Leiden Schritt für Schritt also bringt ihr den Geist zur Ruhe, und mit jedem Schritt werden die Leiden geringer. Solange noch Sankharas da sind, gibt es auch Dukkha. »Alle Sankharas sind leidvoll«, heißt es in den Suttas (zum Beispiel AN 3,136). Was genau ihr gerade empfindet, weiß ich nicht, aber dass es Dukkha ist, das weiß ich. Wenn euch meine Worte begeistern, ist das immer noch Dukkha. Alles ist Leid. Erst wenn alles befriedet ist, schwindet auch das Leid. Schritt für Schritt verschwindet alles, und dafür bekommt ihr immer mehr Glauben und Weisheit. Es ist nicht so, dass ihr mit viel Glauben und wenig Weisheit anfangt und am Ende haufenweise Weisheit und kaum noch Glauben habt. Die beiden wachsen gemeinsam. Euer Glaube und das Zutrauen zu diesem Weg wachsen, und je mehr Einsicht und Weisheit ihr dadurch gewinnt, desto stärker wird auch der Glaube. Im Stadium der Erleuchtung ist das Vertrauen nicht mehr zu erschüttern. Die meisten Menschen haben nicht einmal ein bisschen Glauben, weil sie »zu viel Staub in den Augen« haben, wie es in den Suttas heißt (zum Beispiel MN 26). Das gilt ganz besonders für unsere Zeit, in der sich die Menschen ziemlich ausschließlich den Dingen der Welt ergeben. Sie können kaum verstehen, was Sabbasankharasamatha bedeutet, das Befrieden des Willens und aller vom Willen hervorgebrachten Dinge, das Befrieden des Samsara. Sie können sich auch nicht vorstellen, dass es sich lohnt, das anzustreben. Aber wer schon ein wenig Ruhe gefunden und nur noch wenig Staub in den Augen hat, versteht, dass es der einzige Weg zu Glück und Freiheit ist. Und wer diesen Weg nicht einschlägt, wird endlos Umtrieb, Müdigkeit, Frustration, Plackerei und Ärger erleben, Leben für Leben, äonenlang. Die Tränen, die ihr schon geweint habt, sagt der Buddha, sind mehr als alles Wasser der Weltmeere (SN 15,3). Ihr seid so oft gestorben, dass alle eure Knochen, auf einen Haufen geworfen, einen Berg ergeben würden (SN 15,10). Und euer Blut, allein von allen euren Enthauptungen, würde ebenfalls die Weltmeere füllen (SN 15,13). Das wird wohl ein Gefühl von Nibbida auslösen, von Widerwillen oder Ekel gegenüber diesem potenziell endlosen Leiden. Zum Glück gibt es einen Ausweg. Ihr übt den Weg und kommt langsam, langsam auf ihm voran, euer Zutrauen wächst. Vergesst nicht, wie überaus wichtig die Befriedung der Dinge ist, die Beruhigung aller Dinge. Stellt an jeder Stufe eurer Meditation einen Wächter auf. Bildet euch nicht ein, das »Loslassen« sei so etwas wie ein Freifahrschein für Fantasiereisen oder ausgiebiges Schlafen. Das Nicht-Tun ist ebenfalls eine Schutzvorrichtung, ein Wächter, ein Rausschmeißer. Die besten Rausschmeißer in Nachtclubs sind Leute, die einfach nur dastehen müssen. Sie brauchen nichts zu tun, schon ihr bloßes Vorhandensein beugt haarigen Situationen vor. Ihr braucht nichts weiter als Achtsamkeit, starke, kluge, schützende, fürsorgliche Achtsamkeit, und ungute Geisteszustände können gar nicht erst aufkommen. Gleichzeitig werden Glaube und Weisheit Schritt für Schritt stärker und in der Folge auch Frieden und Freiheit. Dann wisst ihr, dass dieser Weg mit seinen tiefen Meditationen der Weg zum Nibbana ist. Einsichtsmeditation ohne Jhana, so etwas gibt es nicht. Einen anderen Weg gibt es ebenfalls nicht, es gibt nur den achtfachen Pfad. Es gibt nur das Loslassen, das Befrieden der Sankharas, und die Erfahrung dessen, was sie nach sich ziehen, die Jhanas. Je häufiger eure Jhana-Erfahrungen werden, desto mehr und endgültiger befriedet ihr die Sankharas, und im Verlauf dieser Entwicklung legt ihr euer Ich-Gefühl ab und gebt das endlose Umherschweifen im Samsara auf. Ihr lasst all das sein, was doch nur Leid ist, und legt es auf Nibbana an. Auf diesem Weg erwächst Einsicht aus der Befriedung des Geistes. Das tun wir hier und darum geht es im Buddhismus



das entscheidende Faktum:

Zitat
Unser wahres Zuhause (Ajahn Chah)
Die Buddhalehre zu verwirklichen, den Weg zur Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod, ist eine Aufgabe, die jeder alleine vollbringen muss.



obwohl wir in einem buddhistischen Land leben - den Weg der Befreiung - dem auszuweichen das haben die normalen Thais ebenso perfektioniert, wie der Westen sein Bildungsbürgertum. Dem Farang bietet sich hier eine aussergewöhnliche Chance, er lebt gewissermassen im kulturellen Niemandsland, hat viele Dinge schon loslassen müssen, wenn er clever wäre würde er diesen Weg des Loslassens perfektionieren. Dazu muss niemand in den Wat auch ist das Verfahren das gleiche im Christentum (hat nur andere Namen) was dazu nötig ist - viel Zeit und Geduld, das müsste der Farang eigentlich fast unbegrenzt (bis zum Tod) zur Verfügung haben. Jeder hat die Verpflichtung seine Restlebenszeit sinnvoll zu verwenden - das vordert die Natur ein. Wer das nicht erkennt, dem hilft auch keine Krankenversicherung oder hohe Rente - die Waagschale der Natur fällt ihr eigenes Urteil.
Gruss

PS: es muss auch nicht gleich jeder meditieren - wenn er dazu in der Lage ist kann er sich glücklich schätzen - ein rechtschaffendes Restleben ist da schon ein schöner Erfolg.

 
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RE: Wir leben in Thailand

#117 von blawan ( Gast ) , 08.12.2012 23:48

Ja, Illiuminati.

Die Voraussetzung ist innere Stille.

Wenn diese andauernd von äußerem und innerem Lärm gestört wird, ungewollt erlitten oder bewußt zur Ablenkung herbeigeführt, dann kommt man allerdings nie zur Ruhe und kann die notwendige Stille nicht erreichen.

Die folgende Erkenntnis verdeutlicht die Begriffe:
Die Entsprechung zum äußeren Lärm ist der innere Lärm des Denkens.
Die Entsprechung zur äußeren Stille ist innere Stille jenseits der Gedanken.


Der Philosoph Descartes glaubte, er habe die fundamentalste Wahrheit gefunden, als er seine berühmte Aussage machte: "Ich denke, also bin ich." In Wirklichkeit hat er damit den grundlegendsten Irrtum ausgedrückt, nämlich den, Denken mit Sein und Identität mit Denken gleichzusetzen. Der zwanghaft Denkende, also fast jeder, lebt in einem Zustand von scheinbarer Getrenntheit, in einer krankhaft komplexen Welt ständiger Probleme und Konflikte, einer Welt, die ein Spiegel für die wachsende Zerstückelung des Verstandes ist.

Identifikation mit deinem Verstand erschafft einen dunklen Schleier von Konzepten, Bezeichnungen, Vorstellungen, Wörtern, Urteilen und Definitionen, der jede wahre Beziehung behindert. Er gerät zwischen dich und dein Selbst, zwischen dich und deine Mitmenschen, zwischen dich und die Natur.

Dieser Schleier aus Gedanken erschafft auch die Illusion von Trennung, die Illusion, dass es dich gibt und getrennt davon den/die anderen. Dann vergisst du die grundlegende Tatsache, dass du auf einer Ebene, die tiefer ist als körperliche Erscheinungen und separate Formen, eins bist mit allem, was ist. Mit "vergessen" meine ich, dass du dieses Einssein nicht mehr als offensichtliche Wahrheit fühlen kannst. Du magst glauben, dass es wahr ist, aber du weißt es nicht mehr.

Denken ist zu einer Krankheit geworden. Krankheit entsteht, wenn Dinge aus dem Gleichgewicht geraten. Zum Beispiel ist es normal, wenn Zellen sich im Körper teilen und vermehren, aber wenn dieser Prozess sich unkontrolliert ohne Bezug zur Ganzheit des Körpers fortsetzt, dann wuchern diese Zellen und Krankheit entsteht.

Der Verstand ist ein hervorragendes Instrument, wenn er richtig benutzt wird. Bei falschem Gebrauch kann er allerdings sehr destruktiv werden. Genauer gesagt ist es nicht so, dass du deinen Verstand falsch gebrauchst - du gebrauchst ihn normalerweise überhaupt nicht. Er gebraucht dich. Das ist die Krankheit. Du hältst dich für deinen Verstand. Das ist die Wahnidee. Das Instrument hat die Macht über dich gewonnen.

Dann benutzt der Verstand dich. Du bist unbewusst mit ihm identifiziert, deshalb weißt du nicht einmal, dass du sein Sklave bist. Es ist fast so, als seist du besessen ohne es zu wissen, und deshalb hältst du den Verstand, der dich besetzt, für dich selbst.

Freiheit beginnt, wenn du erkennst, dass du mit dem Verstand, dem Denker, der dich im Zustand der Besessenheit hält, nicht identisch bist. Diese Erkenntnis befähigt dich, den Denker zu beobachten. Sobald du beginnst, den Denker zu beobachten, wird eine höhere Bewusstseinsebene aktiviert. Dann beginnst du zu erkennen, dass es einen enormen Bereich von Intelligenz jenseits des Denkens gibt, dass dein Denken nur einen winzig kleinen Aspekt dieser Intelligenz ausmacht. Du erkennst auch, dass alles, was dem Leben wahren Wert verleiht - Schönheit, Liebe, Kreativität, Freude, innerer Friede - seinen Ursprung jenseits des Verstandes hat


Es gilt also, die innere Stille zu erreichen.

Meditieren ist die beste Methode dafür.
Wer das (noch) nicht kann, der suche ohne Zeitlimit einen ruhigen Ort auf, wo er mit sich alleine sein kann (Was eignete sich besser als einer der vielen Wats?). Man nehme eine bequeme, der Umgebung angemessene und entspannte Haltung ein. Alsdann schließe man die Augen und horche auf alle Geräusche, bis sie einem vertraut sind und nicht mehr bewußt wahrgenommen werden. Dann versuche man, die kommenden Gedanken wahrzunehmen, und sie ohne Bewertung und ohne sich dranzuhängen weiterziehen zu lassen (Ein hilfreiches und anschauliches Bild dazu: ständig kommen Busse bei einem Bahnhof an und fahren wieder weg). Nach und nach werden die Gedanken weniger, man wird gelassen und ruhig, und schon bald kann man die innere Stille erleben.
Bei der langsamen Rückkehr in die Gedankenwelt betrachte man sich irgendwelche Gegenstände um sich herum, und versuche sie mit allen Sinnen wohlig wahrzunehmen.

Ist das nicht einen Versuch wert?

blawan

RE: Wir leben in Thailand

#118 von Binturong , 09.12.2012 00:06

Man vergesse das "Ohmmm" dabei nicht.

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RE: Wir leben in Thailand

#119 von illuminati , 09.12.2012 10:05

Zitat von Binturong
Man vergesse das "Ohmmm" dabei nicht.



das war jetzt maximal das miauen einer jungen Katze - das "Ohmmm" passt 1. nicht zu TH und 2. ist es völlig belanglos, wie fast alles andere auch, auch für mich scheint langsam die Zeit gekommen - diese etwas sinnvoller zu verwenden.
Gruss

 
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RE: Wir leben in Thailand

#120 von huglaki ( gelöscht ) , 09.12.2012 14:12

Sorry, aber ich glaube, ihr lebt alle etwas am Leben vorbei. Bei euch steht permanent das "haben" an erster Stelle, wo bleibt euer "sein"? So leistet ihr dem, was ihr Prostitution zu nennen pflegt, unaufhörlichen Vorschub, weltweit. Stellt euch doch mal die Situation einer Thaifrau vor, die nichts hat. Da kommt ein bierbäuchiger Farang, 30-40 Jahre älter, (der in D-A-CH von jeder 17-jährigen verwöhnt würde), so träumt er zumindest, strahlt sie an, baut ihr Haus und stellt alles zur Vefügung und nun soll sie für den Rest, den sie ohnehin nicht versteht, sorgen. Da muss doch jede zur Levinsky oder sonstwas werden. Was erwartet ihr denn?

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